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Q2 Leistungskurs · Biologie
Vorbereitung auf das Abitur Biologie · Zentralabitur Biologie Grundkurs: Ökologie sowie Genetik und Evolution

Einfluss des Menschen und Ökosystemmanagement

An der Nordsee werden Deiche erhöht, im Ruhrgebiet fließt die Emscher wieder in Windungen, und im Sauerland stehen Hänge voller abgestorbener Fichten. Alle drei Bilder haben eine gemeinsame Ursache: den Einfluss des Menschen auf Ökosysteme. In den Klausuraufgaben müssen Sie solche Eingriffe auswerten, Maßnahmen begründen und bewerten. Wie man dabei vorgeht, lernen Sie auf dieser Seite.

Treibhauseffekt und Klimawandel

Der natürliche Treibhauseffekt ist die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Kurzwellige Sonnenstrahlung durchdringt die Atmosphäre und erwärmt die Erdoberfläche. Die Erde gibt langwellige Wärmestrahlung ab. Treibhausgase wie Wasserdampf, $\mathrm{CO_2}$, Methan und Distickstoffmonoxid absorbieren einen Teil davon und strahlen ihn zur Erde zurück. Ohne diesen Effekt läge die mittlere Temperatur bei etwa −18 °C statt bei etwa +15 °C.

Schema des Treibhauseffekts: Sonnenstrahlung erreicht die Erde, Wärmestrahlung wird teilweise von Treibhausgasen zurückgestrahlt Atmosphäre mit Treibhausgasen Erdoberfläche Sonnenstrahlung (kurzwellig) Wärmestrahlung ins Weltall Rückstrahlung

Beim anthropogenen Treibhauseffekt nimmt die Konzentration der Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten zu. Hauptursachen sind die Verbrennung fossiler Energieträger, Rodung von Wäldern und die Landwirtschaft (Methan aus Rinderhaltung und Reisanbau). Es wird mehr Wärmestrahlung zurückgehalten, und die mittlere Temperatur steigt. Belege dafür sind Messreihen wie die $\mathrm{CO_2}$-Kurve von Mauna Loa und Eisbohrkerne: Eingeschlossene Luftblasen zeigen die Zusammensetzung der Atmosphäre über Hunderttausende Jahre.

Rückkopplung: die Eis-Albedo-Rückkopplung

Die Albedo gibt den Anteil der einfallenden Strahlung an, der reflektiert wird. Helle Flächen wie Schnee haben eine hohe Albedo, dunkle Flächen eine niedrige. Es gilt: absorbierte Leistung = Einstrahlung $\cdot\,(1 - \text{Albedo})$.

Beispiel: Bei $250\,\mathrm{W/m^2}$ Einstrahlung absorbiert eine Schneedecke (Albedo 0,8) nur $250 \cdot 0{,}2 = 50\,\mathrm{W/m^2}$. Eine Wiese (Albedo 0,2) absorbiert dagegen $250 \cdot 0{,}8 = 200\,\mathrm{W/m^2}$.

Schmilzt Eis, wird die Fläche dunkler und nimmt mehr Strahlung auf. Das verstärkt die Erwärmung, und es schmilzt noch mehr Eis. Eine solche Wirkung, die den Ausgangsprozess verstärkt, heißt positive Rückkopplung. Eine negative Rückkopplung wirkt dagegen dem Ausgangsprozess entgegen und stabilisiert (Homöostase).

Auswirkungen bewerten: geografisch, zeitlich, sozial

  • Geografisch: Meeresspiegelanstieg betrifft Küsten und Inselstaaten, Dürre betrifft andere Regionen, Starkregen wieder andere.

  • Zeitlich: $\mathrm{CO_2}$ bleibt lange in der Atmosphäre. Heutige Emissionen wirken über Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Deiche und Wälder müssen lange im Voraus geplant werden.

  • Sozial: Die Länder mit den geringsten Emissionen und den geringsten Mitteln für Anpassung sind oft am stärksten betroffen (Globaler Süden gegenüber Globalem Norden).

