Energie sparen im Alltag
Im Klassenraum brennt das Licht, obwohl alle schon in der Pause sind. Der Fernseher zu Hause leuchtet rot, obwohl niemand schaut. Kostet das eigentlich etwas? Und wer bezahlt es am Ende? Auf dieser Seite findest du es heraus.
Wo Energie verbraucht wird
Strom und Wärme brauchen wir jeden Tag: für Licht, Computer, Kühlschrank, Heizung und Warmwasser. Diese Energie kommt zum großen Teil aus Kohle, Erdgas und Erdöl. Davon gibt es nur begrenzt viel. Energie ist deshalb ein knappes Gut. Beim Verbrennen entsteht außerdem Kohlendioxid (CO₂), das unserem Klima schadet.
Energie sparen heißt: Wir verbrauchen weniger Energie, ohne dass wir auf etwas Wichtiges verzichten müssen. Das nennt man auch Energieeinsparung und gehört zur Ressourcenschonung.
Die Balken zeigen ungefähre Anteile am Energieverbrauch eines Haushalts: Heizung etwa 65 %, Warmwasser etwa 15 %, Geräte und Licht etwa 12 %, Kochen etwa 7 %. Die Heizung ist also der größte Posten. Beim Strom sind es vor allem Geräte und Licht.
Um Möglichkeiten zum Energiesparen zu beurteilen, helfen dir einfache Kriterien: Was spart am meisten Energie? Was kostet wenig Geld? Was kostet wenig Mühe? Eine Maßnahme ist besonders gut, wenn sie bei diesen Fragen gut abschneidet. Das Ausschalten des Lichts kostet zum Beispiel nichts und ist leicht, spart aber nur wenig. Richtiges Heizen spart dagegen viel.
Nenne drei Möglichkeiten, wie man zu Hause Energie sparen kann, zum Beispiel beim Licht, bei der Heizung oder bei Geräten.
Nenne drei Möglichkeiten, wie man zu Hause Energie sparen kann, zum Beispiel beim Licht, bei der Heizung oder bei Geräten.
Erkläre, warum Energiesparen gut für die Umwelt und gleichzeitig gut für den Geldbeutel ist.
Erkläre, warum Energiesparen gut für die Umwelt und gleichzeitig gut für den Geldbeutel ist.
Verbrauch und Kosten berechnen
Wie viel Strom ein Gerät braucht, hängt von zwei Dingen ab: von seiner Leistung (in Watt, W) und davon, wie lange es läuft. Gemessen wird der Verbrauch in Kilowattstunden (kWh).
Warum kWh? Ein Gerät mit 1.000 W, das eine Stunde läuft, verbraucht genau 1 kWh. Je länger oder stärker, desto mehr.
Auch ein Gerät im Standby verbraucht Strom, obwohl es nichts „tut". Viele kleine Verbraucher ergeben zusammen einen großen. Eine abschaltbare Steckdosenleiste vermeidet das.
Eine Glühlampe verbraucht 60 W, eine LED-Lampe mit gleicher Helligkeit 8 W. Beide brennen täglich 4 Stunden. a) Berechne den Stromverbrauch pro Jahr (365 Tage) in kWh…
Eine Glühlampe verbraucht 60 W, eine LED-Lampe mit gleicher Helligkeit 8 W. Beide brennen täglich 4 Stunden.
- a) Berechne den Stromverbrauch pro Jahr (365 Tage) in kWh für beide Lampen.
- b) Wie viel Euro spart man pro Jahr mit der LED, wenn 1 kWh 0,35 € kostet?
Familie Schneider aus Münster lässt täglich den Fernseher im Standby (5 W) laufen, 20 Stunden pro Tag. a) Berechne den Verbrauch pro Jahr in kWh. b) Berechne die Kosten…
Familie Schneider aus Münster lässt täglich den Fernseher im Standby (5 W) laufen, 20 Stunden pro Tag.
- a) Berechne den Verbrauch pro Jahr in kWh.
- b) Berechne die Kosten bei 0,35 € pro kWh.
- c) Nenne eine einfache Möglichkeit, diese Kosten zu vermeiden.
Richtig heizen und lüften
Die Heizung verbraucht im Haushalt den größten Teil der Energie. Mit einfachen Regeln sparst du viel:
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Stoßlüften: Fenster 5 Minuten ganz öffnen, dabei die Heizung abdrehen.
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Fenster im Winter nicht dauerhaft kippen.
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Türen zu geheizten Räumen schließen.
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Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zustellen.
Warum ist Stoßlüften besser? Beim Stoßlüften wird die Luft schnell ausgetauscht, aber Wände und Möbel bleiben warm. Beim Kippen strömt stundenlang kalte Luft herein, die Wände kühlen aus, und die Heizung heizt ständig dagegen an.
In deiner Schule bleibt nach dem Unterricht das Licht im Klassenraum an. Nenne zwei Maßnahmen, damit das nicht passiert.
