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Realschule 7 · Biologie
Biologie Klasse 7: Ergänzende Themen aus dem Lehrplan · Allergien, Diabetes und Impfungen

Allergien

Lena aus Köln liebt den Frühling. Doch sobald die Birken blühen, laufen ihr die Augen und die Nase. Als Kind hatte sie nie Beschwerden. Pollen sind doch harmlos – warum reagiert ihr Körper dann so heftig? Am Ende dieser Seite kannst du Lenas Fall erklären.

Was ist eine Allergie?

Dein Immunsystem schützt dich vor Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. Bei einer Allergie richtet sich die Abwehr gegen einen Stoff, der eigentlich ungefährlich ist, zum Beispiel Blütenstaub. Das Immunsystem „irrt sich" also. Die gebildeten Antikörper setzen sich an bestimmte Zellen (Mastzellen). Bei erneutem Kontakt setzen diese Zellen Histamin frei.

Typische Allergene sind Pollen (Birke, Hasel, Gräser), Hausstaub und Milben, Tierhaare, Schimmelpilze, Insektengift, aber auch Nahrungsmittel wie Erdnüsse, Nüsse oder Kuhmilch.

Ein Krankheitserreger dagegen ist ein Lebewesen oder Virus, das den Körper wirklich schädigen kann. Gegen ihn ist eine Abwehr sinnvoll. Gegen ein Allergen ist sie überflüssig.

Beim Heuschnupfen reagieren Nase und Augen auf Pollen. Typische Symptome sind:

  • Niesen und laufende oder verstopfte Nase

  • juckende, tränende, gerötete Augen

  • Juckreiz im Rachen, manchmal Husten

Vergleich: Ein Krankheitserreger wird bekämpft, ein harmloses Allergen löst eine Überreaktion aus Krankheitserreger Allergen Antikörper Histamin Bakterium Pollen (harmlos) sinnvolle Abwehr Überreaktion durch Mastzellen
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Nenne drei typische Auslöser (Allergene) von Allergien und zwei typische Symptome eines Heuschnupfens.

Nenne drei typische Auslöser (Allergene) von Allergien und zwei typische Symptome eines Heuschnupfens.

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Erkläre den Unterschied zwischen einem Allergen und einem Krankheitserreger.

Erkläre den Unterschied zwischen einem Allergen und einem Krankheitserreger.

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Wie entsteht eine Allergie?

Eine Allergie entsteht in zwei Schritten.

Das Immunsystem „erinnert" sich also an das Allergen, ähnlich wie bei den Gedächtniszellen nach einer Infektion. Nur ist das Ergebnis hier nicht Schutz, sondern Beschwerden.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Bringe die Schritte einer Allergieentstehung in die richtige Reihenfolge: A: Bei erneutem Kontakt werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt. B: Das Immunsystem bildet…

Bringe die Schritte einer Allergieentstehung in die richtige Reihenfolge:

  • A: Bei erneutem Kontakt werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt.

  • B: Das Immunsystem bildet Antikörper gegen ein eigentlich harmloses Allergen.

  • C: Es treten Symptome wie Niesen und Juckreiz auf.

  • D: Erster Kontakt mit dem Allergen, zum Beispiel mit Birkenpollen.

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Lena aus Köln bekommt jedes Frühjahr Heuschnupfen. Als Kind hatte sie nie Symptome. a) Erkläre, warum bei Lena beim ersten Kontakt mit Pollen keine Symptome auftraten.…

Lena aus Köln bekommt jedes Frühjahr Heuschnupfen. Als Kind hatte sie nie Symptome.

  1. a) Erkläre, warum bei Lena beim ersten Kontakt mit Pollen keine Symptome auftraten.
  2. b) Erkläre, warum die Symptome später innerhalb von Minuten auftreten.
  3. c) Nenne zwei Möglichkeiten, wie Lena ihre Beschwerden verringern kann.
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Immunantwort und Allergie im Vergleich

Abwehr eines Erregers Allergische Reaktion
Auslöser Bakterien, Viren … harmloses Allergen
Nutzen schützt vor Krankheit kein Nutzen, schadet
Antikörper werden gebildet werden gebildet
Gedächtnis Gedächtniszellen, schnelle Abwehr Sensibilisierung, schnelle Reaktion
Folge Erreger werden beseitigt Symptome wie Juckreiz, Niesen

Gemeinsam ist beiden der Ablauf: Erstkontakt, Bildung von Antikörpern, schnellere Reaktion beim zweiten Mal. Der Unterschied liegt im Auslöser und im Nutzen.

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Vergleiche die Immunantwort gegen einen Krankheitserreger mit der allergischen Reaktion. Nenne je zwei Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Vergleiche die Immunantwort gegen einen Krankheitserreger mit der allergischen Reaktion. Nenne je zwei Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

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Diagnose und Behandlung

Ob und wogegen jemand allergisch ist, findet die Ärztin oder der Arzt mit einem Pricktest heraus. Auf die Haut des Unterarms werden Tropfen verschiedener Allergenlösungen gegeben. Die Haut wird darunter leicht angeritzt. Nach etwa 15 Minuten gilt: Bildet sich an einer Stelle eine Quaddel (juckende Schwellung mit Rötung), ist die Person gegen diesen Stoff sensibilisiert.