Üben★☆☆Nicht begonnen
Treibhauseffekt und CO₂-Messreihe Die Treibhausgase der Atmosphäre lassen kurzwellige Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche durch und absorbieren einen Teil der von der Erde…

Treibhauseffekt und CO₂-Messreihe

Die Treibhausgase der Atmosphäre lassen kurzwellige Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche durch und absorbieren einen Teil der von der Erde abgegebenen Wärmestrahlung. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt läge die mittlere Temperatur der Erdoberfläche bei etwa −18 °C statt bei etwa +15 °C. Eine Messreihe der $\mathrm{CO_2}$-Konzentration der Luft zeigt: 1960 317 ppm, 1990 354 ppm, 2020 413 ppm.

  1. a) Erläutern Sie den natürlichen Treibhauseffekt.
  1. b) Berechnen Sie die absolute und die prozentuale Zunahme der $\mathrm{CO_2}$-Konzentration von 1960 bis 2020 (eine Nachkommastelle).
  1. c) Nennen Sie zwei menschliche Tätigkeiten, die zur Zunahme der $\mathrm{CO_2}$-Konzentration beitragen.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Eis-Albedo-Rückkopplung Die Albedo gibt den Anteil der einfallenden Strahlung an, der reflektiert wird. Auf einer Polarfläche gelten: Meereis mit Schneeauflage 0,8;…

Eis-Albedo-Rückkopplung

Die Albedo gibt den Anteil der einfallenden Strahlung an, der reflektiert wird. Auf einer Polarfläche gelten: Meereis mit Schneeauflage 0,8; offenes Meerwasser 0,07. Die mittlere Einstrahlung im Sommer betrage 200 W/m². Der nicht reflektierte Anteil wird absorbiert und erwärmt die Fläche.

  1. a) Berechnen Sie die absorbierte Strahlungsleistung pro Quadratmeter für Eis und für Meerwasser.
  1. b) Erläutern Sie mithilfe der Berechnung, warum das Abschmelzen von Meereis die Erwärmung verstärkt.
  1. c) Erklären Sie, weshalb es sich um eine positive Rückkopplung handelt, und grenzen Sie diese von einer negativen Rückkopplung ab.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Meeresspiegelanstieg an der Nordseeküste Für einen Küstenabschnitt in Niedersachsen werden zwei Szenarien betrachtet: Anstieg des mittleren Meeresspiegels um 2 mm pro…

Meeresspiegelanstieg an der Nordseeküste

Für einen Küstenabschnitt in Niedersachsen werden zwei Szenarien betrachtet: Anstieg des mittleren Meeresspiegels um 2 mm pro Jahr (Szenario A, Klimaschutz) bzw. um 6 mm pro Jahr (Szenario B, ohne Klimaschutz). Deiche werden über Jahrzehnte geplant und gebaut. Etwa 60.000 Menschen leben hinter dem Deich, viele Inselstaaten im Pazifik haben dagegen kaum Mittel für Küstenschutz.

  1. a) Berechnen Sie den Meeresspiegelanstieg von 2025 bis 2100 in beiden Szenarien und die Differenz.
  1. b) Erläutern Sie geografische, zeitliche und soziale Auswirkungen des anthropogen bedingten Treibhauseffekts anhand des Materials.
  1. c) Entwickeln Sie drei Kriterien zur Bewertung von Maßnahmen (Klimaschutz im Vergleich zu Anpassung wie Deicherhöhung) und wenden Sie jedes Kriterium kurz auf beide Maßnahmentypen an.
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Biodiversität, Neobiota und Schlüsselarten

Biodiversität hat drei Ebenen: genetische Vielfalt (innerhalb einer Art, z. B. Apfelsorten), Artenvielfalt und Vielfalt der Ökosysteme (z. B. Wald, Moor und Wiese in einer Landschaft). Gründe für ihren Schutz: Ökosysteme liefern Leistungen (Bestäubung, Hochwasserschutz, sauberes Wasser), Vielfalt erhöht die Stabilität gegenüber Störungen, und viele Menschen sehen auch einen Eigenwert der Natur.

Neobiota sind Arten, die nach 1492 durch den Menschen in ein Gebiet gelangt sind. Ist eine Art etabliert und verdrängt sie heimische Arten, nennt man sie invasiv. Beispiele in NRW sind Riesen-Bärenklau, Japanischer Knöterich und Waschbär. Gründe für den Erfolg: wenig Fressfeinde, hohe Vermehrung, Konkurrenzvorteile. Dadurch sinkt oft die Artenvielfalt.

