Ökosysteme in unserer Umgebung
Ein Buchenwald im Sauerland, der Rhein bei Köln und der Schulteich haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Alle drei sind Ökosysteme. Wenn du sie ordnest und erkundest, verstehst du, welche Bedingungen dort für die Lebewesen gelten und warum dort ganz unterschiedliche Arten leben.
Terrestrische und aquatische Ökosysteme
Im Wald stehen Buchen und Rehe fest auf dem Boden. Im Teich schweben Wasserflöhe und Algen im Wasser. Das Medium, in dem Lebewesen leben, bestimmt, wie sie sich halten, atmen und fortbewegen.
Felder im Schema: 1 terrestrisch, 2 Meer, 3 Süßwasser.
Meeresökosysteme gibt es auch weit weg von NRW: Das Korallenriff in warmen Meeren ist ein Beispiel. Näher liegen das Wattenmeer und die Seegraswiese im flachen Küstenmeer der Nordsee. Ein Buchenwald oder eine Streuobstwiese sind terrestrisch, der Rhein und ein Bergsee sind Süßwasser-Ökosysteme.
Betrachte das Schema zur Einteilung der Ökosysteme. Gib an, in welches Feld (1, 2 oder 3) du jedes dieser Ökosysteme einordnen würdest: einen Steineichenwald, ein…
Betrachte das Schema zur Einteilung der Ökosysteme. Gib an, in welches Feld (1, 2 oder 3) du jedes dieser Ökosysteme einordnen würdest: einen Steineichenwald, ein Korallenriff, einen Bergsee, eine Dehesa (lichter, beweideter Eichenhain in Spanien), eine Seegraswiese (Posidonia) und einen Fluss.
Süßwasser und Salzwasser
Fische haben Körperflüssigkeiten mit einem bestimmten Salzgehalt. Die Salzkonzentration im Wasser entscheidet daher, wo eine Art leben kann.
Der Regler zeigt zwei Lösungen mit sehr unterschiedlicher Salzkonzentration, getrennt durch eine Membran. Das Wasser kann durch die Membran hindurch, die gelösten Salzteilchen nicht. Deshalb wandert das Wasser dorthin, wo mehr Salz gelöst ist, also zur konzentrierteren Lösung (Osmose). Stell dir die Fischzelle als rechte Seite (wenig Salz) vor und Meerwasser als linke Seite (viel Salz): Ein Süßwasserfisch im Meerwasser würde Wasser verlieren. Ein Meeresfisch im Süßwasser würde Wasser aufnehmen. Beide Gruppen haben unterschiedliche Mechanismen, den Wasser- und Salzhaushalt zu regeln, und können daher meist nicht einfach das Gewässer wechseln.
Ordne diese Ökosysteme den terrestrischen oder aquatischen zu: ein See, ein Buchenwald, ein Salzmarschgebiet, eine Wiese, ein Riff und ein Buschland.
Ordne diese Ökosysteme den terrestrischen oder aquatischen zu: ein See, ein Buchenwald, ein Salzmarschgebiet, eine Wiese, ein Riff und ein Buschland.
Gib an, ob diese Ökosysteme Süßwasser- oder Meeresökosysteme sind: der Rhein, die Nordsee, ein Bergsee, ein Teich und der Atlantische Ozean.
Gib an, ob diese Ökosysteme Süßwasser- oder Meeresökosysteme sind: der Rhein, die Nordsee, ein Bergsee, ein Teich und der Atlantische Ozean.
Nenne zwei Unterschiede zwischen einem Süßwasser- und einem Meeresökosystem und erkläre, warum die meisten Fische nicht von einem Lebensraumtyp in den anderen wechseln…
Nenne zwei Unterschiede zwischen einem Süßwasser- und einem Meeresökosystem und erkläre, warum die meisten Fische nicht von einem Lebensraumtyp in den anderen wechseln können.
Ein Meerwasseraquarium und ein Süßwasseraquarium erfordern sehr unterschiedliche Pflege. Bringe diese Unterschiede mit den Bedingungen im natürlichen Lebensraum der…
Ein Meerwasseraquarium und ein Süßwasseraquarium erfordern sehr unterschiedliche Pflege. Bringe diese Unterschiede mit den Bedingungen im natürlichen Lebensraum der jeweiligen Fischart in Zusammenhang.
