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Q1 Leistungskurs · Chemie
Chemische Umwandlungen · Oxidation und Reduktion

Galvanische Zellen, Potenziale und Freiwilligkeit

Taucht man ein Zinkblech in eine blaue Kupfersulfat-Lösung, überzieht es sich nach kurzer Zeit mit rotbraunem Kupfer, die Lösung verblasst und das Gefäß erwärmt sich. Die Elektronen gehen direkt von Zink-Atomen auf Kupfer-Ionen über, und die Energie wird nur als Wärme frei. Wie kann man diese Elektronen zwingen, durch einen Draht zu fließen, sodass man elektrische Energie nutzen kann?

Aufbau der galvanischen Zelle

Trennt man die beiden Teilreaktionen räumlich, müssen die Elektronen den Weg über einen äußeren Stromkreis nehmen. Genau das geschieht in einer galvanischen Zelle (galvanisches Element), zum Beispiel im Daniell-Element.

Dazu braucht man zwei Dinge. Erstens muss die Elektronenleitung im Metall möglich sein: Im Metallgitter sind die Valenzelektronen frei beweglich (Elektronengasmodell). Zweitens müssen in der Lösung bewegliche, hydratisierte Ionen den Stromkreis schließen.

Im Daniell-Element gibt das unedlere Zink Elektronen ab: Anode (Minuspol): $\mathrm{Zn \rightarrow Zn^{2+} + 2\,e^-}$. Die Kupfer-Ionen nehmen sie auf: Kathode (Pluspol): $\mathrm{Cu^{2+} + 2\,e^- \rightarrow Cu}$.

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Es liegt ein galvanisches Daniell-Element vor, bestehend aus einer Zinkelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{ZnSO_4}$ und einer Kupferelektrode in…

Es liegt ein galvanisches Daniell-Element vor, bestehend aus einer Zinkelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{ZnSO_4}$ und einer Kupferelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{CuSO_4}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$. Die Standardreduktionspotenziale betragen $E^\circ(\mathrm{Zn}^{2+}/\mathrm{Zn}) = -0{,}76\text{ V}$ und $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.

  1. a) Geben Sie die konventionelle Zellnotation bzw. das Zelldiagramm an und kennzeichnen Sie Anode und Kathode.
  2. b) Geben Sie das Vorzeichen bzw. die Polarität jeder Elektrode an und begründen Sie kurz, welche Teilreaktion an jeder abläuft.
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Zellschreibweise und Berechnung der Zellspannung

Für galvanische Zellen gibt es eine Kurzschreibweise. Links steht die Anode, rechts die Kathode, in der Mitte die Salzbrücke.

Schema der Zellschreibweise einer Zink-Kupfer-Zelle mit Anode, Salzbrücke, Kathode und den beiden Halbzellen. Zn | Zn²⁺ || Cu²⁺ | Cu Anode Oxidation Salzbrücke Kathode Reduktion Zn-Halbzelle Cu-Halbzelle
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Betrachten Sie eine galvanische Zelle unter Standardbedingungen ($25\text{ }^\circ\mathrm{C}$, Konzentrationen $1{,}0\text{ M}$), der die Gesamtreaktion…

Betrachten Sie eine galvanische Zelle unter Standardbedingungen ($25\text{ }^\circ\mathrm{C}$, Konzentrationen $1{,}0\text{ M}$), der die Gesamtreaktion $\mathrm{Cu(s)} + 2\,\mathrm{Ag^+}(\text{aq}) \rightarrow \mathrm{Cu}^{2+}(\text{aq}) + 2\,\mathrm{Ag(s)}$ zugrunde liegt. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}) = +0{,}80\text{ V}$ und $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.

  1. a) Berechnen Sie die Standard-Zellspannung (elektromotorische Kraft) der Zelle, $E^\circ_{\text{Zelle}}$.
  2. b) Begründen Sie ausführlich, warum das Standardreduktionspotenzial des Paares $\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}$ bei der Berechnung der Zellspannung nicht mit dem stöchiometrischen Koeffizienten 2 multipliziert werden darf.
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Freie Enthalpie und Freiwilligkeit

Die elektrische Arbeit, die eine Zelle maximal liefern kann, hängt mit der freien Enthalpie $G$ zusammen.