Eine Schlüsselart hat einen im Vergleich zu ihrer Häufigkeit sehr großen Einfluss auf ihr Ökosystem. Der Biber staut Bäche auf und schafft Feuchtflächen für viele andere Arten. Fällt eine Schlüsselart aus, verändert sich die gesamte Lebensgemeinschaft.

Konflikte lösen: Naturschutz und Nutzung

Der Biber zeigt, dass ein Gewinn für die Biodiversität Kosten für Landwirte verursachen kann. Für solche Konflikte gibt es ein festes Vorgehen:

Üben★☆☆Nicht begonnen
Biodiversität und Neobiota Biodiversität umfasst die genetische Vielfalt, die Artenvielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme. Der Riesen-Bärenklau, ursprünglich aus dem…

Biodiversität und Neobiota

Biodiversität umfasst die genetische Vielfalt, die Artenvielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme. Der Riesen-Bärenklau, ursprünglich aus dem Kaukasus, wurde als Zierpflanze eingeführt. Er breitet sich an Bachufern in NRW aus, bildet dichte Bestände und verdrängt heimische Pflanzen. Sein Pflanzensaft kann bei Sonnenlicht Hautverbrennungen verursachen.

  1. a) Nennen Sie die drei Ebenen der Biodiversität und ordnen Sie dem Beispiel „Verschiedene Apfelsorten“ sowie „Auenwald, Moor und Wiese in einer Region“ jeweils die zutreffende Ebene zu.
  1. b) Erläutern Sie den Begriff invasive Art (Neobiota) am Beispiel des Riesen-Bärenklaus.
  1. c) Nennen Sie zwei Gründe für den Schutz der Biodiversität.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Biber und Landwirtschaft Der Biber, im 19. Jahrhundert in NRW ausgerottet, ist heute wieder verbreitet. Er staut Bäche mit Dämmen auf. Dadurch entstehen Tümpel und…

Biber und Landwirtschaft

Der Biber, im 19. Jahrhundert in NRW ausgerottet, ist heute wieder verbreitet. Er staut Bäche mit Dämmen auf. Dadurch entstehen Tümpel und Feuchtflächen mit vielen Amphibien, Libellen und Fischen; man bezeichnet ihn als Schlüsselart. Auf angrenzenden Äckern kommt es aber zu Überschwemmungen und Ernteausfällen. Ein Landwirt meldet Verluste von 4.800 € pro Jahr auf 6 ha.

Folgende Handlungsoptionen werden diskutiert: (1) Abschuss der Biber, (2) Entschädigungsfonds und Pufferstreifen ohne Ackernutzung, (3) Technische Dammdrainagen.

  1. a) Erläutern Sie, weshalb der Biber als Schlüsselart gilt.
  1. b) Berechnen Sie den Verlust pro Hektar und Jahr.
  1. c) Bewerten Sie die drei Handlungsoptionen anhand von Kriterien der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) und begründen Sie eine Entscheidung.
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Ökosystemmanagement und Renaturierung

Wer ein gestörtes Ökosystem schützen oder wiederherstellen will, geht in der Klausur in drei Schritten vor. Zuerst beschreibt man die Ursache-Wirkungs-Kette, dann die Folgen, dann die Maßnahme mit Begründung.

Beispiel Emscher: Der Fluss wurde lange als Abwasserkanal mit Betonsohle genutzt (Ursache). Folge: wenig Sauerstoff, wenige Arten. Renaturierung bedeutet, einen Lebensraum wieder naturnah zu gestalten, z. B. mit Windungen, Auen und getrenntem Abwasser. Der Erfolg zeigt sich an Indikatoren wie Artenzahl und Sauerstoffgehalt. Beispiel für eine Datenauswertung: Stieg die Zahl der Bachtierarten von 15 (1995) auf 24 (2015) und der Sauerstoffgehalt von 3,0 auf 7,5 mg/L, so beträgt die Zunahme der Artenzahl $\dfrac{9}{15} = 60\,\%$. Beide Indikatoren belegen, dass die Maßnahmen wirken.

