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Realschule 8 · Biologie
Biologie Klasse 7: Ergänzende Themen aus dem Lehrplan · Allergien, Diabetes und Impfungen

Allergien

Lena aus Köln liebt den Frühling, doch sobald die Birken blühen, laufen ihr die Augen und die Nase. Ihre Freundin Mia steht direkt neben ihr und merkt nichts. Beide atmen dieselbe Luft mit denselben Pollen. Warum reagiert nur Lena? Und warum hatte sie als kleines Kind keine Beschwerden? Das klärst du auf dieser Seite.

Was ist eine Allergie?

Dein Immunsystem schützt dich vor Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. Manchmal richtet es sich aber gegen Stoffe, die völlig harmlos sind, zum Beispiel gegen Pollen, Tierhaare oder Erdnüsse. Dann spricht man von einer Allergie.

Typische Allergene sind:

  • Pollen von Birke, Hasel und Gräsern (Heuschnupfen)

  • Hausstaubmilben und Tierhaare

  • Nahrungsmittel wie Erdnüsse, Nüsse, Milch oder Eier

  • Insektengift (Wespen, Bienen)

Beim Heuschnupfen treten meist diese Symptome auf: Niesen, Fließschnupfen, juckende und tränende Augen, manchmal Husten.

Vergleich: Ein Krankheitserreger löst eine nützliche Abwehr aus, ein harmloses Allergen eine Überreaktion. Krankheitserreger (z. B. Grippeviren) Allergen (z. B. Birkenpollen) sinnvolle Abwehr Überreaktion
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Nenne drei typische Auslöser (Allergene) von Allergien und zwei typische Symptome eines Heuschnupfens.

Nenne drei typische Auslöser (Allergene) von Allergien und zwei typische Symptome eines Heuschnupfens.

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Erkläre den Unterschied zwischen einem Allergen und einem Krankheitserreger.

Erkläre den Unterschied zwischen einem Allergen und einem Krankheitserreger.

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Wie entsteht eine Allergie?

Eine Allergie entsteht in zwei Schritten. Du kennst aus der Immunabwehr schon Antikörper und das Schlüssel-Schloss-Prinzip: Ein Antikörper passt genau zu einem bestimmten Stoff.

Ablauf einer Allergie: Erstkontakt, Antikörperbildung, Zweitkontakt, Histaminfreisetzung, Symptome. 1. Erstkontakt mit Allergen 2. Antikörper werden gebildet 3. Zweitkontakt mit Allergen 4. Histamin wird frei 5. Symptome: Niesen, Juckreiz
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Bringe die Schritte einer Allergieentstehung in die richtige Reihenfolge: A: Bei erneutem Kontakt werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt. B: Das Immunsystem bildet…

Bringe die Schritte einer Allergieentstehung in die richtige Reihenfolge:

  • A: Bei erneutem Kontakt werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt.

  • B: Das Immunsystem bildet Antikörper gegen ein eigentlich harmloses Allergen.

  • C: Es treten Symptome wie Niesen und Juckreiz auf.

  • D: Erster Kontakt mit dem Allergen, zum Beispiel mit Birkenpollen.

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Lena aus Köln bekommt jedes Frühjahr Heuschnupfen. Als Kind hatte sie nie Symptome. a) Erkläre, warum bei Lena beim ersten Kontakt mit Pollen keine Symptome auftraten.…

Lena aus Köln bekommt jedes Frühjahr Heuschnupfen. Als Kind hatte sie nie Symptome.

  1. a) Erkläre, warum bei Lena beim ersten Kontakt mit Pollen keine Symptome auftraten.
  2. b) Erkläre, warum die Symptome später innerhalb von Minuten auftreten.
  3. c) Nenne zwei Möglichkeiten, wie Lena ihre Beschwerden verringern kann.
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Vergleiche die Immunantwort gegen einen Krankheitserreger mit der allergischen Reaktion. Nenne je zwei Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Vergleiche die Immunantwort gegen einen Krankheitserreger mit der allergischen Reaktion. Nenne je zwei Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

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Allergien erkennen und behandeln

Ob und gegen was jemand allergisch ist, findet man mit einem Pricktest heraus. Der Arzt tropft Allergenlösungen auf den Unterarm und ritzt die Haut leicht an. Gegen ein Allergen, auf das man reagiert, bildet sich nach etwa 15 Minuten eine juckende Quaddel. Als Kontrolle dient eine Kochsalzlösung: Sie darf nichts auslösen. Reagiert die Haut hier doch, ist sie einfach empfindlich und das Ergebnis nicht zuverlässig.

Pricktest am Unterarm mit Hasel, Birke, Gräsern, Hausstaub und Kochsalzlösung als Kontrolle; Quaddeln bei Hasel und Birke. Hasel Birke Gräser Hausstaub Kochsalz Quaddeln

Wie behandelt man Allergien?

