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Realschule 5 · Biologie
Bestäubung, Verbreitung, Nahrungsketten und Züchtung · Nahrungsketten und Tierverbände

Tierverbände und Kommunikation

Im Frühling summt es im Schulgarten: Dutzende Honigbienen fliegen zum Wiesensalbei und kehren immer wieder zu ihrem Stock zurück. Woher wissen die anderen Bienen, wo es Nahrung gibt? Und warum überleben Bienen nur gemeinsam? Am Ende der Seite kannst du das beantworten.

Tiere im Verband

Manche Tiere leben allein, zum Beispiel der Igel. Andere leben in einer Gruppe, die zusammenhält. Eine solche Gruppe nennt man Tierverband. Beispiele sind die Schafherde, der Fischschwarm, das Wolfsrudel und der Bienenstaat.

Das Leben im Verband bringt Vorteile:

  • Schutz: Viele Augen entdecken Feinde früher.

  • Nahrung: Gemeinsam findet man leichter Futter oder jagt erfolgreicher (Wölfe).

  • Aufzucht: Die Jungtiere werden von mehreren Tieren versorgt und gewärmt.

Es gibt auch Nachteile: Es gibt mehr Streit um Futter, und Krankheiten verbreiten sich schneller.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne zwei Tiere, die in Verbänden leben, und einen Vorteil des Lebens in der Gruppe.

Nenne zwei Tiere, die in Verbänden leben, und einen Vorteil des Lebens in der Gruppe.

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Der Bienenstaat

Ein Bienenvolk ist ein besonders eng organisierter Verband, ein Tierstaat. Im Sommer leben dort etwa 40.000 Honigbienen (Apis mellifera). Es gibt drei Gruppen:

Gruppe Anzahl im Sommer Aufgaben
Königin 1 legt Eier (bis zu 1.500 pro Tag), hält das Volk durch Duftstoffe zusammen
Arbeiterinnen die meisten putzen, füttern die Brut, bauen Waben, bewachen den Stock, sammeln Nektar und Pollen
Drohnen einige hundert (z. B. 500) paaren sich mit jungen Königinnen

Die Arbeiterinnen wechseln ihre Aufgaben mit dem Alter: Zuerst arbeiten sie im Stock, später fliegen sie als Sammelbienen aus. Diese Arbeitsteilung macht das Volk leistungsfähig. Im Herbst werden die Drohnen aus dem Stock vertrieben, im Winter wird das Volk kleiner. Die Arbeiterinnen halten das Volk und die Königin warm, indem sie sich zu einer Traube zusammendrängen.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne die drei Gruppen von Honigbienen in einem Bienenvolk (Königin, Arbeiterinnen, Drohnen) und gib für jede eine Aufgabe an.

Nenne die drei Gruppen von Honigbienen in einem Bienenvolk (Königin, Arbeiterinnen, Drohnen) und gib für jede eine Aufgabe an.

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Üben★★☆Nicht begonnen
Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus etwa 40.000 Tieren. Davon sind 1 Königin und etwa 500 Drohnen, der Rest sind Arbeiterinnen. a) Berechne die Zahl der Arbeiterinnen.…

Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus etwa 40.000 Tieren. Davon sind 1 Königin und etwa 500 Drohnen, der Rest sind Arbeiterinnen.

  1. a) Berechne die Zahl der Arbeiterinnen.
  1. b) Berechne den Anteil der Arbeiterinnen in Prozent. Runde auf eine Nachkommastelle.
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Üben★★★Nicht begonnen
Im Bienenstaat gibt es Arbeitsteilung. Erkläre, warum diese für das Überleben des Volkes im Winter und Sommer wichtig ist, und beurteile, ob eine einzelne Biene allein…

Im Bienenstaat gibt es Arbeitsteilung. Erkläre, warum diese für das Überleben des Volkes im Winter und Sommer wichtig ist, und beurteile, ob eine einzelne Biene allein überlebensfähig wäre.

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Kommunikation bei Tieren

Damit ein Verband zusammenarbeiten kann, müssen sich die Tiere verständigen. Kommunikation heißt: Ein Tier sendet ein Signal, und ein anderes Tier empfängt es und reagiert darauf.

Signale können sein:

  • Laute: Das Heulen der Wölfe, der Warnruf der Amsel.

  • Körperhaltung und Bewegung: Ein Wolf mit eingeklemmter Rute zeigt Unterwerfung, ein Wolf mit gesträubtem Nackenfell droht.

  • Duftstoffe: Die Königin hält das Volk durch ihren Duft zusammen.

  • Tänze: Der Schwänzeltanz der Bienen.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Erkläre, was man unter „Kommunikation“ bei Tieren versteht, und nenne ein Beispiel.

Erkläre, was man unter „Kommunikation“ bei Tieren versteht, und nenne ein Beispiel.

