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Q2 Grundkurs · Chemie
Vorbereitung auf das Abitur Chemie · Reaktionswege in der organischen Chemie und Moderne Werkstoffe

Reaktionsmechanismen: radikalische Substitution und elektrophile Addition

Im Schullabor wird ein Gemisch aus Methan und Chlor im Dunkeln aufbewahrt: Es passiert nichts. Hält man eine starke Lampe daran, verschwindet die gelbgrüne Farbe. Leitet man dagegen Ethen in Bromwasser, entfärbt es sich sofort, auch im Dunkeln. Beide Male verschwindet ein Halogen, aber die Reaktionen laufen völlig verschieden ab. Woran erkennen Sie den Reaktionstyp, und wie lassen sich die Mechanismen erläutern? Das klären wir in diesem Abschnitt Schritt für Schritt.

Radikalische Substitution

Alkane sind gesättigte Kohlenwasserstoffe mit unpolaren C–H- und C–C-Bindungen. Sie reagieren bei Raumtemperatur nicht mit Brom oder Chlor. Erst Licht (oder hohe Temperatur) liefert die nötige Energie: Es kommt zur radikalischen Substitution, bei der ein H-Atom durch ein Halogenatom ersetzt wird.

Die Reaktion verläuft als Kettenreaktion in drei Phasen:

Phasen der radikalischen Substitution von Methan mit Chlor: Start, Kettenfortpflanzung, Abbruch Start (Licht) Cl₂ → 2 Cl· (homolytische Spaltung) Kettenfortpflanzung CH₄ + Cl· → ·CH₃ + HCl ·CH₃ + Cl₂ → CH₃Cl + Cl· (Cl· wird zurückgebildet) Abbruch (zwei Radikale treffen sich) Cl· + Cl· → Cl₂ ·CH₃ + ·CH₃ → C₂H₆ ·CH₃ + Cl· → CH₃Cl

Im Start entstehen Radikale, in der Fortpflanzung werden sie verbraucht und neu gebildet (deshalb „Kette“), im Abbruch verschwinden sie wieder. Das Abbruchprodukt $\mathrm{C_2H_6}$ ist ein Nebenprodukt: Es entsteht nur, wenn zwei Methyl-Radikale aufeinandertreffen.

Gesamtgleichung (Valenzstrichformeln):

$$\mathrm{CH_4 + Cl_2 \xrightarrow{Licht} CH_3Cl + HCl}$$

Das entstehende HCl-Gas färbt feuchtes Indikatorpapier rot. Das ist der Nachweis für eine Substitution: Es entsteht ein Halogenwasserstoff.

Welches H-Atom wird ersetzt?

Bei Propan kann das Halogen am endständigen C-Atom (1-Halogenpropan) oder am mittleren C-Atom (2-Halogenpropan) eintreten. Entscheidend ist die Stabilität des Alkyl-Radikals, das in der Fortpflanzung entsteht: tertiär > sekundär > primär. Alkylgruppen geben Elektronendichte an das Radikal-C-Atom ab (+I-Effekt) und stabilisieren es.

Brom-Radikale reagieren selektiver als Chlor-Radikale: Bei Brom überwiegt das Produkt über das stabilere (sekundäre) Radikal sehr deutlich, bei Chlor nur geringfügig.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Im Schullabor von Lena und Tim wird ein Gemisch aus Methan und Chlor in einem Standzylinder aus Glas aufbewahrt. Im Dunkeln beobachten die beiden keine Veränderung.…

Im Schullabor von Lena und Tim wird ein Gemisch aus Methan und Chlor in einem Standzylinder aus Glas aufbewahrt. Im Dunkeln beobachten die beiden keine Veränderung. Sobald der Zylinder dem Licht einer starken Lampe ausgesetzt wird, verschwindet die gelbgrüne Farbe allmählich. Ein feuchtes Universalindikatorpapier an der Öffnung färbt sich rot.