  • Allergen meiden, zum Beispiel Fenster in der Pollenzeit geschlossen halten, Pollenvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beachten, Haare abends waschen.

  • Antihistaminika (Tabletten, Nasenspray, Augentropfen) blockieren das Histamin. Sie lindern nur die Symptome.

  • Hyposensibilisierung: Über Jahre werden steigende Mengen des Allergens gespritzt oder als Tropfen gegeben. Das Immunsystem gewöhnt sich daran und reagiert schwächer. Sie wirkt gegen die Ursache und erfolgt unter ärztlicher Aufsicht, weil das Allergen selbst eine starke Reaktion auslösen kann.

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Bei Lenas Allergietest (Pricktest) werden verschiedene Allergenlösungen auf die Haut getropft und die Haut leicht angeritzt. Bei Hasel und Birke bilden sich nach 15…

Bei Lenas Allergietest (Pricktest) werden verschiedene Allergenlösungen auf die Haut getropft und die Haut leicht angeritzt. Bei Hasel und Birke bilden sich nach 15 Minuten Quaddeln, bei Gräsern und Hausstaub nicht. Als Kontrolle dient eine Kochsalzlösung ohne Reaktion.

  1. a) Werte das Ergebnis aus.
  2. b) Erkläre, wozu die Kochsalzlösung dient.
  3. c) Begründe, warum Lena im Frühjahr am stärksten betroffen ist.
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Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) behandelt Allergien, indem über Jahre hinweg steigende Mengen des Allergens gespritzt werden. a) Beschreibe das…

Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) behandelt Allergien, indem über Jahre hinweg steigende Mengen des Allergens gespritzt werden.

  1. a) Beschreibe das Prinzip dieser Behandlung.
  2. b) Begründe, warum sie unter ärztlicher Aufsicht stattfindet.
  3. c) Erkläre, warum sie sich von der bloßen Gabe von Antihistaminika unterscheidet.
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Schwere Allergien und Allergien in der Forschung

Manchmal reagiert der ganze Körper. Bei einer Nahrungsmittelallergie (etwa gegen Erdnüsse) oder einem Insektenstich wird sehr viel Histamin gleichzeitig im ganzen Körper freigesetzt. Die Blutgefäße weiten sich stark, der Blutdruck fällt, die Atemwege schwellen zu. Das nennt man allergischen Schock (Anaphylaxie). Er ist lebensbedrohlich und ein Fall für den Notruf 112.

Menschen mit so einer Allergie tragen ein Notfallset bei sich, meist mit Adrenalin-Pen, Antihistaminikum und Kortison. Adrenalin verengt die Gefäße und öffnet die Atemwege. Es wirkt schnell und überbrückt die Zeit bis zum Notarzt.

Warum nehmen Allergien zu? Studien zeigen: Kinder auf Bauernhöfen haben seltener Heuschnupfen als Stadtkinder. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis für eine Ursache. Mögliche Erklärungen sind der frühe Kontakt mit vielen Mikroorganismen und Tieren oder andere Lebensumstände wie Ernährung. Aussagen wie „Bauernhöfe verhindern Allergien“ gehen deshalb zu weit.

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Ein Kind entwickelt nach dem Verzehr von Erdnüssen plötzlich Atemnot, Schwellungen im Gesicht und Kreislaufprobleme. Der Notarzt gibt Adrenalin. a) Erkläre, warum bei…

Ein Kind entwickelt nach dem Verzehr von Erdnüssen plötzlich Atemnot, Schwellungen im Gesicht und Kreislaufprobleme. Der Notarzt gibt Adrenalin.

  1. a) Erkläre, warum bei einem Erstkontakt meist keine Symptome auftreten und die Reaktion dennoch heftig sein kann.
  2. b) Erkläre, warum diese Reaktion lebensbedrohlich ist.
  3. c) Begründe, warum Menschen mit dieser Allergie ein Notfallset bei sich tragen sollten.
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In Studien erkranken Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Heuschnupfen als Stadtkinder. Ein Journalist schließt: „Bauernhöfe verhindern Allergien." a)…

In Studien erkranken Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Heuschnupfen als Stadtkinder. Ein Journalist schließt: „Bauernhöfe verhindern Allergien."

  1. a) Beschreibe, was die Daten aussagen und was nicht.
  2. b) Nenne zwei mögliche Erklärungen für den Zusammenhang.
  3. c) Beurteile die Aussage des Journalisten.
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Zurück zum Anfang: Lena ist sensibilisiert, Mia nicht. Beim ersten Kontakt als Kind bildete Lenas Immunsystem Antikörper, deshalb löst jeder weitere Kontakt eine schnelle Histaminreaktion aus.

Auf einen Blick

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