Typische Ökosysteme Mitteleuropas und NRWs
Die Unterschiede zwischen diesen Ökosystemen hängen vor allem von abiotischen Umweltfaktoren ab: Licht, Temperatur, Wasser und Boden.
Buchenwald und Fichtenwald
Im Buchenwald (z. B. Eifel, Teutoburger Wald) stehen Laubbäume. Im Frühjahr kommt viel Licht auf den Boden, dann blühen Buschwindröschen und andere Frühblüher. Im Sommer ist es im Kronendach dunkel, im Herbst fällt das Laub und wird von Destruenten zersetzt. Im Fichtenwald (z. B. Sauerland) stehen Nadelbäume dicht beieinander. Es ist ganzjährig dunkel, der Boden ist sauer und der Unterwuchs spärlich. Viele Fichtenforste sind vom Menschen angepflanzt.
Das Moor
Im Moor ist der Boden dauernd nass und sauerstoffarm. Abgestorbene Pflanzenreste (Torfmoose) werden kaum zersetzt und bilden Torf. Der Boden ist nährstoffarm und sauer. Hier leben spezialisierte Arten wie der Sonnentau, der Insekten fängt, um Nährstoffe zu gewinnen. Beispiel in NRW: das Venner Moor bei Münster.
Der Auwald: Wasser macht den Unterschied
Entlang von Flüssen wachsen Weiden und Pappeln, die viel Wasser brauchen. Das Hochwasser und der hohe Grundwasserstand am Fluss ermöglichen diesen Auwald, auch wenn weiter entfernt trockenere Wälder stehen. Der abiotische Faktor Wasser (Grundwasser, regelmäßige Überflutung) macht den Unterschied.
Fließgewässer und Stillgewässer
Ein Bach oder Fluss hat strömendes Wasser, meist viel gelösten Sauerstoff und oft kühles Wasser. Ein Teich hat stehendes Wasser, erwärmt sich im Sommer stärker und enthält weniger Sauerstoff. Die Arten unterscheiden sich entsprechend: Die Bachforelle braucht kühles, sauerstoffreiches Wasser, der Karpfen kommt mit warmem, ruhigem Wasser gut zurecht.
Die Waldgrenze im Gebirge
Hoch in den Alpen wachsen oberhalb einer bestimmten Höhe keine Bäume mehr (Waldgrenze). Dort sind die Sommer kalt, es gibt starken Wind und oft nur wenig Boden. Kälte und eine kurze Vegetationszeit begrenzen das Wachstum: Die Vegetationszeit ist zu kurz, sodass Bäume nicht genug Holz bilden können, und Wind und dünner Boden verschärfen das Problem.
Extremlebensräume: Dünen und Salzwiesen
An der Nordsee leben in den Dünen nur wenige Arten, aber diese sind sehr gut angepasst. Harte Bedingungen sind wandernder Sand, Wind, Salz und wenig Süßwasser. Der Strandhafer ist ein Beispiel: Er wächst bei Sandüberwehung einfach weiter in die Höhe, hat lange Wurzeln, die Wasser aus der Tiefe holen, und festigt so die Düne. In Salzwiesen schwankt der Salzgehalt mit Gezeiten und Regen. Nur stark spezialisierte Arten wie der Queller kommen damit zurecht.
Beschreibe das Ökosystem, das deinem Wohnort am nächsten liegt: Gib an, ob es terrestrisch oder aquatisch ist, nenne drei Lebewesen, die dort leben, und einen wichtigen…
Beschreibe das Ökosystem, das deinem Wohnort am nächsten liegt: Gib an, ob es terrestrisch oder aquatisch ist, nenne drei Lebewesen, die dort leben, und einen wichtigen abiotischen Faktor.
Was ist ein Stadtökosystem? Nenne drei Lebewesen, die an deinem Wohnort leben, und einen abiotischen Faktor, der für diesen Lebensraum typisch ist.