  1. a) Nennen Sie den Reaktionstyp, der bei der Umsetzung von Methan mit Chlor unter Lichteinwirkung abläuft.
  1. b) Stellen Sie die Reaktionsgleichung für die Bildung von Chlormethan aus Methan und Chlor mit Strukturformeln (Valenzstrichformeln) auf. Nennen Sie das entstehende zweite Produkt und begründen Sie damit die Rotfärbung des Indikatorpapiers.
  1. c) Beschreiben Sie die Rolle des Lichts bei dieser Reaktion.
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Üben★☆☆Nicht begonnen
Die radikalische Substitution von Methan mit Chlor verläuft als Kettenreaktion. Folgende Teilschritte werden formuliert: (1) $\mathrm{Cl_2 \longrightarrow 2\;Cl\cdot}$…

Die radikalische Substitution von Methan mit Chlor verläuft als Kettenreaktion. Folgende Teilschritte werden formuliert:

(1) $\mathrm{Cl_2 \longrightarrow 2\;Cl\cdot}$

(2) $\mathrm{CH_4 + Cl\cdot \longrightarrow \cdot CH_3 + HCl}$

(3) $\mathrm{\cdot CH_3 + Cl_2 \longrightarrow CH_3Cl + Cl\cdot}$

(4) $\mathrm{\cdot CH_3 + \cdot CH_3 \longrightarrow C_2H_6}$

  1. a) Ordnen Sie die Teilschritte (1) bis (4) den Phasen Start, Kettenfortpflanzung und Abbruch zu.
  1. b) Begründen Sie, warum Schritt (4) bei der Kettenreaktion ein Nebenprodukt liefert, und nennen Sie dieses.
  1. c) Erklären Sie, warum bei der Chlorierung von Methan neben Chlormethan auch Dichlormethan entstehen kann.
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Üben★★☆Nicht begonnen
In einem Labor wird Chlormethan durch Bestrahlung eines Gemisches aus Methan und Chlor hergestellt. Eingesetzt werden $3{,}20\,\mathrm{g}$ Methan und Chlor im…

In einem Labor wird Chlormethan durch Bestrahlung eines Gemisches aus Methan und Chlor hergestellt. Eingesetzt werden $3{,}20\,\mathrm{g}$ Methan und Chlor im Überschuss. Man erhält $7{,}07\,\mathrm{g}$ Chlormethan. Es gilt $M(\mathrm{CH_4}) = 16{,}0\,\mathrm{g/mol}$, $M(\mathrm{CH_3Cl}) = 50{,}5\,\mathrm{g/mol}$.

  1. a) Berechnen Sie die theoretisch mögliche Masse an Chlormethan sowie die Ausbeute $\eta$ der Reaktion.
  1. b) Berechnen Sie die Masse an Chlorwasserstoff, die bei dieser Ausbeute entstanden ist. Nehmen Sie an, dass ausschließlich Chlormethan gebildet wurde. Es gilt $M(\mathrm{HCl}) = 36{,}5\,\mathrm{g/mol}$.
  1. c) In technischen Verfahren setzt man häufig Methan im Überschuss ein. Erklären Sie diese Maßnahme anhand des Reaktionsmechanismus.
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Üben★★★Nicht begonnen
Bei der Bestrahlung eines Gemisches aus Propan und einem Halogen entstehen jeweils 1-Halogenpropan und 2-Halogenpropan. Die Produktverteilung wurde für zwei Halogene…

Bei der Bestrahlung eines Gemisches aus Propan und einem Halogen entstehen jeweils 1-Halogenpropan und 2-Halogenpropan. Die Produktverteilung wurde für zwei Halogene bestimmt (Anteile der Monosubstitutionsprodukte):