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Der Schwänzeltanz

Hat eine Sammelbiene eine gute Futterquelle gefunden, kehrt sie in den dunklen Stock zurück und tanzt auf der senkrechten Wabe. Sie läuft eine gerade Strecke und wackelt dabei mit dem Hinterleib („Schwänzeln“), dann läuft sie im Halbkreis zurück.

Schwänzeltanz der Biene auf der senkrechten Wabe: Der Schwänzellauf weicht um einen Winkel von der Senkrechten ab SchwänzellaufWinkel Wabe (senkrecht, im dunklen Stock) oben = Richtung der Sonne

Der Tanz enthält Informationen:

  • Richtung: Der Winkel des Schwänzellaufs zur Senkrechten (oben) entspricht dem Winkel zwischen Sonne und Futterquelle. Läuft die Biene genau nach oben, liegt das Futter in Richtung der Sonne.

  • Entfernung: Je länger der Schwänzellauf dauert, desto weiter ist die Futterquelle entfernt.

Die Bienen im Dunkeln ertasten den Tanz mit den Fühlern und nehmen die Schwingungen wahr, folgen der Tänzerin und fliegen dann gezielt zur Futterquelle. Das Volk spart so Zeit und Kraft und sammelt mehr Nahrung.

Üben★★☆Nicht begonnen
Eine Sammelbiene entdeckt eine Futterquelle und tanzt im Stock. a) Beschreibe, wofür der Tanz dient. b) Erkläre, welchen Nutzen der Tanz für das Volk hat.

Eine Sammelbiene entdeckt eine Futterquelle und tanzt im Stock.

  1. a) Beschreibe, wofür der Tanz dient.
  1. b) Erkläre, welchen Nutzen der Tanz für das Volk hat.
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Üben★★★Nicht begonnen
Ein Forscher beobachtet, dass Bienen nach einem Tanz mit Richtung „60° links von der Sonne“ eine Futterquelle ansteuern. Beschreibe, wie er den Zusammenhang zwischen…

Ein Forscher beobachtet, dass Bienen nach einem Tanz mit Richtung „60° links von der Sonne“ eine Futterquelle ansteuern. Beschreibe, wie er den Zusammenhang zwischen Tanz und Fundort mit einem Versuch überprüfen kann (Planung, Kontrolle, Auswertung), und nenne eine Grenze der Aussagekraft.

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Verbände vergleichen

Nicht jeder Verband ist wie ein Bienenstaat. Ein Vergleich nach Kriterien zeigt Unterschiede:

Kriterium Bienenstaat Schafherde Wolfsrudel
Größe bis ca. 40.000 oft viele Dutzend etwa 5–10
Arbeitsteilung stark (Königin, Arbeiterinnen, Drohnen) kaum Jagd gemeinsam, Aufzucht
Kommunikation Duft, Tanz Rufe, Körperhaltung Heulen, Körperhaltung, Mimik
Einzeltier allein lebensfähig? nein ja, aber ungeschützt selten

Beim Wolfsrudel verständigen sich die Tiere bei der Jagd mit Körperhaltung und Lauten, zum Beispiel beim Einkreisen eines Rehs. Bei den Bienen steuern Duft und Tanz die Arbeit im Stock.

Üben★★☆Nicht begonnen
Vergleiche den Verband „Bienenstaat“ mit einer Schafherde. Nenne zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede.

Vergleiche den Verband „Bienenstaat“ mit einer Schafherde. Nenne zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede.

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Üben★★★Nicht begonnen
Ein Rudel Wölfe jagt gemeinsam ein Reh. Erläutere, wie Kommunikation innerhalb des Verbandes (Körperhaltung, Laute) die Jagd unterstützt, und vergleiche mit der…

Ein Rudel Wölfe jagt gemeinsam ein Reh. Erläutere, wie Kommunikation innerhalb des Verbandes (Körperhaltung, Laute) die Jagd unterstützt, und vergleiche mit der Kommunikation der Bienen.

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Zurück zum Anfang: Die Sammelbienen im Schulgarten verraten den anderen durch den Schwänzeltanz, wo Nahrung ist. Allein könnte keine Biene überleben, denn erst die Arbeitsteilung im Volk sichert Brut, Wärme und Futter.

Auf einen Blick

  • Ein Tierverband ist eine Gruppe, die zusammenlebt. Vorteile: Schutz, Nahrungssuche, Aufzucht.

  • Im Bienenstaat gibt es Königin (Eier), Arbeiterinnen (viele Aufgaben) und Drohnen (Paarung).

  • Arbeitsteilung macht das Volk stark; eine Biene allein ist nicht lebensfähig.

  • Kommunikation = Signal senden, empfangen und darauf reagieren (Laute, Körperhaltung, Duft, Tanz).

  • Der Schwänzeltanz verrät Richtung (Winkel zur Sonne) und Entfernung (Dauer des Schwänzellaufs) der Futterquelle.

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