Was ist ein Stadtökosystem? Nenne drei Lebewesen, die an deinem Wohnort leben, und einen abiotischen Faktor, der für diesen Lebensraum typisch ist.
An einem Fluss, der ein Eichenwaldgebiet durchquert, wachsen Schwarzpappeln, Pappeln und Weiden und bilden einen Auwald. Erkläre, welcher abiotische Faktor diesen Wald…
An einem Fluss, der ein Eichenwaldgebiet durchquert, wachsen Schwarzpappeln, Pappeln und Weiden und bilden einen Auwald. Erkläre, welcher abiotische Faktor diesen Wald möglich macht, der sich so deutlich von seiner Umgebung unterscheidet.
Salzmarschen sind Übergangsökosysteme zwischen Fluss und Meer, in denen sich der Salzgehalt mit den Gezeiten und dem Regen verändert. Erkläre, was diese Schwankung für…
Salzmarschen sind Übergangsökosysteme zwischen Fluss und Meer, in denen sich der Salzgehalt mit den Gezeiten und dem Regen verändert. Erkläre, was diese Schwankung für die Lebewesen bedeutet und warum die Arten der Salzmarschen stark spezialisiert sind.
In den Bergen verschwinden oberhalb einer bestimmten Höhe die Bäume (Waldgrenze). Nenne zwei abiotische Faktoren, die ihr Wachstum auf den Gipfeln verhindern, und…
In den Bergen verschwinden oberhalb einer bestimmten Höhe die Bäume (Waldgrenze). Nenne zwei abiotische Faktoren, die ihr Wachstum auf den Gipfeln verhindern, und erkläre, wie einer von ihnen wirkt.
In den Küstendünen leben nur wenige Arten, die aber sehr gut angepasst sind. Nenne zwei harte Bedingungen dieses Lebensraums (wandernder Sand, Salzgehalt, Wind, Mangel…
In den Küstendünen leben nur wenige Arten, die aber sehr gut angepasst sind. Nenne zwei harte Bedingungen dieses Lebensraums (wandernder Sand, Salzgehalt, Wind, Mangel an Süßwasser) und erkläre eine Anpassung der Dünenpflanzen.
Ein Ökosystem erkunden
Wie vergleichst du den Fichtenforst mit dem nahen Buchenwald? Biologinnen und Biologen erkunden ein Ökosystem Schritt für Schritt.
Du möchtest die Biodiversität eines Kiefernforsts mit der eines nahe gelegenen Steineichenwalds vergleichen. Entwirf eine einfache Untersuchung: Gib an, was du…
Du möchtest die Biodiversität eines Kiefernforsts mit der eines nahe gelegenen Steineichenwalds vergleichen. Entwirf eine einfache Untersuchung: Gib an, was du beobachten oder zählen würdest, wie du die Messungen vergleichbar machen würdest und welches Ergebnis du erwartest.
Untersucht wird die pflanzliche Biodiversität von drei Parzellen mit je 500 m² in einem mediterranen Ökosystem: ein alter Steineichenwald (24 Arten), ein Kiefernforst (9…
Untersucht wird die pflanzliche Biodiversität von drei Parzellen mit je 500 m² in einem mediterranen Ökosystem: ein alter Steineichenwald (24 Arten), ein Kiefernforst (9 Arten) und eine Eukalyptus-Plantage (5 Arten). Nach einer Phase extremer Trockenheit und einer Plage blattfressender Insekten verlor die Eukalyptus-Plantage 65 % ihrer Blattmasse, während der Steineichenwald kaum betroffen war (weniger als 8 % Schaden). Deute diese Ergebnisse, indem du die Artenvielfalt, die Schichtung der Vegetation (Kraut-, Strauch-, Baumschicht) und die ökologischen Nischen mit der Widerstandsfähigkeit und der Selbstregulation des jeweiligen Ökosystems in Beziehung setzt.
Neophyten und Neozoen
Am Bachufer blüht im Sommer das Drüsige Springkraut, am Rhein ist der Waschbär unterwegs. Beide stammen nicht aus Mitteleuropa.