Halogen 1-Halogenpropan 2-Halogenpropan
Chlor 45 % 55 %
Brom 3 % 97 %
  1. a) Beschreiben Sie die Daten der Tabelle.
  1. b) Erläutern Sie, wie in der Kettenfortpflanzung beide Isomere des Halogenpropans aus Propan entstehen können. Formulieren Sie die jeweiligen Teilschritte mit Propyl-Radikalen.
  1. c) Die Stabilität der entstehenden Radikale nimmt vom primären zum sekundären Kohlenstoffatom hin zu. Erklären Sie damit die Tabellenwerte und beurteilen Sie, welches Halogen sich zur gezielten Herstellung von 2-Halogenpropan besser eignet.
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Elektrophile Addition

Alkene besitzen eine C=C-Doppelbindung. Sie besteht aus einer σ-Bindung und einer π-Bindung. Die π-Elektronen liegen außerhalb der Kernverbindungsachse, sind leicht zugänglich und werden schwächer gebunden. Die Doppelbindung ist daher eine Stelle hoher Elektronendichte und wird von Elektrophilen angegriffen (Teilchen, die ein Elektronenpaar aufnehmen wollen). Dabei wird die π-Bindung gespalten, und zwei neue σ-Bindungen entstehen: Es ist eine Addition.

Die Reaktion benötigt weder Licht noch Wärme. Sie läuft bei Raumtemperatur auch im Dunkeln ab.

Addition von Brom an Ethen

Das unpolare $\mathrm{Br_2}$-Molekül wird polarisiert, wenn es sich der Elektronenwolke der Doppelbindung nähert: Das nähere Br-Atom wird $\delta^+$, das ferne $\delta^-$.

Addition von Halogenwasserstoff an Propen

Bei Propen ist die Doppelbindung unsymmetrisch. Zwei Produkte wären möglich: 1-Brompropan und 2-Brompropan. Beobachtet wird fast nur 2-Brompropan.

Mechanismus: Das $\delta^+$-H-Atom des HBr wird vom π-Elektronenpaar angegriffen. Ein C-Atom bindet das H-Atom, das andere wird zum Carbenium-Ion. Anschließend lagert sich $\mathrm{Br^-}$ an das positive C-Atom an.

Es gibt zwei mögliche Zwischenstufen:

Stabilität von Carbenium-Ionen: primär weniger stabil als sekundär, tertiär am stabilsten primär R–CH₂⁺ sekundär R₂CH⁺ tertiär R₃C⁺ Stabilität der Zwischenstufe nimmt zu
  • Primäres Carbenium-Ion $\mathrm{CH_3{-}CH_2{-}CH_2^+}$ (führt zu 1-Brompropan): Das positive C-Atom trägt nur eine Alkylgruppe.

  • Sekundäres Carbenium-Ion $\mathrm{CH_3{-}CH^+{-}CH_3}$ (führt zu 2-Brompropan): Zwei Alkylgruppen geben Elektronendichte ab (+I-Effekt) und verteilen die positive Ladung.

Die stabilere Zwischenstufe entsteht schneller. Deshalb ist 2-Brompropan das Hauptprodukt. Die bekannte „Markownikow-Regel“ ist nur die Folge dieser Überlegung: Das H-Atom lagert sich an das C-Atom mit mehr H-Atomen an.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Bromwasser ist eine gelbbraune Lösung von Brom in Wasser. Leitet man im Dunkeln Ethen in Bromwasser, so entfärbt sich die Lösung sofort. Leitet man Ethan unter gleichen…

Bromwasser ist eine gelbbraune Lösung von Brom in Wasser. Leitet man im Dunkeln Ethen in Bromwasser, so entfärbt sich die Lösung sofort. Leitet man Ethan unter gleichen Bedingungen ein, bleibt die Farbe erhalten.

