Gefahrstoffsymbole und Verhalten
Unter dem Spülbecken zu Hause stehen Abflussreiniger, WC-Reiniger und Spiritus. Auf allen Flaschen sind kleine Rauten mit Bildern. Wovor warnen sie dich? Und warum darfst du mit diesen Stoffen trotzdem arbeiten, wenn du dich richtig verhältst?
Was ist ein Gefahrstoff?
Ein Gefahrstoff ist ein Stoff, der Menschen, Tieren oder der Umwelt schaden kann. Zum Beispiel, weil er leicht brennt, ätzt, giftig ist oder explodieren kann.
Das ist nichts Ungewöhnliches. Viele Stoffe aus dem Alltag sind Gefahrstoffe: Brennspiritus, Rohrreiniger, Grillanzünder, Waschbenzin. Gefährlich wird es vor allem, wenn man die Gefahr nicht kennt.
Die Hinweise sagen genau, was zu beachten ist. Beispiel Brennspiritus: Der H-Satz „Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar“ nennt die Gefahr. Ein P-Satz wie „Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken und offenen Flammen fernhalten“ sagt, wie du dich verhalten sollst.
Deshalb müssen Gefahrstoffe gekennzeichnet sein. In der EU gilt dafür ein einheitliches System (GHS). Auf dem Etikett stehen:
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ein oder mehrere Gefahrstoffpiktogramme (Symbol in einer roten Raute),
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ein Signalwort: „Achtung“ oder „Gefahr“,
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Gefahrenhinweise (H-Sätze) und Sicherheitshinweise (P-Sätze) in Worten.
Im Chemieunterricht in Dortmund wird eine Flasche mit Brennspiritus verwendet. Auf dem Etikett steht das Signalwort „Gefahr“ und der Hinweis „Flüssigkeit und Dampf…
Im Chemieunterricht in Dortmund wird eine Flasche mit Brennspiritus verwendet. Auf dem Etikett steht das Signalwort „Gefahr“ und der Hinweis „Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar“.
- a) Welches Gefahrstoffsymbol erwartest du auf dem Etikett?
- b) Was bedeutet das Signalwort „Gefahr“ im Vergleich zu „Achtung“?
- c) Nenne eine Verhaltensregel für den Umgang mit Brennspiritus.
Die wichtigsten Piktogramme
Jedes Piktogramm steht für eine Gefahr. Du musst nicht alle kennen, aber diese hier solltest du sicher erkennen.
| Piktogramm | Gefahr | Beispiel |
|---|---|---|
| Flamme | leicht entzündbar | Brennspiritus, Waschbenzin, Grillanzünder |
| Totenkopf | schon kleine Mengen giftig | Methanol, manche Pflanzenschutzmittel |
| Ausrufezeichen | reizt Haut und Augen, gesundheitsschädlich | manche Spülmittel, WC-Reiniger |
| Ätzwirkung | zerstört Haut, Augen und Metalle | Abflussreiniger, Kalkentferner |
| Gasflasche | Gas unter Druck, kann platzen | Campingkartusche, Feuerzeuggas |
| Umwelt | schädigt Wasserlebewesen | Heizöl, Farbreste |
Auf einer Flasche Abflussreiniger aus dem Drogeriemarkt ist ein Gefahrstoffpiktogramm abgebildet: eine Hand und ein Metallstück, über denen ein Tropfen Flüssigkeit…
Auf einer Flasche Abflussreiniger aus dem Drogeriemarkt ist ein Gefahrstoffpiktogramm abgebildet: eine Hand und ein Metallstück, über denen ein Tropfen Flüssigkeit schwebt (Ätzwirkung).
- a) Nenne die Gefahr, vor der dieses Symbol warnt.
- b) Nenne zwei Schutzmaßnahmen, die du beim Umgang mit diesem Stoff beachten solltest.
Ordne den drei Piktogrammen jeweils die passende Gefahr zu: a) Flamme b) Totenkopf mit gekreuzten Knochen c) Ausrufezeichen Gib zu jedem Piktogramm außerdem ein Beispiel…
Ordne den drei Piktogrammen jeweils die passende Gefahr zu:
- a) Flamme
- b) Totenkopf mit gekreuzten Knochen
- c) Ausrufezeichen
Gib zu jedem Piktogramm außerdem ein Beispiel für einen Stoff an, bei dem du ihm begegnen könntest.
Ein Etikett trägt die Piktogramme „Flamme“ und „Gasflasche“ (Gas unter Druck). Es handelt sich um eine Campingkartusche. a) Erläutere beide Gefahren. b) Warum darf die…
Ein Etikett trägt die Piktogramme „Flamme“ und „Gasflasche“ (Gas unter Druck). Es handelt sich um eine Campingkartusche.
- a) Erläutere beide Gefahren.
- b) Warum darf die Kartusche nicht im Auto in der Sonne liegen bleiben?
- c) Nenne zwei Regeln für die sichere Lagerung.
Sicher arbeiten im Chemieraum
Im Chemieraum gelten feste Regeln (RISU-NRW). Jede hat einen Grund:
| Regel | Grund |
|---|---|
| Schutzbrille tragen | Spritzer oder Splitter können die Augen verletzen. |
| Lange Haare zusammenbinden | Haare können Feuer fangen, wenn der Gasbrenner brennt. |
| Nicht essen und trinken | Gefahrstoffe könnten in den Mund gelangen. |
| Nichts probieren, nur vorsichtig riechen (Wedeln) | Viele Stoffe sind giftig oder reizend. |
| Flaschen nur mit richtigem Etikett | Verwechslungen führen zu Unfällen. |
| Abfälle in die vorgesehenen Behälter | Stoffe dürfen nicht in die Umwelt gelangen. |
Beim Experimentieren im Chemieraum sollen Schülerinnen und Schüler Schutzbrille tragen, lange Haare zusammenbinden und nicht essen oder trinken. a) Begründe jede dieser…
Beim Experimentieren im Chemieraum sollen Schülerinnen und Schüler Schutzbrille tragen, lange Haare zusammenbinden und nicht essen oder trinken.
