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Realschule 5 · Physik
Wetter, Schatten und Aggregatzustände (Klasse 5) · Aggregatzustände

Zustände und Übergänge

Im Winter ist die Pfütze auf dem Schulhof in Dortmund plötzlich zu Eis geworden. Im Sommer ist sie wieder weg, und das, obwohl sie nie gekocht hat. Wo ist das Wasser geblieben? Und was passiert eigentlich mit den kleinen Teilchen, aus denen das Wasser besteht? Das findest du hier heraus.

Die drei Aggregatzustände

Wasser kennst du in drei Formen: als Eis, als flüssiges Wasser und als Wasserdampf. Diese Formen heißen Aggregatzustände. Fast jeder Stoff kann in allen drei Zuständen vorkommen.

Aggregatzustand Beispiel Wasser Form und Volumen
fest Eis, Schnee feste Form, festes Volumen
flüssig Wasser im Glas passt sich dem Gefäß an, festes Volumen
gasförmig Wasserdampf, Wasserdampf in der Luft füllt jeden Raum aus

Achtung: Der weiße „Dampf“, den du über einer Tasse Tee siehst, ist schon wieder winzige Wassertröpfchen. Echter Wasserdampf ist unsichtbar.

Das Teilchenmodell

Alle Stoffe bestehen aus winzig kleinen Teilchen. Mit diesem Modell kann man die Zustände erklären:

Teilchenmodell: Anordnung der Teilchen in fest, flüssig und gasförmig fest flüssig gasförmig
  • fest: Die Teilchen sitzen dicht an dicht auf festen Plätzen. Sie zittern nur ein wenig hin und her.

  • flüssig: Die Teilchen liegen dicht beieinander, können aber aneinander vorbeigleiten.

  • gasförmig: Die Teilchen sind weit auseinander und fliegen schnell kreuz und quer.

Je höher die Temperatur, desto stärker ist die Wärmebewegung der Teilchen.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne die drei Aggregatzustände und gib für Wasser je ein Beispiel aus dem Alltag.

Nenne die drei Aggregatzustände und gib für Wasser je ein Beispiel aus dem Alltag.

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Üben★★☆Nicht begonnen
Beschreibe mit dem Teilchenmodell, wie die Teilchen in Eis, flüssigem Wasser und Wasserdampf angeordnet sind und wie sie sich bewegen.

Beschreibe mit dem Teilchenmodell, wie die Teilchen in Eis, flüssigem Wasser und Wasserdampf angeordnet sind und wie sie sich bewegen.

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Die Übergänge

Ein Stoff wechselt seinen Aggregatzustand, wenn ihm Wärme zugeführt oder entzogen wird.

Die vier Übergänge zwischen fest, flüssig und gasförmig fest flüssig gasförmig schmelzen erstarren verdampfen kondensieren Wärme zu Wärme ab Wärme zu Wärme ab
Übergang Name Beispiel
fest → flüssig Schmelzen Eiswürfel im Glas
flüssig → fest Erstarren (Gefrieren) Pfütze im Frost
flüssig → gasförmig Verdampfen Wasser im Kochtopf
gasförmig → flüssig Kondensieren beschlagener Spiegel

Beim Schmelzen und Verdampfen wird Wärme zugeführt: Die Teilchen werden schneller und lösen sich voneinander. Beim Erstarren und Kondensieren wird Wärme abgegeben: Die Teilchen werden langsamer und rücken zusammen.

Die Temperatur, bei der ein Stoff schmilzt bzw. erstarrt, heißt Schmelztemperatur bzw. Erstarrungstemperatur. Sie ist bei Wasser $0\,^\circ\mathrm{C}$ (Gefrierpunkt). Wasser siedet normalerweise bei $100\,^\circ\mathrm{C}$ (Siedepunkt).

Üben★☆☆Nicht begonnen
Ordne den Vorgängen den passenden Namen zu (Schmelzen, Verdampfen, Kondensieren, Erstarren): fest → flüssig, flüssig → gasförmig, gasförmig → flüssig, flüssig → fest.

Ordne den Vorgängen den passenden Namen zu (Schmelzen, Verdampfen, Kondensieren, Erstarren): fest → flüssig, flüssig → gasförmig, gasförmig → flüssig, flüssig → fest.

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Üben★☆☆Nicht begonnen
Im Winter gefriert eine Pfütze in Dortmund bei $0\ ^\circ\text{C}$. a) Wie nennt man diese Temperatur beim Übergang flüssig → fest? b) Bei welcher Temperatur siedet…

Im Winter gefriert eine Pfütze in Dortmund bei $0\ ^\circ\text{C}$.

  1. a) Wie nennt man diese Temperatur beim Übergang flüssig → fest?
  2. b) Bei welcher Temperatur siedet Wasser normalerweise?
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Üben★★☆Nicht begonnen
Ein Spiegel im Bad beschlägt beim Duschen. a) Welcher Übergang findet statt? b) Warum beschlägt der kalte Spiegel, aber nicht die warme Luft? c) Wie kann man das…

Ein Spiegel im Bad beschlägt beim Duschen.