  1. a) Stellen Sie die Reaktionsgleichung für die Reaktion von Ethen mit Brom mit Strukturformeln auf und benennen Sie das Produkt.
  1. b) Nennen Sie den Reaktionstyp und die Atombindung im Ethen-Molekül, die für diese Reaktion verantwortlich ist.
  1. c) Erklären Sie, weshalb die Reaktion mit Bromwasser als Nachweis für Alkene geeignet ist.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Propen reagiert mit Bromwasserstoff zu 2-Brompropan als Hauptprodukt. 1-Brompropan entsteht nur in Spuren. Bei der Reaktion verläuft die Anlagerung zweistufig über eine…

Propen reagiert mit Bromwasserstoff zu 2-Brompropan als Hauptprodukt. 1-Brompropan entsteht nur in Spuren. Bei der Reaktion verläuft die Anlagerung zweistufig über eine Zwischenstufe mit positiv geladenem Kohlenstoffatom.

  1. a) Erläutern Sie den Mechanismus der Reaktion von Propen mit Bromwasserstoff. Verwenden Sie Elektronenpaar-Verschiebungspfeile, Partialladungen $\delta^+$/$\delta^-$ und geben Sie die Zwischenstufe an.
  1. b) Erklären Sie, weshalb 2-Brompropan Hauptprodukt ist. Berücksichtigen Sie dabei die beiden möglichen Carbenium-Ionen und den Einfluss der Alkylgruppen auf deren Stabilität.
  1. c) Leitet man Ethen in Bromwasser, das zusätzlich Natriumchlorid gelöst enthält, so findet man neben 1,2-Dibromethan auch 1-Brom-2-chlorethan. Erklären Sie diese Beobachtung mithilfe des Mechanismus der elektrophilen Addition.
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Üben★★★Nicht begonnen
Ein Schüler behauptet: „Brom reagiert mit Alkanen und Alkenen, daher ist die Entfärbung von Bromwasser kein Nachweis für Alkene.“ Zur Überprüfung werden Ethan und Ethen…

Ein Schüler behauptet: „Brom reagiert mit Alkanen und Alkenen, daher ist die Entfärbung von Bromwasser kein Nachweis für Alkene.“ Zur Überprüfung werden Ethan und Ethen im Dunkeln und im Licht mit Bromwasser getestet:

Gas Dunkelheit helles Licht
Ethan keine Entfärbung sehr langsame Entfärbung, saures Gas
Ethen sofortige Entfärbung sofortige Entfärbung, kein saures Gas
  1. a) Erläutern Sie die Polarisierung eines Brom-Moleküls bei Annäherung an die Doppelbindung des Ethens und ihre Bedeutung für den ersten Schritt der Reaktion.
  1. b) Stellen Sie die Gleichungen der beiden Reaktionen von Ethan und von Ethen mit Brom auf. Geben Sie jeweils den Reaktionstyp an und begründen Sie die unterschiedlichen Reaktionsbedingungen.
  1. c) Beurteilen Sie die Behauptung des Schülers anhand der Messwerte und formulieren Sie Bedingungen, unter denen die Entfärbung von Bromwasser als Nachweis für Alkene sinnvoll ist.
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Reaktionstyp bestimmen

In Aufgaben müssen Sie oft aus Beobachtungen auf den Reaktionstyp schließen. Dafür helfen drei Fragen:

Frage Substitution Addition
Bedingung Licht nötig (radikalisch) auch im Dunkeln
Entsteht HX-Gas? (Indikatorpapier rot) ja nein
Stoffmengenverhältnis Edukt : Halogen 1 : 1 je ersetztem H-Atom (Mehrfachsubstitution möglich) 1 : 1 je C=C-Doppelbindung

Bromwasser-Test: Entfärbt sich Bromwasser sofort im Dunkeln und ohne saures Gas, liegt eine C=C-Doppelbindung (oder Dreifachbindung) vor. Ein Alkan entfärbt Bromwasser im Dunkeln nicht.

Üben★★☆Nicht begonnen
Eine Schülergruppe untersucht zwei farblose Flüssigkeiten, Hexan (Probe A) und Hex-1-en (Probe B), mit Brom. Die Versuchsbedingungen und Beobachtungen sind in der…

Eine Schülergruppe untersucht zwei farblose Flüssigkeiten, Hexan (Probe A) und Hex-1-en (Probe B), mit Brom. Die Versuchsbedingungen und Beobachtungen sind in der Tabelle zusammengefasst.

