Beziehungen zwischen Lebewesen
Ein Wolf jagt im Rudel mit anderen Wölfen, konkurriert mit dem Luchs um dieselben Rehe und trägt Zecken mit sich herum, die sein Blut saugen. Kein Lebewesen lebt allein: Dieses Geflecht aus Beziehungen hält ein Ökosystem zusammen. Wie diese Beziehungen aussehen und wohin die Energie dabei fließt, lernst du auf dieser Seite.
Innerartliche und zwischenartliche Beziehungen
Im Buchenwald der Eifel kämpfen zwei Rothirsche um ein Revier. Gleichzeitig fressen Raupen die Blätter einer Buche. Verhalten sich Lebewesen gegenüber Artgenossen genauso wie gegenüber Lebewesen anderer Arten?
Biotische Umweltfaktoren sind alle Einflüsse, die von anderen Lebewesen ausgehen. Man unterscheidet, mit wem die Beziehung besteht.
Gib an, ob die folgenden Beziehungen intraspezifisch oder interspezifisch sind: ein Fischschwarm, der gemeinsam schwimmt, eine Biene, die an einer Blüte Nektar saugt,…
Gib an, ob die folgenden Beziehungen intraspezifisch oder interspezifisch sind: ein Fischschwarm, der gemeinsam schwimmt, eine Biene, die an einer Blüte Nektar saugt, zwei Hirsche, die um ein Weibchen kämpfen, und eine Zecke, die sich von einem Hund ernährt.
Ordne die folgenden Beziehungen den intraspezifischen oder interspezifischen zu: ein Wolfsrudel, das gemeinsam jagt, ein Bandwurm, der im Darm eines Wolfs lebt, zwei…
Ordne die folgenden Beziehungen den intraspezifischen oder interspezifischen zu: ein Wolfsrudel, das gemeinsam jagt, ein Bandwurm, der im Darm eines Wolfs lebt, zwei Wölfe, die um eine Beute streiten, und ein Rabe, der dem Rudel folgt, um Reste zu verwerten.
Zwei Mäusearten desselben Waldes ernähren sich von denselben Samen. Gib an, welche Art interspezifischer Beziehung sie haben, und begründe, was mit ihren Beständen…
Zwei Mäusearten desselben Waldes ernähren sich von denselben Samen. Gib an, welche Art interspezifischer Beziehung sie haben, und begründe, was mit ihren Beständen geschehen kann, wenn die Nahrung in einem Jahr knapp wird.
Räuber-Beute, Konkurrenz, Parasitismus und Symbiose
Konkurrenz kann auch innerartlich sein, etwa wenn Rothirsche um ein Revier kämpfen. Zwei Mäusearten, die dieselben Samen fressen, konkurrieren zwischenartlich: Wird die Nahrung knapp, kann der Bestand der unterlegenen Art zurückgehen.
Beispiele für Symbiose sind die Mykorrhiza (Pilz und Baumwurzel: Der Pilz liefert Wasser und Mineralstoffe, der Baum Zucker) und die Flechte (Alge und Pilz). Beispiele für Parasiten sind Zecke, Bandwurm und Kuckuck (der sich seine Jungen von fremden Vögeln aufziehen lässt).
Manche Bücher unterscheiden noch genauer: Mutualismus (beide Partner profitieren), Kommensalismus (einer profitiert, der andere hat weder Vor- noch Nachteil) und Parasitismus (einer profitiert, der andere wird geschädigt).
Koexistenz, Räuber-Beute-Schwankungen und invasive Arten
Arten können nebeneinander leben (Koexistenz), wenn sie unterschiedliche Ansprüche an die Umwelt stellen, etwa andere Nahrung, anderen Unterschlupf oder andere Aktivitätszeiten. Brauchen zwei Arten fast dasselbe, verdrängt meist die konkurrenzstärkere die andere.
Räuber- und Beutebestände schwanken oft: Nimmt die Beute zu, finden die Räuber mehr Nahrung und vermehren sich mit Verzögerung. Dann sinkt die Beute wieder, danach auch die Räuber. Der Räuberbestand folgt dem Beutebestand also zeitversetzt.
Invasive Arten (Neobiota), z. B. Waschbär, Signalkrebs oder Riesen-Bärenklau, wurden vom Menschen eingeschleppt. Sie können heimische Arten verdrängen. Greift man in ein Nahrungsnetz ein, wirkt sich das indirekt auf viele Arten aus.
