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Realschule 8 · Biologie
Biologie Klasse 7: Ergänzende Themen aus dem Lehrplan · Malaria, Epidemien und Gesundheit

Malaria

Familie Schneider aus Hamburg plant eine Reise nach Westafrika. Beim Hausarzt hört sie: „Denkt an den Mückenschutz und fragt nach einer Malariaprophylaxe!“ Warum ist ein einziger Mückenstich dort so gefährlich, und warum gibt es in Deutschland praktisch keine Malaria? Am Ende der Seite kannst du es erklären.

Erreger und Überträger

Malaria ist eine Infektionskrankheit. Ausgelöst wird sie nicht durch Bakterien oder Viren, sondern durch einen Einzeller: Plasmodium. Im Menschen lebt er als Endoparasit: Der Mensch ist einer seiner Wirte.

Übertragen wird der Erreger von weiblichen Anopheles-Mücken. Sie stechen vor allem in der Dämmerung und nachts, weil sie Blut für die Entwicklung ihrer Eier brauchen. Die Mücke ist der Überträger (Vektor). Zugleich ist sie selbst ein Wirt: In ihr vermehrt sich der Erreger geschlechtlich. Von Mensch zu Mensch wird Malaria also nicht direkt angesteckt.

Malaria kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor, besonders in Afrika südlich der Sahara. Dort ist es warm und feucht, und die Mücken finden Wasserstellen zur Eiablage.

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Nenne den Erreger der Malaria und den Überträger.

Nenne den Erreger der Malaria und den Überträger.

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Krankheitsbild und Vorbeugung

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen dem Stich und den ersten Symptomen) beträgt meist 7 bis 30 Tage. Die ersten Symptome ähneln einer Grippe:

  • hohes Fieber mit Schüttelfrost

  • Kopf- und Gliederschmerzen

  • Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit

Unbehandelt kann Malaria tödlich enden, besonders bei Kindern. Deshalb gilt: Fieber nach der Rückreise aus den Tropen ist ein Notfall. Auch Wochen oder Monate nach der Reise muss man dem Arzt sagen, wo man war.

Wie schützt man sich?

Zusätzlich kann der Arzt eine Malariaprophylaxe verschreiben, also Tabletten. Sie verhindern, dass sich die Erreger im Körper vermehren, und senken das Risiko einer Erkrankung stark. Welche Tabletten passen, hängt vom Reiseziel ab. Man bespricht das vor der Reise mit dem Hausarzt oder einem Tropeninstitut.

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Nenne drei typische Symptome der Malaria und zwei Vorbeugemaßnahmen.

Nenne drei typische Symptome der Malaria und zwei Vorbeugemaßnahmen.

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Familie Schneider aus Hamburg plant eine Reise nach Westafrika. a) Nenne Schutzmaßnahmen vor Mückenstichen. b) Erkläre, warum ein Arzt eine Malariaprophylaxe empfehlen…

Familie Schneider aus Hamburg plant eine Reise nach Westafrika.

  1. a) Nenne Schutzmaßnahmen vor Mückenstichen.
  2. b) Erkläre, warum ein Arzt eine Malariaprophylaxe empfehlen kann.
  3. c) Nenne einen Grund, warum Fieber nach der Rückreise ernst genommen werden muss.
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Der Entwicklungszyklus von Plasmodium

Plasmodium braucht zwei Wirte: den Menschen und die Anopheles-Mücke. Dass ein Parasit seine Entwicklung in verschiedenen Wirten durchläuft, nennt man Wirtswechsel. Dabei wechseln sich auch ungeschlechtliche Vermehrung (im Menschen) und geschlechtliche Vermehrung (in der Mücke) ab. Das nennt man Generationswechsel.

Entwicklungszyklus des Malariaerregers zwischen Mensch (Leber, rote Blutkörperchen) und Anopheles-Mücke MenschMücke Leber:Vermehrung Rote Blut-körperchen Zerfall, FieberErreger frei GeschlechtlicheVermehrung imDarm der Mücke Erreger neue Erreger Gameto- zyten im Blut Speicheldrüse Stich: Erreger in den Menschen

Im Menschen:

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  1. Die Mücke sticht und gibt Erreger in die Blutbahn ab.

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  1. Die Erreger wandern in die Leber und vermehren sich dort ungeschlechtlich.

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  1. Sie dringen in rote Blutkörperchen ein und teilen sich weiter.

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  1. Die Blutkörperchen platzen, neue Erreger werden frei und befallen weitere rote Blutkörperchen.

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  1. Einige Erreger entwickeln sich in den roten Blutkörperchen zu Geschlechtsformen (Gametozyten).

In der Mücke:

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  1. Beim Stich nimmt die Mücke die Geschlechtsformen mit dem Blut auf.