Beispiel Sauerland: Fichtenmonokulturen wurden wegen schnellen Wachstums gepflanzt. Sie sind aber anfällig gegen Sturm (Kyrill 2007), Trockenheit und Borkenkäfer. Die Schäden sind in Reinbeständen größer als in Mischwäldern. Der Umbau zu Mischwald erhöht die Vielfalt und damit die Stabilität.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Renaturierung der Emscher Die Emscher im Ruhrgebiet diente lange als offener Abwasserkanal mit Betonsohle. Seit den 1990er-Jahren wird sie umgebaut: Das Abwasser fließt…

Renaturierung der Emscher

Die Emscher im Ruhrgebiet diente lange als offener Abwasserkanal mit Betonsohle. Seit den 1990er-Jahren wird sie umgebaut: Das Abwasser fließt in unterirdischen Kanälen, der Fluss erhält ein naturnahes Bett mit Windungen und Auen.

Jahr 1990 2005 2020
Arten wirbelloser Bachtiere 12 31 60
Sauerstoff in mg/L 2,0 5,5 8,0
  1. a) Beschreiben Sie die Veränderungen der Messwerte und berechnen Sie die prozentuale Zunahme der Artenzahl von 1990 bis 2020.
  1. b) Nennen Sie zwei Maßnahmen der Renaturierung und begründen Sie, wie sie die Lebensbedingungen verbessern.
  1. c) Erläutern Sie, warum Sauerstoffgehalt und Artenvielfalt zusammenhängen.
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Üben★★★Nicht begonnen
Fichtenmonokulturen im Sauerland Nach dem Sturm Kyrill (2007) und den Dürrejahren ab 2018 vermehrte sich der Borkenkäfer in den Fichtenwäldern des Sauerlands stark. Eine…

Fichtenmonokulturen im Sauerland

Nach dem Sturm Kyrill (2007) und den Dürrejahren ab 2018 vermehrte sich der Borkenkäfer in den Fichtenwäldern des Sauerlands stark. Eine Forstverwaltung erfasste den Anteil der Schadfläche (durch Sturm und Borkenkäfer) in 500 ha je nach Bestandstyp.

Bestandstyp Anteil Schadfläche
reine Fichte 38 %
Fichte-Buche-Mischung 14 %
Laubmischwald 5 %

Der Umbau eines Hektars zu Mischwald kostet etwa 9.000 €.

  1. a) Berechnen Sie die Schadfläche in Hektar für jeden Bestandstyp, wenn je 500 ha betrachtet werden, und die Kosten für den Umbau von 500 ha.
  1. b) Analysieren Sie die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen Anbau, Klimawandel, Borkenkäfer und Schaden.
  1. c) Begründen Sie Erhaltungs- bzw. Umbaumaßnahmen und beurteilen Sie sie anhand von Kriterien (ökologisch, ökonomisch, sozial).
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Maßnahmen bewerten und nachhaltig nutzen

Nachhaltige Entwicklung verbindet drei Dimensionen: ökologisch, ökonomisch und sozial. Eine Maßnahme ist nachhaltig, wenn sie künftigen Generationen ihre Möglichkeiten nicht nimmt. Der Begriff stammt aus der Forstwirtschaft (von Carlowitz): Es darf nur so viel Holz geschlagen werden, wie nachwächst.

Kriterien aufstellen und abwägen

Eine Bewertung hat feste Schritte: Maßnahmen beschreiben, Kriterien aufstellen (z. B. Wirksamkeit, Kosten je eingesparter Tonne, Dauer bis zur Wirkung, Nebenwirkungen auf die Biodiversität, Gerechtigkeit), jede Maßnahme je Kriterium beurteilen, abwägen und die Entscheidung begründen. Verschiedene Gewichtungen der Kriterien führen zu verschiedenen, aber jeweils begründbaren Ergebnissen.

Maximaler Dauerertrag

Ein Fischbestand wächst nach: Der Zuwachs $Z$ hängt von der Bestandsgröße $B$ ab. Bei kleinem Bestand ist er klein, weil wenige Tiere sich fortpflanzen. Bei sehr großem Bestand ist er klein, weil Nahrung und Raum knapp werden. Dazwischen liegt ein Maximum.

Wird dem Bestand jedes Jahr genau der Zuwachs entnommen, bleibt er gleich groß. Der größte Fang, der dauerhaft möglich ist, heißt maximaler Dauerertrag (MSY). Er liegt beim Maximum der Zuwachskurve.

Beispiel: $Z = 0{,}3 \cdot B \cdot \left(1 - \dfrac{B}{800}\right)$. Das Maximum liegt bei $B = 400$ kt mit $Z = 0{,}3 \cdot 400 \cdot 0{,}5 = 60$ kt/a. Der Zuwachs beträgt höchstens 60 kt/a. Eine Fangquote von 70 kt/a ist daher größer als jeder mögliche Zuwachs. Der Bestand schrumpft, die Quote ist nicht nachhaltig.