Definiere, was Mutualismus (Symbiose zum gegenseitigen Nutzen) ist, und nenne ein Beispiel. Gib an, was jede Art aus der Beziehung gewinnt.
Definiere, was Mutualismus (Symbiose zum gegenseitigen Nutzen) ist, und nenne ein Beispiel. Gib an, was jede Art aus der Beziehung gewinnt.
Unterscheide Mutualismus, Kommensalismus und Parasitismus und ordne diese Fälle zu: eine Flechte (Alge und Pilz, die sich gegenseitig nützen), der Schiffshalter, der am…
Unterscheide Mutualismus, Kommensalismus und Parasitismus und ordne diese Fälle zu: eine Flechte (Alge und Pilz, die sich gegenseitig nützen), der Schiffshalter, der am Hai haftend mitreist, ohne ihm zu schaden, und der Bandwurm, der im Darm eines Menschen lebt.
In einem Flussabschnitt leben der Europäische Nerz (heimisch) und der Amerikanische Nerz (invasive Art) nebeneinander. Ein kommunaler Plan schlägt vor: „Um den Rückgang…
In einem Flussabschnitt leben der Europäische Nerz (heimisch) und der Amerikanische Nerz (invasive Art) nebeneinander. Ein kommunaler Plan schlägt vor: „Um den Rückgang des Europäischen Nerzes zu stoppen, werden wir regelmäßig Tonnen von Fischen und Krebsen einbringen, damit es reichlich Nahrung gibt und beide Arten problemlos zusammenleben.“
- a) Argumentiere mithilfe der Begriffe ökologische Nische (Gesamtheit der Ressourcen und Bedingungen – Nahrung, Raum, Unterschlupf –, die eine Art braucht, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielt) und Konkurrenzausschluss (zwei Arten mit derselben Nische können nicht dauerhaft am selben Ort koexistieren), warum der Vorschlag der Gemeinde das Verschwinden des Europäischen Nerzes nicht verhindern wird.
- b) Stelle eine begründete Hypothese auf, welche direkten und indirekten Folgen das gleichzeitige Vorkommen beider Arten für die heimischen Amphibienbestände haben kann, solange die Konkurrenz andauert.
In einem Naturschutzgebiet werden folgende jährliche Zählungen von Kaninchen (Beute) und Füchsen (Räuber) festgehalten: Jahr 1: 500 Kaninchen und 20 Füchse. Jahr 2: 800…
In einem Naturschutzgebiet werden folgende jährliche Zählungen von Kaninchen (Beute) und Füchsen (Räuber) festgehalten:
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Jahr 1: 500 Kaninchen und 20 Füchse.
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Jahr 2: 800 Kaninchen und 35 Füchse.
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Jahr 3: 400 Kaninchen und 50 Füchse.
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Jahr 4: 250 Kaninchen und 30 Füchse.
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Jahr 5: 550 Kaninchen und 22 Füchse.
- a) Ein Förster behauptet: „Im Jahr 3 war der Fuchsbestand am größten, weil es in diesem Jahr sehr viele Kaninchen gab.“ Widerlege diese Aussage, indem du die Daten auswertest und das Phänomen der zeitlichen Verzögerung in der Räuber-Beute-Dynamik erklärst.
- b) Sage begründet voraus, welche Tendenz (Zunahme oder Abnahme) beide Bestände im Jahr 6 zeigen werden, wenn keine äußeren Faktoren eingreifen.
Bei einem Renaturierungsprojekt für einen nach einem Brand verkohlten Wald werden Eichensetzlinge auf zwei Flächen mit geschädigtem, nährstoffarmem Boden gepflanzt:…
Bei einem Renaturierungsprojekt für einen nach einem Brand verkohlten Wald werden Eichensetzlinge auf zwei Flächen mit geschädigtem, nährstoffarmem Boden gepflanzt:
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Fläche 1: Hitzesterilisierter Boden, dem reichlich löslicher Mineraldünger (Stickstoff und Phosphor) zugegeben wird.
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Fläche 2: Nicht sterilisierter Boden, der mit mykorrhizabildenden Pilzen beimpft wird, ohne Mineraldünger.
Im ersten Sommer, der von extremer Trockenheit geprägt ist, sterben 85 % der Setzlinge auf Fläche 1 durch Austrocknung, während 90 % der Setzlinge auf Fläche 2 überleben und kräftig wachsen.
- a) Bestimme und beschreibe die interspezifische Beziehung, die für den Erfolg der Setzlinge auf Fläche 2 verantwortlich ist.