Potenzialachse: negative Werte von E° gehören zu nicht freiwilligen Reaktionen (ΔG° größer 0), positive zu freiwilligen (ΔG° kleiner 0). nicht freiwillig ΔG° > 0 freiwillig ΔG° < 0 ΔE° ΔE° < 0 ΔE° > 0 0 V
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Für eine Zelle aus den Paaren $\mathrm{Ni}^{2+}/\mathrm{Ni}$ und $\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ lautet die freiwillige Gesamtreaktion…

Für eine Zelle aus den Paaren $\mathrm{Ni}^{2+}/\mathrm{Ni}$ und $\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ lautet die freiwillige Gesamtreaktion unter Standardbedingungen $\mathrm{Cd(s)} + \mathrm{Ni}^{2+}(\text{aq}) \rightarrow \mathrm{Cd}^{2+}(\text{aq}) + \mathrm{Ni(s)}$, wobei die Standard-Zellspannung $E^\circ_{\text{Zelle}} = +0{,}15\text{ V}$ beträgt. Gegeben: Faraday-Konstante $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.

  1. a) Bestimmen Sie den Wert der Standard-Gibbs-Energie-Änderung, $\Delta G^\circ$, in $\text{kJ}\cdot\text{mol}^{-1}$.
  2. b) Leiten Sie das Kriterium der Freiwilligkeit aus dem Vorzeichen von $\Delta G^\circ$ und $E^\circ_{\text{Zelle}}$ her.
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Die Durchführbarkeit einer Zelle auf Grundlage der Standardpaare $\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}$ und $\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$…

Die Durchführbarkeit einer Zelle auf Grundlage der Standardpaare $\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}$ und $\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ wird untersucht, wobei die Reaktanden unter Standardbedingungen vorliegen. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}) = +0{,}77\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}) = +0{,}54\text{ V}$; $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.

  1. a) Stellen Sie die ausgeglichene Gleichung der unter Standardbedingungen freiwillig ablaufenden Redoxreaktion auf, benennen Sie das Oxidationsmittel und das Reduktionsmittel und berechnen Sie $E^\circ_{\text{Zelle}}$ und $\Delta G^\circ$.
  2. b) Ein Schüler behauptet, die Reaktion sei wegen $\Delta G^\circ < 0$ bei jeder Konzentration und in jedem experimentellen Zusammenhang immer freiwillig. Begründen Sie, warum diese Aussage falsch ist, indem Sie den Unterschied zwischen $\Delta G^\circ$ und $\Delta G$ analysieren.
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Salzbrücke und Stromrichtung

Du verbindest Zink- und Kupferhalbzelle mit einem Draht und einem Voltmeter. Der Zeiger schlägt kurz aus und fällt sofort auf $0\,\mathrm{V}$. Setzt du aber eine mit Salzlösung gefüllte Salzbrücke zwischen die beiden Lösungen, zeigt das Voltmeter stabil $1{,}10\,\mathrm{V}$. Warum bricht der Elektronenfluss ohne Salzbrücke zusammen?

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Im Labor wird bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ eine galvanische Daniell-Zelle aufgebaut, mit Elektroden aus metallischem Zink und Kupfer, die in $1{,}0\text{ M}$…

Im Labor wird bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ eine galvanische Daniell-Zelle aufgebaut, mit Elektroden aus metallischem Zink und Kupfer, die in $1{,}0\text{ M}$ wässrige Lösungen ihrer jeweiligen Kationen tauchen und über eine Salzbrücke aus $\mathrm{KNO_3}$ verbunden sind. Das Schema des Versuchsaufbaus ist im Folgenden dargestellt:

V e⁻ ? Zn(s) Cu(s) Zn²⁺ (1,0 M) Cu²⁺ (1,0 M) Salzbrücke (KNO₃)

Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Zn}^{2+}/\mathrm{Zn}) = -0{,}76\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.

  1. a) Bestimmen Sie die Standard-Zellspannung der Zelle und geben Sie die richtige Richtung des Elektronenflusses im äußeren metallischen Leiter an.
  2. b) Erklären Sie, welches Teilchen die Ladung durch die Salzbrücke transportiert und in welches Becherglas jeweils die $\mathrm{K^+}$- und die $\mathrm{NO_3^-}$-Ionen wandern, und geben Sie an, warum keine Elektronen durch die Lösung fließen.
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Eine galvanische Zelle wird aufgebaut, indem eine Halbzelle mit einem Chromstab in $\mathrm{Cr(NO_3)3}\text{ }1{,}0\text{ M}$ und eine weitere mit einem Bleistab in…

