Haushaltsplan und Überschuldung
Lena (13) bekommt 20 € Taschengeld im Monat. Sie hat sich für 15 € ein Spiel gekauft, dann noch Eis und Kino bezahlt – und in der dritten Woche ist das Geld weg. Was Lena im Kleinen erlebt, passiert auch in Familien, nur mit viel größeren Beträgen. Wie behält man den Überblick? Und wann werden aus einem Loch im Geldbeutel richtige Schulden?
Einnahmen und Ausgaben
Jeder private Haushalt hat Geld, das hereinkommt, und Geld, das hinausgeht.
Man teilt Ausgaben danach ein, ob sie jeden Monat gleich hoch sind:
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Feste Ausgaben fallen regelmäßig in gleicher Höhe an: Miete, Handyvertrag, Versicherungen, Strom-Abschlag.
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Variable Ausgaben schwanken von Monat zu Monat und lassen sich leichter beeinflussen: Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Kino.
Erkläre die Begriffe Einnahmen und Ausgaben. Nenne je drei Beispiele für einen Privathaushalt.
Erkläre die Begriffe Einnahmen und Ausgaben. Nenne je drei Beispiele für einen Privathaushalt.
Ordne zu, ob es sich um feste oder variable Ausgaben handelt: Miete, Handyvertrag, Lebensmittel, Kino, Strom-Abschlag, Kleidung.
Ordne zu, ob es sich um feste oder variable Ausgaben handelt: Miete, Handyvertrag, Lebensmittel, Kino, Strom-Abschlag, Kleidung.
Der Haushaltsplan
Ein Haushaltsplan stellt Einnahmen und Ausgaben eines Zeitraums (meist eines Monats) übersichtlich gegenüber. So erkennt man früh, ob das Geld reicht.
Warum ist das wichtig? Ein negativer Saldo über mehrere Monate hinweg bedeutet, dass sich ein Schuldenberg aufbaut.
Familie Becker hat monatlich 3.200 € Einnahmen und 2.950 € Ausgaben. a) Berechne den Überschuss. b) Was bedeutet es, wenn die Ausgaben größer sind als die Einnahmen?
Familie Becker hat monatlich 3.200 € Einnahmen und 2.950 € Ausgaben.
- a) Berechne den Überschuss.
- b) Was bedeutet es, wenn die Ausgaben größer sind als die Einnahmen?
Erstelle einen Haushaltsplan für Familie Schmidt aus Münster mit folgenden Monatsdaten: Gehälter 3.450 €, Kindergeld 250 €, Miete 980 €, Nebenkosten 220 €, Lebensmittel…
Erstelle einen Haushaltsplan für Familie Schmidt aus Münster mit folgenden Monatsdaten: Gehälter 3.450 €, Kindergeld 250 €, Miete 980 €, Nebenkosten 220 €, Lebensmittel 650 €, Versicherungen 190 €, Mobilität 380 €, Freizeit 250 €, Kleidung 150 €.
- a) Berechne die Summe der Einnahmen und der Ausgaben.
- b) Berechne den Saldo.
- c) Wie viel Prozent der Einnahmen entfallen auf die Miete? Runde auf eine Dezimalstelle.
Schulden und ihre Ursachen
Schulden entstehen, wenn man Geld leiht oder auf Rechnung kauft und es zurückzahlen muss. Ein Kredit für eine Ausbildung oder eine Waschmaschine ist nicht automatisch schlimm. Problematisch wird es bei Überschuldung.
Typische Ursachen:
| Eher unvorhersehbar | Eher durch eigenes Verhalten beeinflussbar |
|---|---|
| Arbeitslosigkeit | Kaufen auf Pump ohne Plan |
| Krankheit, Unfall | Fehlender Haushaltsplan |
| Trennung, Scheidung | Zu viele Verträge und Ratenkäufe |
| Plötzliche Reparaturen | Dauerhaftes Überziehen des Kontos |
Oft kommen mehrere Ursachen zusammen. Wer zum Beispiel keine Rücklagen hat, gerät nach einem Jobverlust schneller in Not.
Ratenkauf und Dispokredit
Beim Ratenkauf zahlt man die Ware in Teilbeträgen. Das wirkt günstig („nur 44 € im Monat“), ist aber meist teurer als der Barpreis. Der Dispokredit erlaubt, das Girokonto zu überziehen, und kostet hohe Zinsen.