- b) Erkläre, warum der Mineraldünger auf Fläche 1 nicht ausreichte, um das Überleben der Eichen unter den Trockenheitsbedingungen zu sichern.
Produzenten, Konsumenten, Destruenten und Nahrungsnetze
Auf einer Wiese bei Münster fressen Heuschrecken Gras, Frösche fangen Heuschrecken und Ringelnattern fressen Frösche. Wie stellt man den Weg der Nahrung übersichtlich dar?
Die Lebewesen eines Ökosystems erfüllen drei Aufgaben:
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Produzenten (grüne Pflanzen, Algen) stellen durch Fotosynthese aus Kohlenstoffdioxid und Wasser mithilfe von Lichtenergie Traubenzucker her.
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Konsumenten fressen andere Lebewesen. Pflanzenfresser sind Konsumenten 1. Ordnung, Fleischfresser, die sie fressen, Konsumenten 2. Ordnung usw.
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Destruenten (Pilze, Bakterien) bauen tote Reste ab. Pilze sind weder Pflanzen (sie betreiben keine Fotosynthese) noch Tiere (sie haben keine Mundöffnung und fressen nicht, sondern nehmen Nährstoffe über ihr Pilzgeflecht (Hyphen) auf; ihre Zellwände enthalten Chitin). Bodenlebewesen wie Regenwurm, Asseln und Springschwänze fressen und zerkleinern die Laubstreu (Zersetzer, „Abfallfresser“); sie bereiten so den Abbau durch die eigentlichen Destruenten vor. Pilze und Bakterien zersetzen die Reste weiter. So gelangen Mineralstoffe zurück in den Boden, die Produzenten wieder aufnehmen.
Stoff- und Energiefluss
Zwei Vorgänge verbinden Produzenten und alle anderen Lebewesen:
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Fotosynthese: Kohlenstoffdioxid + Wasser → (Lichtenergie) Traubenzucker + Sauerstoff
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Zellatmung: Traubenzucker + Sauerstoff → Kohlenstoffdioxid + Wasser + nutzbare Energie
Die Fotosynthese bindet Lichtenergie in Traubenzucker. Die Zellatmung setzt diese Energie in allen Lebewesen frei, auch in den Pflanzen: Sie atmen ebenfalls, nicht nur Tiere. Der Kohlenstoff wandert dabei im Kohlenstoffkreislauf: aus der Luft (CO₂) in die Pflanzen, über die Nahrungskette zu den Konsumenten, durch Atmung und Destruenten wieder als CO₂ in die Luft. Die Energie dagegen fließt nur in eine Richtung durch das Ökosystem.
Bestimme in der Nahrungskette Gras → Heuschrecke → Frosch → Schlange den Produzenten und nenne den Konsumenten 1., 2. und 3. Ordnung.
Bestimme in der Nahrungskette Gras → Heuschrecke → Frosch → Schlange den Produzenten und nenne den Konsumenten 1., 2. und 3. Ordnung.
Gib für die Nahrungskette Eiche → Raupe → Blaumeise → Sperber an, welche Trophiestufe jeder Organismus einnimmt (Produzent, Konsument 1., 2. oder 3. Ordnung).
Gib für die Nahrungskette Eiche → Raupe → Blaumeise → Sperber an, welche Trophiestufe jeder Organismus einnimmt (Produzent, Konsument 1., 2. oder 3. Ordnung).
Gib an, ob die folgenden Organismen Produzenten, Konsumenten oder Destruenten sind: ein Pilz, ein Salatkopf, eine Kuh, ein Bakterium, ein Regenwurm und ein Adler.
Gib an, ob die folgenden Organismen Produzenten, Konsumenten oder Destruenten sind: ein Pilz, ein Salatkopf, eine Kuh, ein Bakterium, ein Regenwurm und ein Adler.
Das Schema stellt ein Nahrungsnetz dar; die Pfeile zeigen vom Organismus, der als Nahrung dient, zu dem, der ihn frisst. a) Welcher Organismus verbirgt sich hinter dem…
Das Schema stellt ein Nahrungsnetz dar; die Pfeile zeigen vom Organismus, der als Nahrung dient, zu dem, der ihn frisst.
- a) Welcher Organismus verbirgt sich hinter dem Symbol „?“, wenn du weißt, dass er sich von Fröschen und Mäusen ernährt?
- b) Nenne die Konsumenten 1. Ordnung des Netzes.
- c) Sage voraus, was mit den Beständen der Kaninchen und der Pflanzen geschehen würde, wenn die Füchse verschwänden.