Zur Kontrolle gehört immer eine Negativkontrolle (Kochsalzlösung): Sie darf nicht reagieren. Würde sie reagieren, wäre die Haut allgemein zu empfindlich, und das Ergebnis wäre nicht aussagekräftig.

Pricktest am Unterarm mit Quaddeln bei Hasel und Birke, keine Reaktion bei Kochsalzlösung, Gräsern und Hausstaub Kochsalz Hasel Birke Gräser Hausstaub keine Quaddel Quaddel keine keine

Wie kann man Beschwerden verringern?

  • Allergen meiden: Fenster in der Pollenzeit geschlossen halten, Haare abends waschen, Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beachten.

  • Antihistaminika (Tabletten, Augentropfen, Nasenspray aus der Apotheke): Sie blockieren die Wirkung des Histamins. Sie lindern die Symptome, heilen die Allergie aber nicht.

  • Hyposensibilisierung: Über Jahre bekommt man steigende, kleine Mengen des Allergens gespritzt oder als Tropfen. Das Immunsystem gewöhnt sich daran und reagiert schwächer. Sie wird ärztlich überwacht, weil eine starke Reaktion auftreten kann.

Üben★★☆Nicht begonnen
Bei Lenas Allergietest (Pricktest) werden verschiedene Allergenlösungen auf die Haut getropft und die Haut leicht angeritzt. Bei Hasel und Birke bilden sich nach 15…

Bei Lenas Allergietest (Pricktest) werden verschiedene Allergenlösungen auf die Haut getropft und die Haut leicht angeritzt. Bei Hasel und Birke bilden sich nach 15 Minuten Quaddeln, bei Gräsern und Hausstaub nicht. Als Kontrolle dient eine Kochsalzlösung ohne Reaktion.

  1. a) Werte das Ergebnis aus.
  2. b) Erkläre, wozu die Kochsalzlösung dient.
  3. c) Begründe, warum Lena im Frühjahr am stärksten betroffen ist.
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Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) behandelt Allergien, indem über Jahre hinweg steigende Mengen des Allergens gespritzt werden. a) Beschreibe das…

Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) behandelt Allergien, indem über Jahre hinweg steigende Mengen des Allergens gespritzt werden.

  1. a) Beschreibe das Prinzip dieser Behandlung.
  2. b) Begründe, warum sie unter ärztlicher Aufsicht stattfindet.
  3. c) Erkläre, warum sie sich von der bloßen Gabe von Antihistaminika unterscheidet.
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Gefährliche Allergien und Zusammenhänge

Manche Allergien betreffen nicht nur Nase und Augen. Bei Nahrungsmitteln (z. B. Erdnüsse) oder Insektengift (Wespe) können Botenstoffe im ganzen Körper freigesetzt werden. Das nennt man allergischen Schock (anaphylaktische Reaktion). Gefäße weiten sich stark, der Blutdruck sinkt, Schleimhäute in den Atemwegen schwellen an. Es drohen Atemnot und Kreislaufversagen: Das ist lebensbedrohlich.

Allergien nehmen in Deutschland zu. Studien zeigen: Kinder auf Bauernhöfen haben seltener Heuschnupfen als Stadtkinder. Daraus darf man aber nicht einfach folgern „Bauernhöfe verhindern Allergien". Ein Zusammenhang (Korrelation) ist noch keine Ursache. Mögliche Erklärungen sind der frühe Kontakt mit vielen Mikroorganismen und Tieren oder andere Lebensumstände wie Ernährung und Luftqualität. Um das zu klären, braucht man weitere Untersuchungen.

Zurück zu Lena: Beim ersten Pollenkontakt wurde ihr Immunsystem sensibilisiert, ohne dass sie etwas bemerkte. Seitdem lösen Birkenpollen innerhalb von Minuten die Histaminfreisetzung aus. Lena kann Pollen meiden und Antihistaminika nutzen.

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Ein Kind entwickelt nach dem Verzehr von Erdnüssen plötzlich Atemnot, Schwellungen im Gesicht und Kreislaufprobleme. Der Notarzt gibt Adrenalin. a) Erkläre, warum bei…

Ein Kind entwickelt nach dem Verzehr von Erdnüssen plötzlich Atemnot, Schwellungen im Gesicht und Kreislaufprobleme. Der Notarzt gibt Adrenalin.

  1. a) Erkläre, warum bei einem Erstkontakt meist keine Symptome auftreten und die Reaktion dennoch heftig sein kann.
  2. b) Erkläre, warum diese Reaktion lebensbedrohlich ist.
  3. c) Begründe, warum Menschen mit dieser Allergie ein Notfallset bei sich tragen sollten.
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In Studien erkranken Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Heuschnupfen als Stadtkinder. Ein Journalist schließt: „Bauernhöfe verhindern Allergien." a)…

In Studien erkranken Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Heuschnupfen als Stadtkinder. Ein Journalist schließt: „Bauernhöfe verhindern Allergien."

  1. a) Beschreibe, was die Daten aussagen und was nicht.
  2. b) Nenne zwei mögliche Erklärungen für den Zusammenhang.
  3. c) Beurteile die Aussage des Journalisten.
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Auf einen Blick

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