Ursachen: Handel und Reisen (Samen in Schiffsladungen, Tiere im Ballastwasser), Gartenpflanzen und Haustiere, die entkommen. Außerdem gibt es durch den Klimawandel mehr warme Lebensräume, in denen sich neue Arten ausbreiten können.
Beispiele: Riesen-Bärenklau und Drüsiges Springkraut verdrängen heimische Pflanzen am Ufer. Der Waschbär frisst Vogeleier. Der Signalkrebs verdrängt den heimischen Edelkrebs und überträgt die Krebspest.
Vom Menschen veränderte Ökosysteme
Reine Natur gibt es in NRW kaum noch. Selbst die meisten Wälder sind Wirtschaftswälder. Weitere anthropogene Einflüsse in NRW: Versiegelung (Straßen, Gebäude und Parkplätze lassen kein Regenwasser mehr versickern), der Tagebau im Rheinischen Revier (nach dem Abbau der Braunkohle wird die Landschaft rekultiviert, z. B. durch Aufforstung oder Seen) und die Renaturierung der Emscher im Ruhrgebiet (der Fluss war früher ein Abwasserkanal und wird wieder naturnah gestaltet). Eine Kulturlandschaft kann sehr artenreich sein, wie die Streuobstwiese: Hochstämmige Obstbäume stehen locker auf einer Wiese, die gemäht oder beweidet wird. Das ergibt Baum, Wiese und Hecke nebeneinander, mit vielen Nischen für Vögel, Insekten und Pflanzen.
Sukzession: Die Natur erobert Flächen zurück
Wird eine Fläche nicht mehr genutzt, besiedeln nach und nach andere Arten sie. Diese zeitliche Abfolge heißt Sukzession. Auf einer Brache wachsen zuerst Gräser und Kräuter, dann Sträucher (Brombeere, Birke), später entsteht ein Wald. Im Ruhrgebiet ist das auf Industriebrachen wie dem „Industriewald“ zu beobachten. Wird die Fläche regelmäßig gemäht oder beweidet, bleibt die Sukzession auf dem Wiesenstadium stehen.
Inseln und Endemiten
Auf weit entfernten Inseln leben oft Arten, die es nirgendwo sonst gibt: Endemiten. Die Isolation durch das Meer verhindert, dass sich Tiere und Pflanzen mit denen des Festlands vermischen. Über sehr lange Zeit passen sich die Inselpopulationen an ihre besonderen Bedingungen an und entwickeln sich eigenständig. Bekannte Beispiele sind die Darwinfinken und die Riesenschildkröten der Galápagos-Inseln oder viele Vogel- und Pflanzenarten auf Hawaii: Sie kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor.
Auf den Kanarischen Inseln gibt es Arten wie die Rieseneidechse von El Hierro, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen (Endemiten). Erkläre, welche Rolle die…
Auf den Kanarischen Inseln gibt es Arten wie die Rieseneidechse von El Hierro, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen (Endemiten). Erkläre, welche Rolle die Isolation der Insel bei der Entstehung von Endemiten spielt.
Erkläre mit eigenen Worten den Unterschied zwischen einem natürlichen und einem vom Menschen veränderten Ökosystem und nenne je ein Beispiel.
Erkläre mit eigenen Worten den Unterschied zwischen einem natürlichen und einem vom Menschen veränderten Ökosystem und nenne je ein Beispiel.
Nachdem eine Küstenlagune trockengelegt wurde, um sie in Felder mit intensiver Bewässerung umzuwandeln, beobachten die Bewohner der Region in den folgenden Jahren drei…
Nachdem eine Küstenlagune trockengelegt wurde, um sie in Felder mit intensiver Bewässerung umzuwandeln, beobachten die Bewohner der Region in den folgenden Jahren drei Probleme: Überschwemmungen durch Starkregen sind schlimmer geworden, die Süßwasserbrunnen sind brackig geworden und Insektenplagen vermehren sich in den Ernten. Ein Vertreter der Gemeinde behauptet: „Diese Probleme sind Zufall, denn das Feuchtgebiet war nur ein sumpfiges Gelände ohne Nutzen.“ Widerlege seine Behauptung, indem du die ökologischen und hydrologischen Mechanismen erklärst, durch die das Feuchtgebiet diese drei Ökosystemleistungen erbrachte und diese Probleme verhinderte.