Eine galvanische Zelle wird aufgebaut, indem eine Halbzelle mit einem Chromstab in $\mathrm{Cr(NO_3)_3}\text{ }1{,}0\text{ M}$ und eine weitere mit einem Bleistab in $\mathrm{Pb(NO_3)_2}\text{ }1{,}0\text{ M}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ verbunden werden, wobei eine mit $\mathrm{NH_4NO_3}$ gesättigte Salzbrücke verwendet wird. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Cr}^{3+}/\mathrm{Cr}) = -0{,}74\text{ V}$, $E^\circ(\mathrm{Pb}^{2+}/\mathrm{Pb}) = -0{,}13\text{ V}$, $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.

  1. a) Stellen Sie die Teilgleichungen von Anode und Kathode sowie die ausgeglichene Gesamtionengleichung auf und berechnen Sie das Standardpotenzial der Zelle.
  2. b) Erklären Sie, wie in jeder Halbzelle die Elektroneutralität aufrechterhalten wird, indem Sie die Bewegung der Ionen der Salzbrücke beschreiben, und berechnen Sie den Wert von $\Delta G^\circ$ für die Gesamtreaktion.
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Vorhersagen mit der Spannungsreihe

Zinkspäne in Salzsäure ($1\,\mathrm{mol\cdot L^{-1}}$) sprudeln heftig und bilden Wasserstoff, eine Kupfermünze in derselben Säure zeigt keine einzige Blase. Welche messbare Größe entscheidet, welche Metalle Elektronen an $\mathrm{H^+}$ abgeben können?

Senkrechte Skala der elektrochemischen Spannungsreihe mit Standardelektrodenpotenzialen, von groß nach klein geordnet. E° groß MnO₄⁻/Mn²⁺ +1,51 V Cl₂/Cl⁻ +1,36 V Fe³⁺/Fe²⁺ +0,77 V Zn²⁺/Zn −0,76 V klein

Für Metalle gilt: Ein Metall mit negativem $E^\circ$ (unedel) löst sich in Säuren unter $\mathrm{H_2}$-Bildung, weil $E^\circ(\mathrm{H^+/H_2}) = 0{,}00\,\mathrm{V}$ größer ist. Ein Metall mit positivem $E^\circ$ (edel), wie Kupfer, tut das nicht. Ebenso scheidet ein unedleres Metall ein edleres aus dessen Salzlösung ab (Hypothese aufstellen, dann im Reagenzglas prüfen).

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Es liegen wässrige Lösungen vor, die Chlorid-Ionen ($\mathrm{Cl^-}$), Bromid-Ionen ($\mathrm{Br^-}$) und Iodid-Ionen ($\mathrm{I^-}$) enthalten, alle mit der…

Es liegen wässrige Lösungen vor, die Chlorid-Ionen ($\mathrm{Cl^-}$), Bromid-Ionen ($\mathrm{Br^-}$) und Iodid-Ionen ($\mathrm{I^-}$) enthalten, alle mit der Konzentration $1{,}0\text{ M}$ und bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$. Es soll ein Oxidationsmittel im Standardzustand ausgewählt werden, das Iodid-Ionen spontan zu molekularem Iod ($\mathrm{I_2}$) und Bromid-Ionen zu flüssigem Brom ($\mathrm{Br_2}$) oxidieren kann, Chlorid-Ionen aber nicht zu gasförmigem Chlor ($\mathrm{Cl_2}$) oxidiert.

Standardreduktionspotenziale bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$:

$E^\circ(\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}) = +0{,}54\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Br_2}/\mathrm{Br^-}) = +1{,}07\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cl_2}/\mathrm{Cl^-}) = +1{,}36\text{ V}$.

Kandidaten für das Oxidationsmittel: $\mathrm{Fe}^{3+}(\text{aq})$ mit $E^\circ(\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}) = +0{,}77\text{ V}$; $\mathrm{IO_3^-}(\text{aq})/\mathrm{I_2(s)}$ in saurer Lösung mit $E^\circ = +1{,}20\text{ V}$; $\mathrm{MnO_4^-}(\text{aq})/\mathrm{Mn}^{2+}(\text{aq})$ in saurer Lösung mit $E^\circ = +1{,}51\text{ V}$.