- a) Begründe jede dieser drei Regeln mit einer möglichen Gefahr.
- b) Beschreibe, wie du dich verhalten würdest, wenn ein Tropfen einer ätzenden Lösung in dein Auge gelangt.
Gefahrstoffe im Haushalt
Auch zu Hause begegnest du Gefahrstoffen. Diese Regeln schützen dich und andere:
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Original-Verpackung behalten. Nie in Getränkeflaschen umfüllen: Kleine Kinder oder Gäste halten den Inhalt für ein Getränk.
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Kindersicher verschließen und außer Reichweite lagern.
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Nie verschiedene Reiniger mischen. Aus WC-Reiniger (Säure) und Chlorreiniger kann ein giftiges Gas entstehen.
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Lüften und Schutzhandschuhe tragen, wenn das Etikett es verlangt.
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Gasflaschen und Kartuschen nicht in der Sonne oder im heißen Auto lassen: Der Druck steigt und sie können platzen. Von Flammen fernhalten.
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Etikett lesen, bevor du den Stoff verwendest.
Bei einer Vergiftung gilt: Ruhe bewahren, Notruf 112 oder den Giftnotruf anrufen, Verpackung bereithalten, nicht ohne Anweisung Erbrechen auslösen und nichts zu trinken geben.
Zu Hause findest du unter dem Spülbecken: WC-Reiniger, Spiritus, Rohrfrei und Scheibenreiniger für das Auto. Auf allen Flaschen sind Piktogramme abgebildet. a) Erkläre,…
Zu Hause findest du unter dem Spülbecken: WC-Reiniger, Spiritus, Rohrfrei und Scheibenreiniger für das Auto. Auf allen Flaschen sind Piktogramme abgebildet.
- a) Erkläre, warum diese Produkte kindersicher verschlossen und nicht in Lebensmittelflaschen umgefüllt werden sollen.
- b) Beschreibe, was du tust, wenn ein Geschwisterkind versehentlich einen Schluck Reiniger getrunken hat.
- c) Warum soll man verschiedene Reiniger nicht mischen?
Gefahren bewerten
Gefahrstoffe sind nicht verboten. Man darf sie benutzen, wenn man weiß, wie. Dazu gehört, die Gefahr abzuschätzen und den Nutzen zu vergleichen.
Eine gute Begründung nennt immer Gefahr, Schutzmaßnahme und Nutzen.
Ein Mittel gegen Kalk im Haushalt ist Essigreiniger, ein anderes ein stark ätzender Kalkentferner. Beide werden im Haushalt verwendet, tragen aber unterschiedliche…
Ein Mittel gegen Kalk im Haushalt ist Essigreiniger, ein anderes ein stark ätzender Kalkentferner. Beide werden im Haushalt verwendet, tragen aber unterschiedliche Kennzeichnung (der Essigreiniger oft kein Symbol oder höchstens das Ausrufezeichen, der Kalkentferner das Ätzsymbol).
- a) Erkläre, warum die Kennzeichnung unterschiedlich ist.
- b) Bewerte, ob man zum Entkalken des Wasserkochers besser das ungefährlichere Mittel verwenden sollte, auch wenn es länger dauert. Begründe.
Ein Mitschüler sagt: „Alles, was natürlich ist, ist ungefährlich, und alles, was ein Gefahrstoffsymbol trägt, ist verboten.“ a) Widerlege beide Aussagen mit je einem…
Ein Mitschüler sagt: „Alles, was natürlich ist, ist ungefährlich, und alles, was ein Gefahrstoffsymbol trägt, ist verboten.“
- a) Widerlege beide Aussagen mit je einem Beispiel.
- b) Erkläre, warum ein Gefahrstoff bei richtigem Umgang trotzdem verwendet werden darf.
Du sollst für eine Gruppe jüngerer Schüler ein Merkblatt „Sicher mit Haushaltschemikalien“ entwerfen. Es soll vier Regeln enthalten. a) Formuliere vier Regeln und…
Du sollst für eine Gruppe jüngerer Schüler ein Merkblatt „Sicher mit Haushaltschemikalien“ entwerfen. Es soll vier Regeln enthalten.
- a) Formuliere vier Regeln und begründe jede mit einer Gefahr.
- b) Entscheide, welche der vier Regeln du für die wichtigste hältst, und begründe deine Wahl.
Vom Anfang: Die Rauten auf den Flaschen unter dem Spülbecken warnen vor Brand, Gift, Ätzung oder Reizung. Wer sie lesen kann und sich an die Regeln hält, nutzt die Stoffe sicher.
Auf einen Blick
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Gefahrstoffe sind gekennzeichnet mit Piktogramm, Signalwort („Achtung“ oder „Gefahr“) sowie H- und P-Sätzen.
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Wichtige Symbole: Flamme (entzündbar), Totenkopf (giftig), Ausrufezeichen (reizend), Ätzwirkung, Gasflasche (Druck), Umwelt.
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Kein Symbol bedeutet nicht „ungefährlich“, und „natürlich“ bedeutet nicht „harmlos“.
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Im Chemieraum: Schutzbrille, Haare zusammenbinden, nichts essen oder trinken, nichts probieren.
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Im Haushalt: Originalverpackung, kindersicher lagern, Reiniger nie mischen, Etikett lesen.
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Bei Unfällen: Ruhe bewahren, Lehrkraft oder Notruf 112, bei Augenverätzung sofort lange spülen.