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  1. Im Mückendarm verschmelzen die Geschlechtsformen (Befruchtung) und vermehren sich geschlechtlich; es entstehen neue infektiöse Formen.

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  1. Diese wandern in die Speicheldrüse. Beim nächsten Stich gelangen sie in einen neuen Menschen.
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Erkläre, was ein Wirtswechsel ist, am Beispiel des Malariaerregers.

Erkläre, was ein Wirtswechsel ist, am Beispiel des Malariaerregers.

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Beschreibe in Stichpunkten den Entwicklungszyklus des Malariaerregers im Menschen (Leber, rote Blutkörperchen) und in der Mücke.

Beschreibe in Stichpunkten den Entwicklungszyklus des Malariaerregers im Menschen (Leber, rote Blutkörperchen) und in der Mücke.

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Warum das Fieber in Schüben kommt

Die Erreger in den roten Blutkörperchen teilen sich meist gleichzeitig. Nach einigen Tagen platzen viele Blutkörperchen auf einmal. Dabei werden die neuen Erreger und Stoffe frei, die das Immunsystem alarmieren. Der Körper reagiert mit Fieber und Schüttelfrost. Danach befallen die Erreger neue Blutkörperchen, es vergeht Zeit, und der nächste Zerfall löst den nächsten Fieberschub aus. So entstehen die typischen Fieberschübe im Abstand von etwa 2 bis 3 Tagen.

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Erkläre, warum das Fieber bei Malaria in Schüben auftritt (Zerfall roter Blutkörperchen, Freisetzung der Erreger).

Erkläre, warum das Fieber bei Malaria in Schüben auftritt (Zerfall roter Blutkörperchen, Freisetzung der Erreger).

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Malaria bekämpfen und Malaria in Deutschland

Der Zyklus hat mehrere Ansatzpunkte, an denen man ihn unterbrechen kann:

Ansatzpunkt Maßnahme
Stich verhindern Moskitonetze, Schutzmittel, Kleidung
Mücken verringern Brutplätze (stehendes Wasser) trockenlegen, Insektizide
Erreger im Menschen abtöten Medikamente zur Behandlung, Prophylaxe
Übertragung unterbrechen Kranke behandeln, damit Mücken keine Erreger aufnehmen

Die Bekämpfung ist schwierig, weil der Erreger zwei Wirte braucht, sich in der Leber und in Blutkörperchen „versteckt“ und sich schnell verändern kann. Manche Erreger werden gegen Medikamente resistent, und Mücken werden unempfindlich gegen Insektizide.

Und in Deutschland?

Früher gab es auch in Deutschland Malaria (zum Beispiel in Sümpfen an der Nordsee). Heute ist sie hier verschwunden: Es gibt bessere Hygiene, Entwässerung der Sümpfe und medizinische Versorgung. Fälle in Deutschland sind meist eingeschleppt durch Reisende. Durch den Klimawandel könnten sich Mückenarten weiter nach Norden ausbreiten. Ein starker Anstieg ist trotzdem unwahrscheinlich, denn dagegen sprechen unter anderem:

  • das Gesundheitssystem erkennt und behandelt Kranke schnell, sodass Mücken kaum Erreger aufnehmen

  • weniger geeignete Brutplätze und kühlere Nächte, die Entwicklung der Erreger in der Mücke bremsen

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Erkläre mithilfe von Generationswechsel und Wirtswechsel, warum die Bekämpfung der Malaria schwierig ist, und nenne Ansatzpunkte, an denen man den Zyklus unterbrechen…

Erkläre mithilfe von Generationswechsel und Wirtswechsel, warum die Bekämpfung der Malaria schwierig ist, und nenne Ansatzpunkte, an denen man den Zyklus unterbrechen kann.

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Die Sichelzellanämie ist in Malariagebieten häufig. Wer die Anlage für die Krankheit von beiden Eltern geerbt hat, erkrankt schwer. Wer sie nur von einem Elternteil…

Die Sichelzellanämie ist in Malariagebieten häufig. Wer die Anlage für die Krankheit von beiden Eltern geerbt hat, erkrankt schwer. Wer sie nur von einem Elternteil geerbt hat (heterozygoter Träger), ist kaum krank und zudem teilweise vor Malaria geschützt. Erkläre, warum die Anlage in diesen Regionen erhalten bleibt, obwohl Menschen mit zwei Anlagen schwer erkranken.

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Durch den Klimawandel könnten sich Mückenarten weiter nach Norden ausbreiten. Beurteile, ob Malaria in Deutschland wieder häufiger werden könnte, und nenne zwei…

Durch den Klimawandel könnten sich Mückenarten weiter nach Norden ausbreiten. Beurteile, ob Malaria in Deutschland wieder häufiger werden könnte, und nenne zwei Faktoren, die dagegen sprechen.

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Auf einen Blick

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