Probe Bedingungen Beobachtung
A: Hexan + Brom Dunkelheit, 10 min keine Veränderung
A: Hexan + Brom helles Licht, 10 min Entfärbung, farbloses Gas, das feuchtes Indikatorpapier rot färbt
B: Hex-1-en + Brom Dunkelheit, sofort Entfärbung, kein Gas
  1. a) Bestimmen Sie für beide Proben jeweils den Reaktionstyp und begründen Sie Ihre Zuordnung anhand der Beobachtungen.
  1. b) Stellen Sie die Reaktionsgleichungen für die Umsetzung von Hexan zu einem Monobromhexan (z. B. 1-Bromhexan) und von Hex-1-en zu 1,2-Dibromhexan mit Halbstrukturformeln auf.
  1. c) Erklären Sie, weshalb bei Probe A ein Gas entsteht, bei Probe B jedoch nicht.
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Üben★★★Nicht begonnen
Ein unbekannter Kohlenwasserstoff Z hat die Summenformel $\mathrm{C_4H_8}$. Es werden folgende Untersuchungen durchgeführt: Versuch 1: $0{,}70\,\mathrm{g}$ von Z…

Ein unbekannter Kohlenwasserstoff Z hat die Summenformel $\mathrm{C_4H_8}$. Es werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Versuch 1: $0{,}70\,\mathrm{g}$ von Z entfärben im Dunkeln vollständig eine Lösung, die $2{,}00\,\mathrm{g}$ Brom enthält. Dabei entsteht kein Gas.

  • Versuch 2: Als einziges Produkt der Reaktion von Z mit Brom wird 2,3-Dibrombutan nachgewiesen.

Es gilt $M(\mathrm{C_4H_8}) = 56{,}0\,\mathrm{g/mol}$ und $M(\mathrm{Br_2}) = 159{,}8\,\mathrm{g/mol}$.

  1. a) Bestimmen Sie das Stoffmengenverhältnis $n(\mathrm{Z}) : n(\mathrm{Br_2})$ und schließen Sie daraus auf den Reaktionstyp und die Anzahl der Mehrfachbindungen in Z.
  1. b) Zeichnen Sie die Strukturformeln aller Alkene mit der Summenformel $\mathrm{C_4H_8}$ einschließlich der cis-trans-Isomere.
  1. c) Leiten Sie mithilfe von Versuch 2 ab, um welche(n) Stoff(e) es sich bei Z handeln kann. Begründen Sie, warum Versuch 1 allein dafür nicht ausreicht.
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Auf einen Blick

  • Radikalische Substitution: Alkan + Halogen, Licht nötig. Kettenreaktion aus Start, Fortpflanzung und Abbruch. Produkte: Halogenalkan und Halogenwasserstoff. Mehrfachsubstitution und Nebenprodukte (z. B. Ethan) sind möglich.

  • Selektivität: Stabilere Radikale (tertiär > sekundär > primär) bilden sich bevorzugt. Brom ist selektiver als Chlor.

  • Elektrophile Addition: Alkene reagieren auch im Dunkeln. Das Elektrophil greift die π-Bindung an, es entsteht eine Zwischenstufe (Carbenium-Ion bzw. Bromonium-artig), dann folgt die Anlagerung des Anions.

  • Bei unsymmetrischen Alkenen entsteht bevorzugt das Produkt über das stabilere Carbenium-Ion (z. B. 2-Brompropan aus Propen).

  • Reaktionstyp bestimmen: Licht, Halogenwasserstoff (Indikatorpapier) und Stoffmengenverhältnis geben Auskunft. Bromwasser entfärbt sich im Dunkeln nur bei C=C-Mehrfachbindungen.

  • Ausbeute: $\eta = \dfrac{m_{\text{real}}}{m_{\text{theor}}}$

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