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Q2 Leistungskurs · Physik
Vorbereitung auf das Abitur Physik · Elektrodynamik, Atomhülle und Kernphysik in der Qualifikationsphase

Spektren, Energieniveaus und Atommodelle

Auf der Autobahn bei Köln leuchteten früher Natriumdampflampen in einem fast reinen Gelb. Eine Glühlampe sendet dagegen weißes Licht aus. Warum strahlt ein leuchtendes Gas nur ganz bestimmte Farben ab, und was verrät uns das über den Aufbau der Atomhülle? Am Ende dieser Seite können Sie diese Frage beantworten.

Kontinuierliche Spektren und Linienspektren

Ein glühender Festkörper, zum Beispiel der Draht einer Glühlampe, sendet ein kontinuierliches Spektrum aus: Alle Farben gehen lückenlos ineinander über. Ein dünnes, leuchtendes Gas (Natriumdampf, Neonröhre, Wasserstofflampe) sendet dagegen nur einzelne, scharfe Farben aus. Das ist ein Linienspektrum (Emissionsspektrum). Die Lage der Linien ist für jedes chemische Element charakteristisch.

Schickt man weißes Licht durch ein kaltes Gas, fehlen im Spektrum genau die Wellenlängen, die das Gas aus seinem eigenen Linienspektrum kennt. Man sieht dunkle Linien auf hellem Grund: das Absorptionsspektrum. Das Gas absorbiert diese Photonen und strahlt sie anschließend in alle Richtungen wieder ab, sodass sie im ursprünglichen Strahl fehlen.

Drei Spektren untereinander: kontinuierliches Spektrum, Emissionslinien und Absorptionslinien bei denselben Wellenlängen Kontinuierliches Spektrum (Glühlampe) Emissionsspektrum (leuchtendes Gas) Absorptionsspektrum (kaltes Gas vor Glühlampe) kurze Wellenlänge (violett) lange Wellenlänge (rot)

Im Sonnenspektrum entdeckte Joseph von Fraunhofer in München dunkle Linien, die Fraunhofer'schen Linien. Sie entstehen, weil Gase in der äußeren Sonnenatmosphäre (und in der Erdatmosphäre) bestimmte Photonen absorbieren. Mit einer Spektraltafel ordnet man die gemessenen Wellenlängen den Stoffen zu.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Joseph von Fraunhofer entdeckte im Sonnenspektrum dunkle Linien. Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen erklärten sie später in Heidelberg mit der Spektralanalyse. Eine…

Joseph von Fraunhofer entdeckte im Sonnenspektrum dunkle Linien. Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen erklärten sie später in Heidelberg mit der Spektralanalyse. Eine Spektraltafel gibt für einige Stoffe die Wellenlängen ihrer Linien an:

Stoff Wellenlängen in nm
Wasserstoff 486,1; 656,3
Natrium 589,0
Calcium 393,4
Eisen 527,0
Sauerstoff (Moleküle) 687; 760

Im Sonnenspektrum werden dunkle Linien bei folgenden Wellenlängen gemessen: $393\,\mathrm{nm}$, $486\,\mathrm{nm}$, $527\,\mathrm{nm}$, $589\,\mathrm{nm}$, $656\,\mathrm{nm}$, $687\,\mathrm{nm}$ und $760\,\mathrm{nm}$. Die Linien bei $687\,\mathrm{nm}$ und $760\,\mathrm{nm}$ werden bei tiefem Sonnenstand stärker.

  1. a) Erklären Sie die Entstehung der dunklen Linien im Sonnenspektrum.
  1. b) Ordnen Sie den Linien anhand der Spektraltafel Stoffe zu und begründen Sie Ihre Zuordnung.
  1. c) Begründen Sie, dass die Linien bei $687\,\mathrm{nm}$ und $760\,\mathrm{nm}$ vermutlich in der Erdatmosphäre entstehen.
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Energie des Photons

Licht der Frequenz $f$ besteht aus Photonen mit der Energie

$$E = h \cdot f = \frac{h \cdot c}{\lambda}$$

mit dem Planck'schen Wirkungsquantum $h = 6{,}626 \cdot 10^{-34}\,\mathrm{Js}$ und der Lichtgeschwindigkeit $c = 3{,}00 \cdot 10^{8}\,\mathrm{m/s}$. Die Energie ist umso größer, je kleiner die Wellenlänge ist.