  1. a) Welcher Übergang findet statt?
  2. b) Warum beschlägt der kalte Spiegel, aber nicht die warme Luft?
  3. c) Wie kann man das Beschlagen verhindern?
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Temperatur beim Schmelzen und Sieden

Eis wird mit einem Brenner erhitzt. Was zeigt das Thermometer? Die Messkurve sieht so aus:

Temperaturverlauf beim Erhitzen von Eis bis zum Sieden von Wasser mit zwei waagerechten Stufen 0 °C 100 °C Zeit Temperatur Schmelzen Eis erwärmt sich Wasser erwärmt sich Sieden

Auf den waagerechten Stücken steigt die Temperatur nicht, obwohl der Brenner weiter heizt. Die zugeführte Wärme wird jetzt dazu gebraucht, die Teilchen voneinander zu lösen: beim Schmelzen aus dem festen Verband, beim Sieden ganz aus der Flüssigkeit. Die Temperatur und damit die mittlere Bewegung der Teilchen bleiben dabei gleich. Erst wenn alles geschmolzen bzw. verdampft ist, steigt die Temperatur weiter.

Üben★★☆Nicht begonnen
Ein Eiswürfel liegt in einem Glas und schmilzt in der Küche. a) Was passiert mit den Teilchen, wenn Energie zugeführt wird? b) Warum bleibt die Temperatur des…

Ein Eiswürfel liegt in einem Glas und schmilzt in der Küche.

  1. a) Was passiert mit den Teilchen, wenn Energie zugeführt wird?
  2. b) Warum bleibt die Temperatur des Eis-Wasser-Gemischs beim Schmelzen bei $0\ ^\circ\text{C}$?
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Üben★★★Nicht begonnen
Wasser wird in einem Topf auf dem Herd erhitzt, bis es kocht, und kocht dann weiter. a) Skizziere in Worten den Temperaturverlauf über die Zeit. b) Warum steigt die…

Wasser wird in einem Topf auf dem Herd erhitzt, bis es kocht, und kocht dann weiter.

  1. a) Skizziere in Worten den Temperaturverlauf über die Zeit.
  2. b) Warum steigt die Temperatur während des Siedens nicht weiter, obwohl die Herdplatte weiter heizt?
  3. c) Beschreibe, was mit den Teilchen beim Sieden geschieht.
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Verdunsten und die Anomalie des Wassers

Verdunsten und Sieden

Nasse Wäsche trocknet auch bei $5\,^\circ\mathrm{C}$. Dabei lösen sich Teilchen nur an der Oberfläche aus dem Wasser und fliegen in die Luft. Das nennt man Verdunsten.

Verdunsten Sieden
Temperatur bei jeder Temperatur nur beim Siedepunkt
Wo? nur an der Oberfläche im ganzen Wasser (Blasen)
Tempo langsam schnell

Verdunsten geht schneller bei Wärme (schnellere Teilchen), Wind (der feuchte Dunst wird weggeweht) und großer Oberfläche (Wäsche auf der Leine statt zusammengeknüllt).

Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus

Die meisten Stoffe brauchen im festen Zustand weniger Platz als flüssig. Wasser ist eine Ausnahme: Im Eis ordnen sich die Teilchen in einem lockeren Gitter mit Lücken an. Deshalb nimmt Eis etwa 9 % mehr Raum ein als Wasser. Es hat bei gleichem Volumen weniger Masse, und darum schwimmt Eis auf Wasser.

Eine verschlossene, volle Flasche platzt im Gefrierfach, weil das Eis keinen Platz hat. Auf einem See bildet sich Eis oben, die Eisdecke schützt das Wasser darunter. Fische im Möhnesee überleben so den Winter.

Üben★★★Nicht begonnen
Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. Eine volle, verschlossene Glasflasche platzt im Gefrierfach. a) Erkläre mit dem Teilchenmodell, warum Eis mehr Platz braucht. b)…

Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. Eine volle, verschlossene Glasflasche platzt im Gefrierfach.

  1. a) Erkläre mit dem Teilchenmodell, warum Eis mehr Platz braucht.
  2. b) Warum schwimmt Eis auf Wasser?
  3. c) Warum ist das für Seen im Winter wichtig?
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Üben★★★Nicht begonnen
Nasse Wäsche trocknet bei $5\ ^\circ\text{C}$ draußen, obwohl das Wasser nicht kocht. a) Wie nennt man diesen Vorgang? b) Unterscheide Verdunsten und Sieden. c) Warum…

Nasse Wäsche trocknet bei $5\ ^\circ\text{C}$ draußen, obwohl das Wasser nicht kocht.

  1. a) Wie nennt man diesen Vorgang?
  2. b) Unterscheide Verdunsten und Sieden.
  3. c) Warum trocknet Wäsche bei Wind und Sonne schneller?
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Zurück zum Anfang: Die Pfütze in Dortmund ist im Winter erstarrt (Wärmeabgabe). Im Sommer ist sie durch Verdunsten verschwunden: Die Teilchen sind einzeln in die Luft entwichen.

Auf einen Blick

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