Weiterdenken: Eingriffe und Extremlebensräume
Pflanzen unter Wasser brauchen Licht für die Fotosynthese. Trübes Wasser und abgelagerter Schlamm auf den Blättern lassen weniger Licht ankommen: Die Pflanzen bilden weniger Traubenzucker und sterben, auch wenn niemand sie ausreißt. Unterwasserwiesen sind Kinderstube und Nahrung für viele Tiere, ihr Verlust trifft daher auch Fische und Fischerei. In der Wüste begrenzt Wasser das Pflanzenwachstum, in der Tiefsee das Licht; dort lebt man von absinkenden toten Organismen ("Meeresschnee") oder, an heißen Quellen, von Bakterien, die ohne Licht Energie aus chemischen Stoffen gewinnen (Chemosynthese).
Bei Eingriffen in ein Gewässer ändern sich oft mehrere abiotische Faktoren gleichzeitig: Strömung, Temperatur, Sauerstoff, Trübung, Salzgehalt. Jede Art hat Ansprüche an diese Faktoren. Ändern sie sich, verschwinden Arten, die diese Bedingungen brauchen, und andere siedeln sich an.
Eine ehrenamtliche Umweltgruppe schlägt vor, die Flussmündung eines Flusses wieder zu besiedeln, indem Bachforellen eingesetzt werden, die im Oberlauf desselben Flusses…
Eine ehrenamtliche Umweltgruppe schlägt vor, die Flussmündung eines Flusses wieder zu besiedeln, indem Bachforellen eingesetzt werden, die im Oberlauf desselben Flusses gefangen wurden. Sie argumentiert: „Da es sich um dasselbe Flusseinzugsgebiet handelt, wird sich die Art problemlos akklimatisieren.“ Widerlege die ökologische und physiologische Durchführbarkeit dieses Vorschlags, indem du analysierst, wie sich drei abiotische Faktoren (Strömungsgeschwindigkeit, Temperatur und Konzentration des gelösten Sauerstoffs, Salzgehalt) zwischen beiden Abschnitten unterscheiden. Begründe, warum die Anpassungen dieser ansässigen Forellen bei einem Transport ohne vorherige Akklimatisierung ihr Überleben in der Mündung sehr unwahrscheinlich machen würden.
Sowohl die heiße Wüste als auch die Tiefsee (abyssale Zone) sind extreme Ökosysteme mit sehr geringer oder fehlender Biomasse an fotosynthetisch aktiven Produzenten: a)…
Sowohl die heiße Wüste als auch die Tiefsee (abyssale Zone) sind extreme Ökosysteme mit sehr geringer oder fehlender Biomasse an fotosynthetisch aktiven Produzenten:
- a) Erkläre, welcher abiotische Faktor in jedem dieser beiden Lebensräume der wichtigste begrenzende Faktor für die Primärproduzenten ist, und leite ab, woher die organische Substanz stammt, die die abyssalen Nahrungsnetze fernab der hydrothermalen Quellen trägt.
- b) Ein Tiefseefisch hat wenig mineralisierte Knochen, keine Schwimmblase und einen extrem langsamen Stoffwechsel, während ein Wüstennager hochkonzentrierten Urin und nachtaktive Gewohnheiten hat. Begründe, warum jede dieser Anpassungen auf die besonderen Einschränkungen ihres Lebensraums antwortet und was geschehen würde, wenn die beiden ihre Lebensräume tauschten.
Nach der Wiederansiedlung des Bibers in einem Gebirgsfluss verringern die Dämme die Strömungsgeschwindigkeit von 1,4 m/s auf 0,1 m/s, fördern die Ablagerung von Schlamm…
Nach der Wiederansiedlung des Bibers in einem Gebirgsfluss verringern die Dämme die Strömungsgeschwindigkeit von 1,4 m/s auf 0,1 m/s, fördern die Ablagerung von Schlamm am Gewässergrund, erhöhen die Sommertemperatur um 3 °C und senken den gelösten Sauerstoff. Infolgedessen verschwinden die Forellen und die Makroinvertebraten der Fließgewässer aus dem Abschnitt, aber es siedeln sich Amphibien, Ufervögel und Wasserpflanzen an, die es zuvor im Tal nicht gab. Deute diese Daten: Begründe, warum die neuen abiotischen Bedingungen die ursprünglichen Fische ausschließen, und sage die Auswirkung dieses Tieres als „Ökosystemingenieur“ auf die Biodiversität in der gesamten Landschaft voraus.