In der Atomphysik rechnet man meist in Elektronvolt: $1\,\mathrm{eV} = 1{,}602 \cdot 10^{-19}\,\mathrm{J}$. Praktisch ist die Zahlenwertgleichung

$$E \approx \frac{1240\,\mathrm{eV \cdot nm}}{\lambda}$$
Üben★☆☆Nicht begonnen
Natriumdampflampen wurden früher häufig als Straßenlaternen eingesetzt. Ihr Licht ist gelb. Im Spektrum fällt vor allem eine Linie der Wellenlänge…

Natriumdampflampen wurden früher häufig als Straßenlaternen eingesetzt. Ihr Licht ist gelb. Im Spektrum fällt vor allem eine Linie der Wellenlänge $\lambda = 589\,\mathrm{nm}$ auf.

  1. a) Erklären Sie, weshalb ein leuchtendes Gas wie Natriumdampf ein Linienspektrum und kein kontinuierliches Spektrum aussendet.
  1. b) Berechnen Sie Frequenz und Energie der Photonen dieser Linie in $\mathrm{J}$ und in $\mathrm{eV}$.
  1. c) Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einem Emissionsspektrum und einem Absorptionsspektrum desselben Gases.
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Energieniveaus des Wasserstoffatoms

Dass Gase nur bestimmte Photonenenergien aussenden, lässt sich durch diskrete Energieniveaus in der Atomhülle erklären. Das Elektron kann nur bestimmte Energiewerte annehmen. Beim Wasserstoffatom gilt

$$E_n = -\frac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}, \qquad n = 1, 2, 3, \dots$$

($n$: Hauptquantenzahl). Dieses Ergebnis des Bohr'schen Atommodells und der Quantenmechanik wird in der Prüfung verwendet, nicht hergeleitet. Das Minuszeichen bedeutet: Das Elektron ist gebunden. Die Energie $0$ gehört zum freien, ruhenden Elektron ($n \to \infty$).

Energieniveauschema des Wasserstoffatoms mit den Niveaus n gleich 1 bis 4, der Ionisierungsgrenze und den Übergängen 3 nach 2 und 2 nach 1 E = 0 (ionisiert) n = 4: −0,85 eV n = 3: −1,51 eV n = 2: −3,40 eV n = 1: −13,6 eV Energie 3→2: 1,89 eV 2→1: 10,2 eV (Lyman, UV)

Wichtige Begriffe:

  • Grundzustand: $n = 1$, $E_1 = -13{,}6\,\mathrm{eV}$. Angeregte Zustände: $n \ge 2$.

  • Ionisierungsenergie: Energie, um das Elektron aus dem Grundzustand ($n = 1$) nach $n \to \infty$ zu bringen: $13{,}6\,\mathrm{eV}$.

  • Übergang von $m$ nach $n$ (mit $m > n$): Das Atom sendet ein Photon aus mit

$$E_\mathrm{Photon} = E_m - E_n = h \cdot f = \frac{h c}{\lambda}$$
  • Absorption: Ein Photon wird nur absorbiert, wenn seine Energie genau einer Differenz zweier Niveaus entspricht. Bei der Ionisierung reicht dagegen jede Energie ab der Ionisierungsgrenze. Der Rest erscheint als kinetische Energie des freien Elektrons.

  • Übergänge zu $n = 2$ heißen Balmer-Serie (sichtbar), zu $n = 1$ Lyman-Serie (UV).

Üben★☆☆Nicht begonnen
Die Energiewerte des Wasserstoffatoms werden durch $E_n = -\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}$ mit der Hauptquantenzahl $n = 1, 2, 3, \dots$ beschrieben. a) Berechnen Sie…

Die Energiewerte des Wasserstoffatoms werden durch $E_n = -\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}$ mit der Hauptquantenzahl $n = 1, 2, 3, \dots$ beschrieben.

  1. a) Berechnen Sie die Energien $E_1$, $E_2$ und $E_3$ und zeichnen Sie ein Energieniveauschema mit diesen drei Niveaus.
  1. b) Geben Sie an, welche Energie mindestens nötig ist, um ein Wasserstoffatom im Grundzustand zu ionisieren.
  1. c) Berechnen Sie die Energie und die Wellenlänge des Photons, das beim Übergang von $n = 3$ nach $n = 2$ emittiert wird.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Wasserstoffatome im Grundzustand werden mit monochromatischen Photonen bestrahlt. Es werden vier Versuche mit den Photonenenergien $10{,}2\,\mathrm{eV}$,…

Wasserstoffatome im Grundzustand werden mit monochromatischen Photonen bestrahlt. Es werden vier Versuche mit den Photonenenergien $10{,}2\,\mathrm{eV}$, $11{,}0\,\mathrm{eV}$, $12{,}09\,\mathrm{eV}$ und $15{,}0\,\mathrm{eV}$ durchgeführt. Für das Wasserstoffatom gilt $E_n = -\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}$.