Stelle das Nahrungsnetz aus diesen Organismen mit Pfeilen dar: Phytoplankton, Sardine, Thunfisch und Möwe. Die Sardine ernährt sich von Phytoplankton, Thunfisch und Möwe…
Stelle das Nahrungsnetz aus diesen Organismen mit Pfeilen dar: Phytoplankton, Sardine, Thunfisch und Möwe. Die Sardine ernährt sich von Phytoplankton, Thunfisch und Möwe ernähren sich von Sardinen. Gib anschließend an, welche Trophiestufe jeder einnimmt.
Nach einer Seuche, die den Fuchsbestand in einem Eichenwald um 90 % verringert, hält ein Ökologenteam über drei Jahre folgende Veränderungen fest: Jahr 1: Der…
Nach einer Seuche, die den Fuchsbestand in einem Eichenwald um 90 % verringert, hält ein Ökologenteam über drei Jahre folgende Veränderungen fest:
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Jahr 1: Der Kaninchenbestand verdoppelt sich, und die krautige Pflanzendecke verändert sich kaum.
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Jahr 2: Die Grasdecke geht um 70 % zurück, und der Boden beginnt stark zu erodieren.
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Jahr 3: Der Kaninchenbestand bricht plötzlich zusammen und fällt weit unter das Ausgangsniveau, obwohl die Füchse weiterhin fehlen.
- a) Erkläre die trophische Kaskade, die das Verschwinden der Füchse mit der Schädigung der Vegetation im Jahr 2 verbindet.
- b) Formuliere eine ökologische Hypothese, die begründet, warum der Kaninchenbestand im Jahr 3 einbrach, obwohl es keine Räuber gab, die ihn jagten.
Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina*) zu bremsen, die Honigbienen an den Bienenstöcken jagt, schlägt ein Verein vor, im ganzen Wald Flaschen mit…
Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) zu bremsen, die Honigbienen an den Bienenstöcken jagt, schlägt ein Verein vor, im ganzen Wald Flaschen mit Zuckerwasser und Bier als Lockmittel aufzustellen, in denen die Hornissen ertrinken sollen.
- a) Analysiere die indirekte Auswirkung, die der durch die Hornisse verursachte Verlust von Bienen auf zwei verschiedene Trophiestufen hat: die wild wachsenden Pflanzen als Produzenten und die fruchtfressenden Vögel des Ökosystems.
- b) Bewerte den Vorschlag des Vereins kritisch: Begründe, warum diese unselektive Fangmethode mit süßen Flüssigkeiten kontraproduktiv sein und die Biodiversität des Ökosystems noch stärker schädigen kann.
Auf einer ozeanischen Insel leben drei Schlüsselarten nebeneinander: bodenbrütende Seevögel, invasive Ratten (Allesfresser, die Samen fressen und Eier und Küken…
Auf einer ozeanischen Insel leben drei Schlüsselarten nebeneinander: bodenbrütende Seevögel, invasive Ratten (Allesfresser, die Samen fressen und Eier und Küken erbeuten) und verwilderte Katzen (Räuber, die sowohl Ratten als auch ausgewachsene Vögel jagen). Um die Vögel zu schützen, beschließen die Behörden, ausschließlich die Katzen auszurotten.
- a) Zeichne das Nahrungsnetz, das diese Arten verbindet (einschließlich der Produzenten der Insel), und gib die Art der interspezifischen Beziehung zwischen den einzelnen Arten an.
- b) Sage die Abfolge von Veränderungen voraus, die das Ökosystem nach der vollständigen Beseitigung der Katzen erfährt, und leite ab, was mit dem Seevogelbestand geschieht (Phänomen der Mesoprädator-Freisetzung).
- c) Entwirf eine besser geeignete Managementalternative, die die Fachleute hätten in Betracht ziehen müssen, um den tatsächlichen Schutz der Vögel zu gewährleisten.
Energieentwertung und Energiepyramide
In einem Naturschutzgebiet wachsen Millionen Grashalme, es leben Tausende Pflanzenfresser, aber nur wenige Greifvögel. Warum gibt es immer weniger Räuber als Beutetiere?
Die Energiepyramide stellt diese Abnahme als Bild dar: Jede Trophiestufe ist ein Balken, die unterste (Produzenten) ist am breitesten, nach oben werden die Balken schmaler. Die Zahlen (etwa 10 %) sind nur Richtwerte zur Veranschaulichung. Als Maß dient oft die Biomasse (Biomassepyramide, in kg). Sie kann in Ausnahmen „umgekehrt“ aussehen, z. B. im offenen Meer: Das Phytoplankton hat wenig Biomasse, wird aber sehr schnell neu gebildet und sofort gefressen. Eine Momentaufnahme zeigt dann mehr Zooplankton als Phytoplankton.
