Skelettbau, Fortbewegung und Nahrungserwerb
Ein Feldhase flitzt über ein Feld im Münsterland, ein Maulwurf gräbt unter dem Rasen, ein Mäusebussard kreist über der Eifel. Alle drei haben ein Skelett – und doch sehen ihre Körper völlig verschieden aus. Wie kommt das? Am Ende der Seite weißt du es.
Das Skelett der Säugetiere
Das Skelett stützt den Körper, gibt ihm seine Form und schützt die inneren Organe. Mit den Muskeln zusammen ermöglicht es die Bewegung.
Das Skelett eines Säugetiers wie des Feldhasen besteht aus diesen Teilen:
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Schädel: schützt das Gehirn und trägt Gebiss und Sinnesorgane.
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Wirbelsäule: hält den Körper und ist beweglich; sie schützt das Rückenmark.
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Rippen und Brustbein: bilden den Brustkorb, der Herz und Lunge schützt.
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Gliedmaßen mit Schulter- und Beckengürtel: tragen den Körper und bewegen ihn.
Gliedmaßen und Fortbewegung
Die Gliedmaßen sind je nach Lebensraum unterschiedlich gebaut:
| Tier | Fortbewegung | Angepasstheit |
|---|---|---|
| Feldhase | Laufen, Springen | lange Hinterbeine mit kräftigen Muskeln |
| Reh | schnelles Laufen | lange, dünne Beine, Zehenspitzengang (Huf) |
| Maulwurf | Graben | breite „Grabschaufeln“ mit starken Krallen |
| Eichhörnchen | Klettern | Krallen, langer Schwanz zum Balancieren |
| Stockente | Schwimmen, Fliegen | Schwimmhäute, Flügel |
Maulwurf: Die Vordergliedmaßen sind kurz, kräftig und schaufelförmig verbreitert, mit großen Krallen. Damit schiebt er Erde zur Seite. Das passt zum Leben unter der Erde.
Reh und Pferd: Sie sind Fluchttiere. Lange Beine und der Gang auf den Zehenspitzen ergeben große Schritte; so entkommen sie Feinden schnell.
Ordne den Tieren Fortbewegungsarten zu: Feldhase, Maulwurf, Stockente, Eichhörnchen. Verwende die Begriffe Laufen/Springen, Graben, Schwimmen/Fliegen, Klettern. Eine…
Ordne den Tieren Fortbewegungsarten zu: Feldhase, Maulwurf, Stockente, Eichhörnchen. Verwende die Begriffe Laufen/Springen, Graben, Schwimmen/Fliegen, Klettern. Eine Fortbewegungsart darf auch mehrfach vorkommen.
Ein Maulwurf und ein Reh leben in Nordrhein-Westfalen. a) Beschreibe, wie die Vordergliedmaßen des Maulwurfs gebaut sind. b) Erkläre, wie diese Bauweise zu seinem…
Ein Maulwurf und ein Reh leben in Nordrhein-Westfalen.
- a) Beschreibe, wie die Vordergliedmaßen des Maulwurfs gebaut sind.
- b) Erkläre, wie diese Bauweise zu seinem Lebensraum passt.
- c) Nenne, wie die Beine des Rehs zur Fortbewegung auf Wiesen und im Wald angepasst sind.
Vögel: leicht und stabil
Vögel müssen leicht sein, um zu fliegen. Ihr Körper ist deshalb an vielen Stellen angepasst:
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Hohlknochen: Viele Vogelknochen sind innen hohl und mit Luft gefüllt. Im Inneren stützen dünne Knochenstreben den Knochen. Das spart Masse, und der Knochen bleibt trotzdem stabil.
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Federn: Sie sind sehr leicht und bilden die Flügelfläche.
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Kräftiger Brustknochen (Brustbeinkamm): Daran setzen die starken Flugmuskeln an.
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Keine Zähne, ein Hornschnabel: Das spart Gewicht am Kopf.
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Stromlinienform des Körpers.
Die Streben im Inneren wirken wie die Stäbe in einem Fachwerk oder einer Brücke: Sie verteilen die Kräfte, ohne viel Material zu brauchen.
Vögel haben besondere Knochen. Erkläre, was man unter „Hohlknochen“ versteht und warum sie für das Fliegen vorteilhaft sind.
Vögel haben besondere Knochen. Erkläre, was man unter „Hohlknochen“ versteht und warum sie für das Fliegen vorteilhaft sind.
Du vergleichst im Biologieunterricht einen Hühnerknochen (Oberschenkel) mit einem Knochen eines Rindes. Beide Knochen werden durchgesägt. a) Beschreibe, welchen…
Du vergleichst im Biologieunterricht einen Hühnerknochen (Oberschenkel) mit einem Knochen eines Rindes. Beide Knochen werden durchgesägt.
- a) Beschreibe, welchen Unterschied im Inneren du bei Vogel- und Säugetierknochen erwartest.
- b) Erkläre, warum man trotzdem sagen kann, dass der Vogelknochen stabil ist.
- c) Nenne eine weitere Angepasstheit des Vogelkörpers an das Fliegen.
Ein Schüler behauptet: „Ein Vogel ist leicht, weil er dünne, kleine Knochen hat.“ a) Beurteile diese Aussage mithilfe des Baus von Vogelknochen. b) Beschreibe ein…
Ein Schüler behauptet: „Ein Vogel ist leicht, weil er dünne, kleine Knochen hat.“
- a) Beurteile diese Aussage mithilfe des Baus von Vogelknochen.