  1. a) Entscheiden Sie für jeden der vier Versuche begründet, ob die Photonen absorbiert werden können.
  1. b) Bestimmen Sie für das Photon mit $15{,}0\,\mathrm{eV}$ die kinetische Energie des freigesetzten Elektrons.
  1. c) Ein Atom wurde durch das Photon mit $12{,}09\,\mathrm{eV}$ angeregt. Geben Sie alle Wellenlängen an, die bei der Rückkehr in den Grundzustand emittiert werden können, und begründen Sie, welche davon im sichtbaren Bereich liegen.
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Üben★★☆Nicht begonnen
In einer Wasserstofflampe werden im sichtbaren Bereich die folgenden Linien der Balmer-Serie gemessen: | Linie | Wellenlänge in nm | |---|---| | 1 | 656 | | 2 | 486 | |…

In einer Wasserstofflampe werden im sichtbaren Bereich die folgenden Linien der Balmer-Serie gemessen:

Linie Wellenlänge in nm
1 656
2 486
3 434

Alle drei Linien entstehen bei Übergängen in das Niveau $n = 2$.

  1. a) Berechnen Sie die Photonenenergien der drei Linien in $\mathrm{eV}$.
  1. b) Bestimmen Sie mithilfe von $E_n = -\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}$ für jede Linie die Hauptquantenzahl $n$ des Ausgangsniveaus.
  1. c) Berechnen Sie die kürzeste Wellenlänge, die bei Übergängen in das Niveau $n = 2$ auftreten kann (Seriengrenze).
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Üben★★★Nicht begonnen
Wasserstoffatome befinden sich im ersten angeregten Zustand ($n = 2$). Sie werden mit ultraviolettem Licht der Wellenlänge $\lambda = 300\,\mathrm{nm}$ bestrahlt. Es…

Wasserstoffatome befinden sich im ersten angeregten Zustand ($n = 2$). Sie werden mit ultraviolettem Licht der Wellenlänge $\lambda = 300\,\mathrm{nm}$ bestrahlt. Es gilt $E_n = -\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}$.

  1. a) Zeigen Sie, dass ein Photon dieser Wellenlänge ein Wasserstoffatom im Zustand $n = 2$ ionisieren kann, ein Wasserstoffatom im Grundzustand ($n = 1$) dagegen weder ionisieren noch anregen kann.
  1. b) Berechnen Sie die kinetische Energie und die Geschwindigkeit des freigesetzten Elektrons beim Ionisieren aus dem Zustand $n = 2$.
  1. c) Im Sonnenspektrum sind die Balmer-Linien des Wasserstoffs zu sehen, obwohl sich in der kühleren Sonnenatmosphäre die meisten Wasserstoffatome im Grundzustand befinden. Erklären Sie, weshalb für diese Linien dennoch Atome im Zustand $n = 2$ nötig sind und wie diese entstehen können.
  1. d) Begründen Sie, weshalb die Absorptionslinien des Wasserstoffs aus dem Grundzustand im Sonnenspektrum bei einer Messung auf der Erdoberfläche nicht beobachtet werden.
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Zurück zum Anfang: Das Natriumlicht der Straßenlaterne entsteht, weil Natriumatome beim Übergang zwischen zwei bestimmten Niveaus Photonen von 2,11 eV aussenden. Weil die Niveaus diskret sind, treten nur diese Energien auf.

Der Franck-Hertz-Versuch

Spektren zeigen die Niveaus indirekt über Licht. Der Franck-Hertz-Versuch (James Franck und Gustav Hertz, Göttingen) beweist sie durch Stoßexperimente. In einer Röhre mit Quecksilberdampf werden Elektronen mit der Spannung $U_\mathrm{B}$ beschleunigt. Hinter dem Gitter müssen sie gegen eine kleine Gegenspannung anlaufen, bevor sie die Auffangelektrode erreichen. Gemessen wird der Strom $I_\mathrm{A}$.