Üben★★★Nicht begonnen
Klimaschutzmaßnahmen im Vergleich Eine Landesregierung prüft vier Maßnahmen. | Maßnahme | Kosten in € je t CO₂ | Einsparpotenzial in Mio. t CO₂ pro Jahr | Dauer bis zur…

Klimaschutzmaßnahmen im Vergleich

Eine Landesregierung prüft vier Maßnahmen.

Maßnahme Kosten in € je t CO₂ Einsparpotenzial in Mio. t CO₂ pro Jahr Dauer bis zur Wirkung
Moor-Wiedervernässung 30 2,0 5 bis 10 Jahre
Windkraftausbau 60 12,0 5 bis 8 Jahre
Aufforstung 45 3,0 20 bis 40 Jahre
Gebäudedämmung 110 5,0 2 bis 20 Jahre
  1. a) Berechnen Sie die jährlichen Gesamtkosten jeder Maßnahme bei Ausschöpfung des Potenzials sowie die Gesamtsumme.
  1. b) Stellen Sie Kriterien für die Bewertung der Maßnahmen auf und bewerten Sie die Maßnahmen begründet.
  1. c) Nehmen Sie Stellung zur Aussage „Die kostengünstigste Maßnahme sollte zuerst umgesetzt werden“ und beziehen Sie zeitliche, geografische und soziale Aspekte ein.
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Üben★★★Nicht begonnen
Nachhaltige Fischerei in der Nordsee Für einen Fischbestand wurde der jährliche Zuwachs der Biomasse (in Abhängigkeit von der Bestandsgröße) modelliert; die…

Nachhaltige Fischerei in der Nordsee

Für einen Fischbestand wurde der jährliche Zuwachs der Biomasse (in Abhängigkeit von der Bestandsgröße) modelliert; die Wachstumsgleichung lautet $Z = 0{,}4\cdot B\cdot\left(1-\dfrac{B}{1000}\right)$ mit B in kt (Kilotonnen) und Z in kt pro Jahr.

Bestandsgröße B in kt 200 400 500 600 800 1000
Zuwachs Z in kt/a 64 96 100 96 64 0

Die Fangquote der EU für das Jahr liegt bei 130 kt.

  1. a) Bestimmen Sie die Bestandsgröße, bei der der maximale Dauerertrag erreicht wird, und geben Sie ihn an.
  1. b) Beschreiben Sie die Entwicklung des Bestands bei dauerhafter Quote von 130 kt, ausgehend von 500 kt, und erläutern Sie die Folgen im Ökosystem und für die Fischerei.
  1. c) Entwickeln Sie Kriterien für nachhaltige Fangquoten, bewerten Sie die Quote von 130 kt und beurteilen Sie, welche Konflikte zwischen Biodiversitätsschutz (z. B. Beifang) und Nutzung bestehen.
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Auf einen Blick

  • Natürlicher Treibhauseffekt: notwendig (+15 °C statt −18 °C). Anthropogener Treibhauseffekt: zusätzliche Treibhausgase durch Menschen. Belege: Messreihen, Eisbohrkerne.

  • Prozentuale Änderung = Änderung : Ausgangswert. Absorbierte Strahlung = Einstrahlung $\cdot\,(1-\text{Albedo})$. Eis-Albedo-Rückkopplung = positive Rückkopplung.

  • Auswirkungen bewerten: geografisch, zeitlich, sozial.

  • Biodiversität: genetische Vielfalt, Artenvielfalt, Ökosystemvielfalt. Neobiota, invasive Arten, Schlüsselarten (Biber).

  • Bewerten: Kriterien aufstellen, Optionen abwägen, Entscheidung begründen; deskriptiv und normativ trennen.

  • Nachhaltige Nutzung: Entnahme höchstens gleich Zuwachs, maximaler Dauerertrag beim Maximum der Zuwachskurve.

Zurück zum Anfang: Deiche, die Emscher und die Fichten im Sauerland sind Folgen oder Antworten auf menschliches Handeln. Mit Ursache-Wirkungs-Ketten, Daten und offenen Kriterien lassen sich diese Fälle auswerten und bewerten.

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