Historisches Experiment: Van Helmont
Der Arzt Jan Baptist VAN HELMONT pflanzte im 17. Jahrhundert eine Weide (etwa 2,3 kg) in einen Topf mit 90,8 kg getrockneter Erde und goss sie nur mit Regenwasser. Nach fünf Jahren wog der Baum etwa 76,7 kg, die Erde hatte aber nur etwa 57 g verloren. Seine Hypothese: Die Pflanze baut sich aus Wasser auf. Auswertung: Der kaum veränderte Erdverlust widerlegt, dass die Masse aus dem Boden stammt. Dass Wasser eine Quelle ist, passt zum Ergebnis, beweist aber nicht, dass es die einzige ist. Das Experiment erfasste weder das Kohlenstoffdioxid der Luft noch das Licht. Heute weißt du: Die Pflanze bindet mithilfe von Lichtenergie Kohlenstoffdioxid und Wasser zu Traubenzucker (Stoffe) und speichert so Energie. Die Erde liefert nur geringe Mengen Mineralstoffe.
Erkläre den Unterschied zwischen einer Nahrungskette und einem Nahrungsnetz und begründe, warum das Netz besser beschreibt, was in einem echten Ökosystem geschieht.
Erkläre den Unterschied zwischen einer Nahrungskette und einem Nahrungsnetz und begründe, warum das Netz besser beschreibt, was in einem echten Ökosystem geschieht.
Ein Investor behauptet: „Wir können eine kommerzielle Löwenfarm aufbauen, in der die Löwen ausschließlich mit dem Fleisch von Kälbern gefüttert werden, die auf unseren…
Ein Investor behauptet: „Wir können eine kommerzielle Löwenfarm aufbauen, in der die Löwen ausschließlich mit dem Fleisch von Kälbern gefüttert werden, die auf unseren Weiden aufgezogen werden, und wir erhalten fast so viel Löwenfleisch zum Verkauf, wie wenn wir die Kälber direkt verkaufen würden.“
- a) Zeige rechnerisch mit der 10-%-Regel der ökologischen Effizienz und ausgehend von 100 000 kJ Sonnenenergie, die das Gras gebunden hat, wie viel Energie bei den Kälbern ankommt und wie viel bei den Löwen ankäme.
- b) Widerlege mithilfe deiner Berechnungen die Behauptung des Investors und begründe, warum es in natürlichen Landökosystemen fast nie Räuber in einer fünften oder sechsten Trophiestufe gibt.
Analysiere die folgenden Biomassedaten zweier verschiedener Ökosysteme: Landökosystem (Wiese): Produzenten (Gras) = 10 000 kg; Pflanzenfresser (Heuschrecken) = 1 000 kg;…
Analysiere die folgenden Biomassedaten zweier verschiedener Ökosysteme:
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Landökosystem (Wiese): Produzenten (Gras) = 10 000 kg; Pflanzenfresser (Heuschrecken) = 1 000 kg; Primärkarnivoren (Frösche) = 100 kg; Sekundärkarnivoren (Schlangen) = 10 kg.
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Meeresökosystem (offenes Meer): Phytoplankton = 20 kg; pflanzenfressendes Zooplankton = 120 kg; kleine Fische = 15 kg.
- a) Eine erwachsene Schlange dieser Wiese wiegt etwa 0,5 kg. Berechne, wie viele Schlangen dieses Ökosystem höchstens ernähren kann, und begründe, warum es nicht möglich wäre, einen stabilen Bestand von 60 erwachsenen Schlangen zu halten.
- b) Ein Schüler behauptet, die Daten des Meeresökosystems seien falsch, weil „eine Biomassepyramide niemals an der Basis weniger Biomasse haben kann als auf der obersten Stufe“. Widerlege seine Behauptung, indem du erklärst, wie es möglich ist, dass diese Phytoplanktonmasse eine sechsmal größere Zooplanktonbiomasse ernährt.
Zurück zum Anfang: Der Wolf aus dem Einstieg zeigt alles: Die Rudeljagd ist eine innerartliche Beziehung, die Konkurrenz mit dem Luchs um Rehe ist zwischenartlich, die Zecke ist ein Parasit, und die Rehe, die er frisst, hängen über die Nahrungskette von den Pflanzen ab.