In deiner Schule bleibt nach dem Unterricht das Licht im Klassenraum an. Nenne zwei Maßnahmen, damit das nicht passiert.
Im Winter öffnet man beim Stoßlüften das Fenster etwa 5 Minuten ganz; beim Dauerlüften bleibt es den ganzen Tag gekippt. a) Erkläre, warum Stoßlüften Energie spart. b)…
Im Winter öffnet man beim Stoßlüften das Fenster etwa 5 Minuten ganz; beim Dauerlüften bleibt es den ganzen Tag gekippt.
- a) Erkläre, warum Stoßlüften Energie spart.
- b) Erstelle drei Regeln für richtiges Lüften und Heizen im Klassenzimmer.
Sparen in der Schule: Prozente und Rechnungen
Auch eine Schule kann viel sparen, zum Beispiel mit LED-Lampen, Abschaltplänen und Energiebeauftragten in der Klasse. Wie viel das bringt, rechnest du mit Prozenten.
Danach spart die Schule jedes Jahr Geld, und die Umwelt wird entlastet.
Der Rebound-Effekt
Manchmal sparen Menschen weniger als gedacht. Wer sparsame LED-Lampen kauft und das Licht deshalb länger brennen lässt, verbraucht wieder mehr. Diesen Effekt nennt man Rebound-Effekt. Sparsame Geräte helfen nur, wenn wir sie nicht übermäßig nutzen.
Eine Schule mit 600 Schülerinnen und Schülern verbraucht jährlich 90.000 kWh Strom. Durch Energiesparmaßnahmen (LED-Beleuchtung, Abschaltpläne) sinkt der Verbrauch um 15…
Eine Schule mit 600 Schülerinnen und Schülern verbraucht jährlich 90.000 kWh Strom. Durch Energiesparmaßnahmen (LED-Beleuchtung, Abschaltpläne) sinkt der Verbrauch um 15 %. Der Strompreis beträgt 0,30 € pro kWh.
- a) Berechne die eingesparten kWh.
- b) Berechne die Kosteneinsparung pro Jahr.
- c) Die Maßnahmen kosteten 12.000 €. Nach wie vielen Jahren haben sie sich bezahlt gemacht (gerundet)?
Der „Rebound-Effekt“ bedeutet: Wer sparsamere Geräte kauft, nutzt sie manchmal mehr, sodass die Einsparung kleiner ausfällt. Beispiel: Eine Familie ersetzt ihre Lampen…
Der „Rebound-Effekt“ bedeutet: Wer sparsamere Geräte kauft, nutzt sie manchmal mehr, sodass die Einsparung kleiner ausfällt. Beispiel: Eine Familie ersetzt ihre Lampen durch LEDs und lässt das Licht deshalb länger brennen.
- a) Erkläre den Rebound-Effekt mit eigenen Worten.
- b) Berechne: Eine Lampe mit 60 W läuft 4 Stunden täglich. Die LED hat 10 W, läuft aber 8 Stunden täglich. Vergleiche den Tagesverbrauch in Wh.
- c) Beurteile, ob sich die Umstellung dennoch lohnt, und begründe.
Wer kann etwas tun?
Du bist nur einer von vielen. Trotzdem zählt dein Verhalten, denn viele einzelne Entscheidungen zusammen machen einen großen Unterschied. Auch andere tragen Verantwortung:
| Wer? | Was kann er tun? |
|---|---|
| Du und deine Familie | Licht ausschalten, richtig lüften, Standby vermeiden |
| Unternehmen | sparsame Geräte herstellen, Produktion effizient gestalten |
| Politik (Staat) | Regeln und Förderung, z. B. Energiekennzeichen auf Geräten |
Ein Schüler sagt: „Mein Verhalten spielt keine Rolle, ich bin ja nur einer von Millionen.“ a) Entkräfte diese Aussage mit zwei Argumenten. b) Erläutere, welche Rolle…
Ein Schüler sagt: „Mein Verhalten spielt keine Rolle, ich bin ja nur einer von Millionen.“
- a) Entkräfte diese Aussage mit zwei Argumenten.
- b) Erläutere, welche Rolle Politik und Unternehmen beim Energiesparen spielen.
- c) Entwickle einen Plan für eine Energiespar-Aktion an deiner Schule mit drei konkreten Schritten.
Zurück zum Anfang: Das Licht im leeren Klassenraum und der Standby-Fernseher kosten Geld und belasten die Umwelt. Ausschalten kostet nichts.
Auf einen Blick
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Energie ist ein knappes Gut. Energiesparen schont Umwelt und Geldbeutel.
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Verbrauch: Leistung · Zeit; 1 kWh = 1.000 Wh. Kosten = kWh · Preis.
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Standby und Dauerlicht verbrauchen unnötig Strom.
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Stoßlüften statt Kippen, Heizkörper frei lassen.
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Der Rebound-Effekt kann Einsparungen verkleinern.
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Du, Unternehmen und Politik können alle zum Energiesparen beitragen.