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Realschule 7 · Biologie
Biologie Klasse 7: Ergänzende Themen aus dem Lehrplan · Ökologische Zusammenhänge

Räuber-Beute-Beziehung und Jahreszeiten

Im Winter siehst du im Wald kaum Fuchsspuren, im Frühjahr plötzlich viele Junghasen. Warum schwanken Tierzahlen so stark? Und warum sieht ein Laubwald im Oktober ganz anders aus als im Mai? Diese Fragen klären wir auf dieser Seite.

Die Räuber-Beute-Kurve

Ein Räuber (z. B. der Luchs) frisst eine Beute (z. B. den Schneehasen). Beide Populationen hängen voneinander ab. Zählt man ihre Individuen über viele Jahre, entstehen zwei Kurven, die auf und ab schwingen.

Zwei zeitlich verschobene Kurven: Die Beute steigt zuerst, die Räuberkurve folgt verzögert. Individuenzahl Zeit (Jahre) Beute Räuber

Du liest die Kurve so: Zuerst steigt die Beute an. Mit Verzögerung steigt auch die Räuberzahl, weil nun viel Nahrung da ist.

Üben★☆☆Nicht begonnen
In einem typischen Diagramm werden die Individuenzahlen von Luchs und Schneehase über viele Jahre aufgetragen. Beide Kurven schwanken periodisch. Beschreibe mithilfe…

In einem typischen Diagramm werden die Individuenzahlen von Luchs und Schneehase über viele Jahre aufgetragen. Beide Kurven schwanken periodisch. Beschreibe mithilfe deines Wissens über Räuber-Beute-Beziehungen, welche Kurve zuerst ansteigt und welche zeitlich verzögert folgt.

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Üben★★☆Nicht begonnen
Eine Räuber-Beute-Kurve zeigt: Nimmt die Zahl der Beutetiere zu, steigt kurz darauf die Zahl der Räuber. Erkläre den Zusammenhang in vier Schritten (Beute zunimmt,…

Eine Räuber-Beute-Kurve zeigt: Nimmt die Zahl der Beutetiere zu, steigt kurz darauf die Zahl der Räuber. Erkläre den Zusammenhang in vier Schritten (Beute zunimmt, Räuber zunimmt, Beute nimmt ab, Räuber nimmt ab).

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Modell und Wirklichkeit

Die glatte, regelmäßige Kurve ist ein Modell: Es lässt vieles weg, damit man das Prinzip erkennt. In der Natur sind die Schwankungen unregelmäßiger. Einflüsse sind zum Beispiel:

  • Nahrungsalternativen: Der Fuchs frisst auch Mäuse, Beeren oder Aas. Bricht die Hasenzahl ein, verhungert er nicht sofort.

  • Weitere Räuber: Auch Uhu, Greifvögel oder Marder jagen Hasen.

  • Krankheiten: Seuchen wie Tollwut oder Hasenpest senken Zahlen unabhängig vom Nahrungsangebot.

  • Wetter: Ein nasskalter Frühling lässt viele Junghasen sterben, ein milder Winter hilft beiden Arten.

  • Der Mensch: Jagd, Straßenverkehr und Lebensraumverlust.

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Die Räuber-Beute-Kurve ist ein Modell. Erläutere, welche Faktoren in der Wirklichkeit dazu führen, dass reale Populationen weniger regelmäßig schwanken…

Die Räuber-Beute-Kurve ist ein Modell. Erläutere, welche Faktoren in der Wirklichkeit dazu führen, dass reale Populationen weniger regelmäßig schwanken (Nahrungsalternativen, Krankheiten, Wetter, weitere Räuber).

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In einem Revier verschwinden die Füchse nach Jagd und Tollwut fast vollständig. Prognostiziere die Entwicklung der Population der Feldhasen und begründe. Zeige Grenzen…

In einem Revier verschwinden die Füchse nach Jagd und Tollwut fast vollständig. Prognostiziere die Entwicklung der Population der Feldhasen und begründe. Zeige Grenzen deiner Prognose auf.

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Jahreszeiten im Laubwald

Ein Laubwald (z. B. Buchenwald in der Eifel oder im Teutoburger Wald) verändert sich im Jahreslauf, weil sich die abiotischen Faktoren Licht, Temperatur und Wasser ändern.

Jahreszeit Pflanzen Tiere
Frühling Austrieb, Frühblüher (Buschwindröschen) nutzen das Licht am Boden Vögel brüten, Jungtiere werden geboren
Sommer dichtes Laub, viel Fotosynthese, Boden schattig viele Insekten, Nahrung reichlich
Herbst Laubfärbung, Blattfall, Früchte Vorräte anlegen, Zugvögel ziehen ab
Winter Bäume kahl, Ruhephase Winterschlaf, Winterruhe, Vogelzug

Überwinterung bei Tieren

  • Winterschlaf (Igel): Körpertemperatur und Herzschlag sinken stark, das Tier lebt von Fettreserven und schläft durchgehend.