Schematische Kennlinie des Franck-Hertz-Versuchs: Der Strom steigt mit der Beschleunigungsspannung und bricht bei 4,9 V, 9,8 V und 14,7 V ein Strom I Beschleunigungsspannung U in V 4,9 9,8 14,7

Deutung:

  • Bei kleinen Spannungen stoßen die Elektronen nur elastisch. Sie verlieren fast keine Energie, der Strom steigt.

  • Bei $4{,}9\,\mathrm{V}$ erreichen die Elektronen eine kinetische Energie von $4{,}9\,\mathrm{eV}$. Das genügt, um ein Quecksilberatom unelastisch vom Grundzustand in den ersten angeregten Zustand anzuregen. Das Elektron gibt seine Energie fast vollständig ab und schafft die Gegenspannung nicht mehr: Der Strom bricht ein.

  • Bei $9{,}8\,\mathrm{V}$ (zweimal $4{,}9\,\mathrm{V}$) kann ein Elektron zweimal anregen, bei $14{,}7\,\mathrm{V}$ dreimal.

  • Der Strom fällt nie auf null, weil nicht jedes Elektron stößt.

  • Die angeregten Atome senden beim Rückübergang UV-Licht aus: $\lambda = 1240/4{,}9\,\mathrm{nm} \approx 253\,\mathrm{nm}$.

Üben★★☆Nicht begonnen
Beim Franck-Hertz-Versuch in Göttingen werden Elektronen in einer mit Quecksilberdampf gefüllten Röhre durch die Spannung $U_\mathrm{B}$ beschleunigt. Gemessen wird der…

Beim Franck-Hertz-Versuch in Göttingen werden Elektronen in einer mit Quecksilberdampf gefüllten Röhre durch die Spannung $U_\mathrm{B}$ beschleunigt. Gemessen wird der Strom $I_\mathrm{A}$ der Elektronen, die eine Gegenelektrode erreichen. Die Kennlinie $I_\mathrm{A}(U_\mathrm{B})$ steigt zunächst an. Der Strom bricht deutlich ein bei den Beschleunigungsspannungen $4{,}9\,\mathrm{V}$, $9{,}8\,\mathrm{V}$ und $14{,}7\,\mathrm{V}$. Zwischen diesen Spannungen steigt der Strom jeweils wieder an. Der Strom sinkt bei den Einbrüchen nicht auf null.

  1. a) Interpretieren Sie die Lage der Stromeinbrüche mithilfe diskreter Energieniveaus der Quecksilberatome.
  1. b) Erklären Sie, weshalb bei $9{,}8\,\mathrm{V}$ ein zweiter Einbruch auftritt und der Strom bei den Einbrüchen nicht auf null sinkt.
  1. c) Die angeregten Quecksilberatome senden Photonen aus. Berechnen Sie die Wellenlänge der Strahlung beim Übergang in den Grundzustand und begründen Sie, weshalb man sie mit bloßem Auge nicht sieht.
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Üben★★★Nicht begonnen
Für ein einatomiges Gas „X" wurde das folgende Energieniveauschema ermittelt, wobei die Energien auf den Grundzustand bezogen sind: | Niveau | Energie in eV | |---|---|…

Für ein einatomiges Gas „X" wurde das folgende Energieniveauschema ermittelt, wobei die Energien auf den Grundzustand bezogen sind:

Niveau Energie in eV
$E_0$ (Grundzustand) 0
$E_1$ 4,9
$E_2$ 6,7
$E_3$ 8,8
Ionisierung 10,4

Zunächst werden Elektronen mit der kinetischen Energie $5{,}5\,\mathrm{eV}$ durch das Gas geschossen, anschließend mit $7{,}0\,\mathrm{eV}$. Die Atome befinden sich vor den Stößen im Grundzustand. Es sollen nur unelastische Stöße betrachtet werden, bei denen ein Atom genau ein Niveau anregt.

