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Realschule 5 · Biologie
Bestäubung, Verbreitung, Nahrungsketten und Züchtung · Nahrungsketten und Tierverbände

Nahrungsketten

Im Stadtpark in Köln sitzt ein Graureiher am Teich und wartet. Plötzlich stößt er zu und fängt einen Stichling. Woher hat der kleine Fisch eigentlich seine Energie? Und was hat das mit den grünen Algen im Wasser zu tun? Am Ende dieser Seite kannst du es erklären.

Produzenten und Konsumenten

Alle Lebewesen brauchen Nahrung. Aber nicht alle bekommen sie auf dieselbe Weise.

Grüne Pflanzen und Algen stellen ihre Nahrung selbst her. Sie brauchen dafür Licht, Wasser und Luft. Deshalb nennt man sie Produzenten („Hersteller“).

Tiere können das nicht. Sie müssen Pflanzen oder andere Tiere fressen. Man nennt sie Konsumenten („Verbraucher“).

Links eine Pflanze mit Sonne als Produzent, rechts ein Reh als Konsument, das die Pflanze frisst Licht Pflanze = Produzent Reh = Konsument

Konsumenten werden nach ihrer Nahrung eingeteilt:

  • Pflanzenfresser (z. B. Reh, Kaninchen, Raupe) fressen Pflanzen.

  • Fleischfresser (z. B. Sperber, Graureiher, Eule) fressen andere Tiere.

  • Allesfresser (z. B. Wildschwein, Mensch, Fuchs, Maus) fressen beides.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Erkläre die Begriffe „Produzent“ und „Konsument“ und gib je ein Beispiel.

Erkläre die Begriffe „Produzent“ und „Konsument“ und gib je ein Beispiel.

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Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne die Rolle (Produzent, Pflanzenfresser, Fleischfresser) von: Eiche, Reh, Wolf.

Nenne die Rolle (Produzent, Pflanzenfresser, Fleischfresser) von: Eiche, Reh, Wolf.

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Die Nahrungskette

Eine Nahrungskette zeigt, wer wen frisst. Man schreibt sie mit Pfeilen.

Beispiel Wiese: Gras → Maus → Fuchs. Das heißt: Gras wird von der Maus gefressen, die Maus wird vom Fuchs gefressen. Der Pfeil zeigt also in die Richtung, in die die Nahrung (und die Energie) wandert.

Die einzelnen Stufen heißen Glieder der Kette:

Glied Name Beispiel
1 Produzent Gras
2 Konsument 1. Ordnung (Pflanzenfresser) Maus
3 Konsument 2. Ordnung (Fleischfresser) Fuchs

Das letzte Glied einer Kette nennt man Endkonsument.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Ordne die Lebewesen Fuchs, Gras und Maus zu einer Nahrungskette. Schreibe die Kette mit Pfeilen und erkläre, was die Pfeile bedeuten.

Ordne die Lebewesen Fuchs, Gras und Maus zu einer Nahrungskette. Schreibe die Kette mit Pfeilen und erkläre, was die Pfeile bedeuten.

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Üben★★☆Nicht begonnen
Im Teich eines Parks in Köln leben Algen, Wasserflöhe, Stichlinge und Graureiher. a) Stelle eine Nahrungskette auf. b) Benenne Produzent sowie Konsumenten 1. und 2.…

Im Teich eines Parks in Köln leben Algen, Wasserflöhe, Stichlinge und Graureiher.

  1. a) Stelle eine Nahrungskette auf.
  1. b) Benenne Produzent sowie Konsumenten 1. und 2. Ordnung und den Endkonsumenten.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Eine Schülerin zeichnet: Fuchs → Maus → Getreide. Prüfe die Richtung der Pfeile, nenne den Fehler und korrigiere die Kette.

Eine Schülerin zeichnet: Fuchs → Maus → Getreide. Prüfe die Richtung der Pfeile, nenne den Fehler und korrigiere die Kette.

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Abhängigkeiten und Nahrungsnetze

Die Glieder einer Kette hängen voneinander ab. Im Laubwald im Teutoburger Wald gilt: Eichenblätter → Raupen → Kohlmeisen → Sperber. Werden die Raupen durch Gift weniger, finden die Kohlmeisen weniger Futter. Dann nehmen auch die Kohlmeisen ab, und zuletzt hat der Sperber weniger zu fressen.

In der Natur frisst ein Tier meist nicht nur eine Sorte Nahrung. Die Maus frisst Samen (Pflanzenteile) und Insekten (Tiere). Sie ist also ein Allesfresser und gehört zu zwei Ketten: Samen → Maus und Insekten → Maus. Der Fuchs frisst Mäuse und Beeren. Auch der Fuchs ist ein Allesfresser. Dann sind die Ketten miteinander verbunden. Das nennt man ein Nahrungsnetz.