  • Winterruhe (Eichhörnchen): Das Tier schläft viel, wacht aber zwischendurch auf und frisst von angelegten Vorräten. Die Körpertemperatur bleibt fast normal.

  • Vogelzug (Kranich, Rauchschwalbe): Die Vögel fliegen in wärmere Gebiete mit mehr Nahrung.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne drei jahreszeitliche Veränderungen in einem Laubwald in NRW (z. B. bei Pflanzen und Tieren).

Nenne drei jahreszeitliche Veränderungen in einem Laubwald in NRW (z. B. bei Pflanzen und Tieren).

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Üben★☆☆Nicht begonnen
Erkläre, warum Laubbäume im Herbst ihre Blätter abwerfen.

Erkläre, warum Laubbäume im Herbst ihre Blätter abwerfen.

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Üben★★☆Nicht begonnen
Beschreibe, wie Tiere wie Igel, Zugvögel und Eichhörnchen auf den Winter reagieren, und ordne ihre Strategien (Winterschlaf, Winterruhe, Vogelzug) zu.

Beschreibe, wie Tiere wie Igel, Zugvögel und Eichhörnchen auf den Winter reagieren, und ordne ihre Strategien (Winterschlaf, Winterruhe, Vogelzug) zu.

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Beobachten und Auswerten

Jahreszeitliche Veränderungen untersuchst du kriteriengeleitet: Du legst vorher fest, was du misst (z. B. Lufttemperatur, Laubfärbung, Zahl der Vogelarten), wo und wie oft (z. B. jeden Monat am selben Ort).

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Ein Schüler dokumentiert über ein Jahr in einem Park in Aachen jeden Monat die Lufttemperatur, Laubfärbung und die Zahl der beobachteten Vogelarten. Beschreibe, wie er…

Ein Schüler dokumentiert über ein Jahr in einem Park in Aachen jeden Monat die Lufttemperatur, Laubfärbung und die Zahl der beobachteten Vogelarten. Beschreibe, wie er die Daten tabellarisch und grafisch darstellen kann, und erkläre, welche Zusammenhänge sich vermuten lassen.

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Stoffkreislauf und Energiefluss im Laubwald

Im Laubwald bauen Produzenten (Bäume, Kräuter) mit Licht aus Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralstoffen Traubenzucker und Pflanzenmasse auf. Konsumenten (Reh als Konsument 1. Ordnung, Fuchs als Konsument 2. Ordnung) fressen Pflanzen oder Tiere. Destruenten (Pilze, Bakterien, Regenwürmer) zersetzen Laub und Tierreste und setzen Mineralstoffe und Kohlenstoffdioxid frei. Die Pflanzen nehmen beides wieder auf.

Stoffkreislauf im Laubwald: Produzenten, Konsumenten und Destruenten mit Pfeilen und Mineralstoffen; Sonnenenergie kommt hinein, Wärme geht heraus. Produzenten Konsumenten Destruenten Mineralstoffe Sonnenenergie Wärme (Energie)

Die Pfeile zeigen den Weg der Stoffe: Produzenten → Konsumenten → Destruenten → Mineralstoffe → Produzenten. Auch von den Produzenten führt ein Pfeil direkt zu den Destruenten, denn abgestorbene Pflanzenteile zersetzen sie ebenfalls. Energie dagegen wird nicht im Kreis geführt: Lichtenergie wird in chemisch gebundene Energie umgewandelt, bei jedem Lebensvorgang wird ein Teil als Wärme abgegeben und kann nicht wieder genutzt werden. Das gilt für alle Ebenen: Produzenten, Konsumenten und Destruenten geben Wärme ab (im Bild nur als ein Pfeil gezeichnet). Auch die Produzenten und die Konsumenten liefern Reste, die die Destruenten zersetzen. Deshalb braucht das Ökosystem ständig neue Sonnenenergie.

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Im Rahmen einer Präsentation sollst du den Stoffkreislauf in einem Laubwald (Produzenten, Konsumenten, Destruenten, Mineralstoffe) darstellen. Entwirf eine Gliederung in…

Im Rahmen einer Präsentation sollst du den Stoffkreislauf in einem Laubwald (Produzenten, Konsumenten, Destruenten, Mineralstoffe) darstellen. Entwirf eine Gliederung in Worten mit den wichtigsten Pfeilen, begründe die Auswahl und erkläre, warum Energie anders als Stoffe nicht im Kreislauf geführt wird.

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Zurück zum Anfang: Die Fuchs- und Hasenzahlen schwanken, weil beide voneinander abhängen und zusätzlich Wetter, Krankheiten und Nahrung wirken. Der Wald verändert sich mit dem Licht- und Temperaturangebot der Jahreszeiten.

Auf einen Blick

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