  1. a) Bestimmen Sie für beide Elektronenenergien, welche Niveaus angeregt werden können und welche kinetische Energie die Elektronen nach dem Stoß jeweils höchstens noch besitzen.
  1. b) Berechnen Sie die Wellenlängen aller Linien, die ein Gas aussendet, dessen Atome bis zum Niveau $E_2$ angeregt wurden.
  1. c) Berechnen Sie die Wellenlängen der Absorptionslinien, die bei Durchstrahlung des Gases im Grundzustand mit weißem Licht im Absorptionsspektrum entstehen, und geben Sie an, welche davon im sichtbaren Bereich liegen.
  1. d) Skizzieren und beschreiben Sie den Verlauf der Franck-Hertz-Kurve für dieses Gas im Bereich von $0\,\mathrm{V}$ bis $10\,\mathrm{V}$ und begründen Sie, ab welcher Spannung ein zweiter Stromeinbruch möglich wäre, wenn man – wie beim Franck-Hertz-Versuch üblich – davon ausgeht, dass die Elektronen bei jedem unelastischen Stoß das Niveau $E_1$ anregen.
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Atommodelle und ihre Grenzen

Die Vorstellung vom Atom hat sich mit neuen Experimenten immer wieder verändert. Ein Modell ist so lange brauchbar, wie es die bekannten Beobachtungen erklärt und neue Vorhersagen liefert.

Modell Aussage Erfolg Grenze
Dalton Atome sind unteilbare Kugeln Gesetze der chemischen Reaktionen Elektronen und Kern unbekannt
Thomson positive Kugel mit eingebetteten Elektronen Neutralität, Elektronen Rutherford'scher Streuversuch: einzelne $\alpha$-Teilchen werden stark abgelenkt
Rutherford kleiner, schwerer, positiver Kern; Hülle fast leer Streuversuch klassisch müsste das Elektron Energie abstrahlen und in den Kern stürzen; keine Linienspektren
Bohr'sches Atommodell Elektron nur auf bestimmten Bahnen mit festen Energien $E_n$ und Spektrum von Wasserstoff, Franck-Hertz-Versuch versagt bei Mehrelektronenatomen, Bahnen sind nicht beobachtbar
quantenmechanisches Modell Elektron als Welle, Orbital beschreibt Atome und Moleküle anschaulich schwer vorstellbar

Im quantenmechanischen Modell hat das Elektron keine Bahn. Ein Orbital zeigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Elektron bei einer Messung an einem bestimmten Ort nachgewiesen wird (Nachweiswahrscheinlichkeit). Die Energiewerte $E_n$ des Wasserstoffatoms bleiben dabei erhalten.

Üben★★★Nicht begonnen
Die Vorstellung vom Atom hat sich historisch gewandelt. Material: Thomson-Modell: Das Atom ist eine gleichmäßig positiv geladene Kugel, in der die Elektronen eingebettet…

Die Vorstellung vom Atom hat sich historisch gewandelt. Material:

  • Thomson-Modell: Das Atom ist eine gleichmäßig positiv geladene Kugel, in der die Elektronen eingebettet sind. Vorhersage für Streuversuche mit $\alpha$-Teilchen: nur geringe Ablenkungen.

  • Rutherford'scher Streuversuch: $\alpha$-Teilchen treffen auf eine dünne Goldfolie. Die meisten durchqueren die Folie nahezu ungehindert, einzelne werden um mehr als $90^\circ$ abgelenkt. Der Radius eines Goldkerns beträgt etwa $7{,}0\,\mathrm{fm}$, der Atomradius etwa $0{,}14\,\mathrm{nm}$.

  • Bohr'sches Atommodell: Das Elektron bewegt sich auf Bahnen mit diskreten Energien. Das Modell beschreibt die Linien des Wasserstoffspektrums.

  • Orbitalmodell: Das Elektron im Grundzustand des Wasserstoffatoms wird mit einer Nachweiswahrscheinlichkeit beschrieben, die in einem Abstand von etwa $53\,\mathrm{pm}$ vom Kern am größten ist. Es gibt keine scharfen Bahnen.

  1. a) Erläutern Sie, welche Schlüsse aus dem Rutherford'schen Streuversuch auf den Aufbau des Atoms gezogen werden und weshalb das Thomson-Modell dadurch widerlegt wird.
  1. b) Berechnen Sie das Verhältnis von Atomradius zu Kernradius.
  1. c) Vergleichen Sie das Bohr'sche Atommodell mit dem Orbitalmodell bezüglich der Aussagen über den Aufenthalt des Elektrons.
  1. d) Beurteilen Sie anhand dieser Entwicklung die Eigenschaften und Grenzen naturwissenschaftlicher Modelle.
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Zurück zum Anfang: Ein leuchtendes Gas sendet nur wenige Farben aus, weil die Elektronen der Atomhülle nur diskrete Energien annehmen können. Dass Natrium bei 589 nm leuchtet, ist ein „Fingerabdruck“ seiner Niveaus.

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