Nenne fünf mögliche Ursachen für Überschuldung (z. B. Arbeitslosigkeit, …) und ordne sie danach, ob sie eher unvorhersehbar oder eher durch das eigene Verhalten…
Nenne fünf mögliche Ursachen für Überschuldung (z. B. Arbeitslosigkeit, …) und ordne sie danach, ob sie eher unvorhersehbar oder eher durch das eigene Verhalten beeinflussbar sind.
Kevin kauft ein Smartphone für 900 € auf Ratenzahlung: 24 Raten zu je 44 €. a) Berechne den Gesamtbetrag, den Kevin zahlt. b) Berechne die Mehrkosten gegenüber dem…
Kevin kauft ein Smartphone für 900 € auf Ratenzahlung: 24 Raten zu je 44 €.
- a) Berechne den Gesamtbetrag, den Kevin zahlt.
- b) Berechne die Mehrkosten gegenüber dem Barpreis und gib sie in Prozent des Barpreises an (auf eine Nachkommastelle gerundet).
- c) Nenne zwei Alternativen zur Ratenzahlung.
Ein Dispokredit kostet 11,5 % Zinsen pro Jahr. Lisa überzieht ihr Konto dauerhaft um 2.400 €. a) Berechne die jährlichen Zinsen. b) Berechne die Zinsen pro Monat. c)…
Ein Dispokredit kostet 11,5 % Zinsen pro Jahr. Lisa überzieht ihr Konto dauerhaft um 2.400 €.
- a) Berechne die jährlichen Zinsen.
- b) Berechne die Zinsen pro Monat.
- c) Beurteile, warum dauerhafte Dispo-Nutzung eine Schuldenfalle sein kann, und nenne zwei Vorbeugemaßnahmen.
Wege aus der Verschuldung
Wer überschuldet ist, sollte nicht warten oder wegschauen. Je früher man handelt, desto mehr Möglichkeiten gibt es.
Die Schuldnerberatung ordnet die Unterlagen, erstellt gemeinsam mit dir einen Plan, verhandelt mit Gläubigern und informiert über rechtliche Möglichkeiten.
Frau Kaya aus Essen verdient netto 1.850 € im Monat. Feste Ausgaben: Miete 720 €, Nebenkosten 160 €, Versicherungen 85 €, Handy und Internet 45 €, Kreditraten 310 €. Für…
Frau Kaya aus Essen verdient netto 1.850 € im Monat. Feste Ausgaben: Miete 720 €, Nebenkosten 160 €, Versicherungen 85 €, Handy und Internet 45 €, Kreditraten 310 €. Für Lebensmittel und Alltag benötigt sie etwa 520 €. Plötzlich fällt die Waschmaschine aus (Ersatz: 480 €).
- a) Berechne den monatlichen Saldo ohne die Waschmaschine.
- b) Beurteile, ob Frau Kaya die Waschmaschine aus laufenden Einnahmen bezahlen kann.
- c) Entwickle zwei Vorschläge, wie sie ihre Lage verbessern kann, und begründe sie.
Herr Lange hat 18.000 € Schulden bei mehreren Gläubigern. Er will einen neuen Kredit aufnehmen, um alte Schulden zu begleichen. Er überlegt zugleich, eine…
Herr Lange hat 18.000 € Schulden bei mehreren Gläubigern. Er will einen neuen Kredit aufnehmen, um alte Schulden zu begleichen. Er überlegt zugleich, eine Schuldnerberatung aufzusuchen.
- a) Erkläre, welche Aufgaben eine Schuldnerberatung hat.
- b) Erläutere, warum ein neuer Kredit zur Tilgung alter Schulden gefährlich sein kann.
- c) Beschreibe einen Weg aus der Verschuldung in mindestens drei Schritten.
Zurück zum Anfang: Lena hätte mit einem kleinen Haushaltsplan – 20 € Einnahmen, geplante Ausgaben pro Woche – gesehen, dass das Geld nicht für den ganzen Monat reicht. Genau das leistet ein Haushaltsplan im Großen: Er zeigt früh, wann die Ausgaben die Einnahmen übersteigen.