  1. a) Wählen Sie das geeignete Oxidationsmittel aus und begründen Sie Ihre Wahl durch einen Vergleich der Potenziale der Kandidaten. Berechnen Sie $E^\circ$ und $\Delta G^\circ$ der Reaktion des gewählten Oxidationsmittels mit jedem Halogenid, mit kleinstmöglichen ganzzahligen Koeffizienten.
  2. b) Stellen Sie die ausgeglichene Gesamtreaktion zwischen dem gewählten Oxidationsmittel und dem Bromid-Ion in saurer Lösung auf. Gegeben: $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
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Ein Metallblech, das ein Gemisch aus Cadmium, Silber und Eisen enthält, wird in Säure- und Salzlösungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ getaucht, um…

Ein Metallblech, das ein Gemisch aus Cadmium, Silber und Eisen enthält, wird in Säure- und Salzlösungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ getaucht, um Verdrängungsreaktionen zu untersuchen.

Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}) = +0{,}80\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{H}^+/\mathrm{H_2}) = 0{,}00\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Pb}^{2+}/\mathrm{Pb}) = -0{,}13\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}) = -0{,}40\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Fe}^{2+}/\mathrm{Fe}) = -0{,}44\text{ V}$. Konstante $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.

  1. a) Bestimmen Sie, welche Metalle des Blechs sich in einer wässrigen $1{,}0\text{ M}$ Salzsäure ($\mathrm{HCl}$) unter Standardbedingungen spontan auflösen und dabei Wasserstoffgas freisetzen, und stellen Sie die entsprechenden Reaktionsgleichungen auf.
  2. b) Ein Stück reines metallisches Eisen wird in eine Lösung getaucht, die $\mathrm{Pb}^{2+}$- und $\mathrm{Cd}^{2+}$-Ionen enthält, beide mit der Standardkonzentration $1{,}0\text{ M}$. Begründen Sie quantitativ, ob das Eisen eines, beide oder keines dieser Kationen aus der Lösung verdrängt, und berechnen Sie dazu die Standard-EMK und $\Delta G^\circ$ der spontan ablaufenden Vorgänge. Verwenden Sie das thermodynamische Modell der Standardpotenziale ohne gelösten Sauerstoff, Komplexbildung oder Passivierung; die Vorhersage sagt nichts über die tatsächliche Geschwindigkeit aus.
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Bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ werden die Stabilität des Peroxids und die Oxidation des Kations $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung untersucht. Zur Verfügung stehen…

Bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ werden die Stabilität des Peroxids und die Oxidation des Kations $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung untersucht. Zur Verfügung stehen zwei Reagenzien: Kaliumpermanganat ($\mathrm{KMnO_4}$) und Wasserstoffperoxid ($\mathrm{H_2O_2}$). Die Standardreduktionspotenziale sind bekannt:

$E^\circ(\mathrm{Sn}^{4+}/\mathrm{Sn}^{2+}) = +0{,}15\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{MnO_4^-}/\mathrm{Mn}^{2+}) = +1{,}51\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{O_2}/\mathrm{H_2O_2}) = +0{,}68\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{H_2O_2}/\mathrm{H_2O}) = +1{,}78\text{ V}$. Gegeben: $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.

  1. a) Zeigen Sie anhand der Werte von $E^\circ$ und $\Delta G^\circ$ begründet, ob $\mathrm{H_2O_2}$ unter Standardbedingungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ thermodynamisch stabil gegenüber der Disproportionierung zu Wasser und Sauerstoff ist.
  2. b) Begründen Sie, ob das Ion $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung durch $\mathrm{MnO_4^-}$ zu $\mathrm{Sn}^{4+}$ oxidiert werden kann, und bestimmen Sie das minimale Volumen in $\text{mL}$ an Lösung von $\mathrm{KMnO_4}\text{ }0{,}020\text{ M}$, das nötig ist, um $25{,}0\text{ mL}$ von $\mathrm{Sn}^{2+}\text{ }0{,}050\text{ M}$ vollständig zu oxidieren. Nehmen Sie für die Titration in b) eine quantitative Reduktion des Permanganats zu Mangan(II), überschüssige Schwefelsäure und das Fehlen von Nebenreaktionen an.
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Zurück zum Anfang: Trennt man die beiden Teilreaktionen von Zink und Kupfersulfat durch Draht und Salzbrücke, erhält man die Zellspannung $\Delta E^\circ = 0{,}34\,\mathrm{V} - (-0{,}76\,\mathrm{V}) = +1{,}10\,\mathrm{V}$ und kann die Energie als elektrischen Strom nutzen.

Auf einen Blick

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