Eine einheimische Fischart lebt im Unterlauf eines Flusses, angepasst an langsames, trübes und warmes Wasser (22 °C im Sommer), wo sie auf schlammigem Grund laicht und…
Eine einheimische Fischart lebt im Unterlauf eines Flusses, angepasst an langsames, trübes und warmes Wasser (22 °C im Sommer), wo sie auf schlammigem Grund laicht und sich vor Fressfeinden tarnt. Flussaufwärts wird ein Staudamm gebaut, der die Sedimente zurückhält (das Wasser wird klarer) und regelmäßig Tiefenwasser aus dem Grundablass mit 11 °C abgibt. Sage voraus und begründe, wie sich diese abiotischen Veränderungen auf die Überlebensfähigkeit der Population dieses Fisches im Hinblick auf Fortpflanzung, Räuberdruck und die mögliche Invasion gebietsfremder Arten aus kaltem, klarem Wasser auswirken werden.
Themenprojekt. Werde Umweltberater deiner Gemeinde und bewerte den Zustand eines nahe gelegenen städtischen Ökosystems (ein Park, ein Garten oder ein Brachgrundstück).…
Themenprojekt. Werde Umweltberater deiner Gemeinde und bewerte den Zustand eines nahe gelegenen städtischen Ökosystems (ein Park, ein Garten oder ein Brachgrundstück). Gehe dazu so vor:
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Biotop und Klima: Rufe die Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf und notiere die mittlere Temperatur (zum Beispiel $T = 16,4\text{ }^\circ\text{C}$) und den Niederschlag des letzten Monats an deinem Wohnort. Halte außerdem zwei vor Ort beobachtete abiotische Faktoren fest (Bodenart, Sonnenstunden oder Feuchtigkeit).
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Biozönose und Wechselwirkungen: Bestimme mindestens $5$ vorkommende Lebewesen (ordne sie in Produzenten, Konsumenten und Destruenten ein). Beschreibe zwei beobachtbare ökologische Beziehungen zwischen ihnen (zum Beispiel Mutualismus zwischen Pflanze und Insekt oder Konkurrenz um Raum).
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Nahrungsnetz und Vorschlag: Entwirf ein Schema mit den beobachteten Nahrungsbeziehungen und formuliere zwei realistische Maßnahmen, um die Biodiversität zu fördern und die Auswirkungen des Menschen in diesem Gebiet zu verringern.
Verfasse als Endprodukt einen kurzen einseitigen Bericht mit deinen Daten, dem Nahrungsnetz und deinem Vorschlag.
Bewertet wird:
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Genauigkeit beim Erheben und Auswerten der Klimadaten des DWD und der Biotopfaktoren.
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Fachliche Richtigkeit bei der Einordnung in Nahrungsebenen und bei den Beziehungen zwischen Lebewesen.
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Ökologische Stimmigkeit und Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen.
Zurück zum Anfang: Buchenwald, Rhein und Schulteich unterscheiden sich vor allem durch ihre abiotischen Umweltfaktoren. Dazu gehören das Medium Land oder Wasser, der Salzgehalt, die Strömung, das Licht und die Temperatur. Diese Faktoren bestimmen, welche Arten dort leben können.
Biosphäre und Nachhaltigkeit
Alle Ökosysteme der Erde zusammen bilden die Biosphäre, den von Lebewesen besiedelten Teil der Erde. Sie hängen über Wasser, Luft und Stoffkreisläufe zusammen. Greift der Mensch an einer Stelle ein, kann das weit entfernt Folgen haben. Nachhaltigkeit bedeutet, Ökosysteme so zu nutzen, dass sie auch für künftige Generationen erhalten bleiben.