- b) Beschreibe ein Experiment, mit dem du Vogelknochen und Säugetierknochen in Masse und Stabilität vergleichen kannst. Nenne, was gleich gehalten werden muss (zum Beispiel Größe der Knochen).
- c) Nenne eine mögliche Fehlerquelle des Experiments.
Experiment: Knochen vergleichen
Du willst prüfen, ob Vogelknochen bei gleicher Größe leichter sind als Säugetierknochen. Dabei darf sich nur eine Sache ändern (Variablenkontrolle).
Mögliche Fehlerquellen: Die Knochen sind nicht wirklich gleich groß, sie sind unterschiedlich trocken, die Waage ist ungenau oder die Belastung wird nicht gleichmäßig aufgebracht. Auch ein Knochen von nur einem einzelnen Tier ist wenig aussagekräftig.
Nahrungserwerb: Gebiss und Schnabel
Säugetiere haben Zähne, Vögel einen Schnabel. Beide sind an die Nahrung angepasst.
Raubtiergebiss (Rotfuchs):
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Schneidezähne: zupfen Fleischreste vom Knochen und halten kleine Beutestücke fest.
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Eckzähne: spitz, fassen und töten die Beute.
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Backenzähne: hinten; der größte, der Reißzahn, zerschneidet Fleisch wie eine Schere.
Pflanzenfresser (Pferd, Reh): Schneidezähne zum Abbeißen, flache Backenzähne mit Kauflächen zum Zermahlen; Eckzähne sind klein oder fehlen.
| Rotfuchs | Pferd | |
|---|---|---|
| Gebiss | spitze Eckzähne, Reißzahn | Schneidezähne zum Abbeißen, flache Backenzähne zum Mahlen |
| Gliedmaßen | Pfoten mit Krallen | lange Beine mit Huf |
| Fortbewegung | Schleichen, Laufen | schneller Dauerlauf |
| Zweck | Beute fangen | vor Feinden fliehen |
Vögel: Sie haben keine Zähne; das spart Masse beim Fliegen. Die Form des Schnabels passt zur Nahrung. Der Eichelhäher hat einen kräftigen Schnabel zum Knacken von Eicheln und Nüssen. Der Mäusebussard hat einen Hakenschnabel zum Zerreißen der Beute, kräftige Krallen (Greifer) zum Packen und sehr scharfe Augen zum Erspähen kleiner Tiere vom Himmel aus.
Ein Eichelhäher (Vogel) und ein Rotfuchs (Säugetier) suchen Nahrung. a) Beschreibe, wie Schnabel bzw. Gebiss an die Nahrung angepasst sind. b) Erkläre, warum Vögel keine…
Ein Eichelhäher (Vogel) und ein Rotfuchs (Säugetier) suchen Nahrung.
- a) Beschreibe, wie Schnabel bzw. Gebiss an die Nahrung angepasst sind.
- b) Erkläre, warum Vögel keine Zähne haben und wie dies mit dem Fliegen zusammenhängt.
- c) Nenne die Zahnformen eines Raubtiergebisses (Schneide-, Eck-, Backenzähne) und gib die Aufgabe des Reißzahns an.
Vergleiche Pferd (Pflanzenfresser, Steppenläufer) und Rotfuchs (Raubtier) hinsichtlich Gebiss, Gliedmaßen und Fortbewegung. Stelle die Angaben in einer Tabelle dar und…
Vergleiche Pferd (Pflanzenfresser, Steppenläufer) und Rotfuchs (Raubtier) hinsichtlich Gebiss, Gliedmaßen und Fortbewegung. Stelle die Angaben in einer Tabelle dar und begründe zwei Zuordnungen mit dem Nahrungserwerb bzw. der Flucht.
Pinguin, Strauß und Mäusebussard sind Vögel. a) Erkläre, warum nicht alle Vögel fliegen können. b) Beschreibe für Pinguin und Strauß je eine Angepasstheit ihres…
Pinguin, Strauß und Mäusebussard sind Vögel.
- a) Erkläre, warum nicht alle Vögel fliegen können.
- b) Beschreibe für Pinguin und Strauß je eine Angepasstheit ihres Körperbaus an die Fortbewegung.
- c) Erkläre, wie sich der Körperbau des Mäusebussards beim Nahrungserwerb zeigt (Schnabel, Krallen, Augen).
Zurück zum Anfang: Der Feldhase hat lange Hinterbeine zum Springen, der Maulwurf Grabschaufeln, der Mäusebussard Hohlknochen, Flügel, Hakenschnabel und Greifkrallen. Jeder Körper passt zur Lebensweise.
Auf einen Blick
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Das Skelett stützt, schützt und ermöglicht mit den Muskeln die Bewegung.
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Gliedmaßen sind an die Fortbewegung angepasst: Laufen, Graben, Klettern, Schwimmen, Fliegen.
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Vogelknochen sind hohl und mit Streben gestützt: leicht und doch stabil.
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Vögel haben keine Zähne, sondern einen Schnabel, der zur Nahrung passt.
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Raubtiere haben Eckzähne und Reißzahn, Pflanzenfresser Mahlzähne.
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Bei Experimenten verändert man nur einen Faktor und hält alles andere gleich.