Nahrungsnetz: Samen und Insekten werden von der Maus gefressen, Maus von Fuchs und Eule, Beeren vom Fuchs Samen Insekten (vereinfacht) Maus Fuchs Eule Beeren

Ein Nahrungsnetz ist näher an der Wirklichkeit als eine einzelne Kette. Fällt ein Glied weg, können Tiere oft auf andere Nahrung ausweichen. So hängt nicht alles an einem einzigen Tier.

Üben★★☆Nicht begonnen
In einem Laubwald im Teutoburger Wald fressen Raupen Eichenblätter, Kohlmeisen fressen Raupen, und der Sperber frisst Kohlmeisen. a) Stelle die Nahrungskette mit Pfeilen…

In einem Laubwald im Teutoburger Wald fressen Raupen Eichenblätter, Kohlmeisen fressen Raupen, und der Sperber frisst Kohlmeisen.

  1. a) Stelle die Nahrungskette mit Pfeilen dar.
  1. b) Beschreibe, was mit den Kohlmeisen passiert, wenn die Raupen durch Pestizide stark abnehmen.
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Üben★★★Nicht begonnen
Im Wald fressen Mäuse Samen und Insekten, Füchse fressen Mäuse und Beeren, Eulen fressen Mäuse. a) Stelle ein Nahrungsnetz dar (beschreibe es). b) Erkläre, wie sich eine…

Im Wald fressen Mäuse Samen und Insekten, Füchse fressen Mäuse und Beeren, Eulen fressen Mäuse.

  1. a) Stelle ein Nahrungsnetz dar (beschreibe es).
  1. b) Erkläre, wie sich eine starke Abnahme der Mäuse auf Eulen, Füchse und Beeren auswirken kann.
  1. c) Begründe, warum ein Nahrungsnetz die Realität besser abbildet als eine einzelne Kette.
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Energie und Gift in der Kette

Mit der Nahrung wandert Energie von Glied zu Glied. Aber nicht alles kommt an. Ein Tier braucht den größten Teil für Bewegung, Wärme und Wachstum. Nur etwa 10 % der Energie werden an die nächste Stufe weitergegeben.

Deshalb haben Nahrungsketten selten mehr als fünf Glieder: Danach ist so wenig Energie übrig, dass kein Tier mehr davon leben kann.

Auch Gifte wandern durch die Kette. Ein Insektizid nehmen Insekten auf. Ein Kleinvogel frisst viele Insekten und sammelt das Gift in seinem Körper an. Der Falke frisst viele Kleinvögel und sammelt noch mehr. Gifte, die der Körper nicht abbaut, reichern sich so im Endglied am stärksten an. Das war früher der Grund, warum Wanderfalken in Deutschland selten wurden. Schutz: Gefährliche Insektizide verbieten oder weniger spritzen.

Üben★★★Nicht begonnen
In einer Nahrungskette Gras (1.000 Einheiten Energie) → Kaninchen → Fuchs gelangen von jeder Stufe nur etwa 10 % der Energie in die nächste Stufe (Zehnerregel). a)…

In einer Nahrungskette Gras (1.000 Einheiten Energie) → Kaninchen → Fuchs gelangen von jeder Stufe nur etwa 10 % der Energie in die nächste Stufe (Zehnerregel).

  1. a) Berechne die Energie, die beim Kaninchen und beim Fuchs ankommt.
  1. b) Erkläre, warum Nahrungsketten selten mehr als fünf Glieder haben.
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Üben★★★Nicht begonnen
Die Population von Wanderfalken in Deutschland nahm früher stark ab, nachdem sich ein Insektizid in der Nahrungskette Insekt → Kleinvogel → Falke anreicherte. a)…

Die Population von Wanderfalken in Deutschland nahm früher stark ab, nachdem sich ein Insektizid in der Nahrungskette Insekt → Kleinvogel → Falke anreicherte.

  1. a) Erkläre, warum gerade der Falke als Endglied am stärksten betroffen ist.
  1. b) Nenne eine Maßnahme zum Schutz und begründe sie.
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Zurück zum Anfang: Der Stichling frisst Wasserflöhe, und die leben von Algen. Die Energie des Graureihers stammt letztlich von den Algen, die das Licht nutzen.

Auf einen Blick

  • Produzenten (Pflanzen, Algen) stellen Nahrung selbst her. Konsumenten (Tiere) fressen andere Lebewesen.

  • Konsumenten: Pflanzenfresser, Fleischfresser, Allesfresser.

  • Eine Nahrungskette beginnt mit dem Produzenten. Der Pfeil bedeutet „wird gefressen von“.

  • Mehrere verbundene Ketten ergeben ein Nahrungsnetz.

  • Pro Stufe werden nur etwa 10 % der Energie weitergegeben, deshalb sind Ketten kurz.

  • Gifte reichern sich im Endglied an.

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