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Gymnasium 5 · Biologie
Angepasstheit, Züchtung und Pflanzenbau (Klasse 5) · Samenpflanze und Fotosynthese

Grundbauplan und Pflanzenorgane

Im Sommer lässt du im Schulgarten in Münster eine Sonnenblume zwei Tage ohne Wasser. Die Blätter hängen schlaff herunter, die ganze Pflanze „fällt zusammen“. Wie gelangt das Wasser eigentlich vom Boden bis in die Blätter, und warum braucht die Pflanze es so dringend? Dafür schauen wir uns den Bau einer Samenpflanze an.

Die vier Grundorgane

Eine Samenpflanze wie Buche, Löwenzahn oder Bohne hat immer denselben Grundbauplan. Sie besteht aus vier Organen. Ein Organ ist ein Körperteil aus mehreren Geweben mit einer bestimmten Aufgabe.

Schema einer Samenpflanze mit Wurzel, Sprossachse, Blatt und Blüte Blüte Blatt Blatt Sprossachse Wurzel Erdboden
Organ Aufgabe
Wurzel verankert die Pflanze im Boden, nimmt Wasser und Mineralstoffe auf
Sprossachse (Stängel, Stamm) trägt Blätter und Blüten, leitet Wasser und Stoffe
Blatt bildet durch Fotosynthese Traubenzucker, gibt Wasserdampf ab
Blüte dient der Fortpflanzung, bildet Samen und Früchte

Sprossachse, Blätter und Blüten zusammen nennt man den Spross. Die Sprossachse ist also nur ein Teil des Sprosses: der „Träger“.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne die vier Grundorgane einer Samenpflanze und gib für jedes eine Aufgabe an.

Nenne die vier Grundorgane einer Samenpflanze und gib für jedes eine Aufgabe an.

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Üben★☆☆Nicht begonnen
Erkläre, was man unter den Begriffen „Spross“ und „Sprossachse“ versteht.

Erkläre, was man unter den Begriffen „Spross“ und „Sprossachse“ versteht.

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Die Blüte

Die Blüte ist das Organ der Fortpflanzung. Am Beispiel einer Apfelblüte findest du vier Blütenteile:

  • Kelchblätter: meist grün, schützen die Knospe.

  • Kronblätter: oft bunt und duftend, locken Insekten an.

  • Staubblätter: Der Staubbeutel (am Staubfaden) bildet den Pollen.

  • Fruchtblatt (Stempel): Narbe, Griffel und Fruchtknoten mit den Samenanlagen. Daraus entstehen nach der Befruchtung Frucht und Samen.

Längsschnitt durch eine Blüte mit Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt und Fruchtblatt Kronblatt Kelchblatt Staubblatt Staubbeutel Narbe Griffel Fruchtknoten
Üben★☆☆Nicht begonnen
Nenne die Hauptteile einer Blüte (Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt, Fruchtblatt) und ordne ihnen jeweils eine Aufgabe zu.

Nenne die Hauptteile einer Blüte (Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt, Fruchtblatt) und ordne ihnen jeweils eine Aufgabe zu.

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Der Weg des Wassers

Wasser und gelöste Mineralstoffe nimmt die Pflanze mit der Wurzel auf. Die Wurzel ist mit feinen Wurzelhaaren besetzt. Sie vergrößern die Oberfläche stark, sodass viel Wasser aufgenommen werden kann.

Im Spross liegen Leitbündel: dünne Röhren, die Wasser und Mineralstoffe von der Wurzel bis in die Blätter leiten. Im Blatt verdunstet Wasser über die Spaltöffnungen (winzige Poren, meist auf der Blattunterseite). Dieser Sog zieht neues Wasser nach.

Weg des Wassers: Boden → Wurzelhaare → Wurzel → Sprossachse (Leitbündel) → Blatt → Spaltöffnung → Luft

Üben★★☆Nicht begonnen
Eine Schülerin stellt eine weiße Nelke in Wasser, das mit roter Tinte gefärbt ist. Nach 24 Stunden sind die Blütenblätter rötlich. a) Erkläre, was der Versuch zeigt. b)…

Eine Schülerin stellt eine weiße Nelke in Wasser, das mit roter Tinte gefärbt ist. Nach 24 Stunden sind die Blütenblätter rötlich.

  1. a) Erkläre, was der Versuch zeigt.
  1. b) Beschreibe, wo im Stängel das Wasser transportiert wird (Leitbündel).
  1. c) Nenne, was man beim Querschnitt des Stängels sieht.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Beschreibe den Weg des Wassers vom Boden bis zu einem Blatt einer Buche. Verwende die Begriffe Wurzelhaare, Wurzel, Spross, Blatt, Spaltöffnung. Erkläre, welche Rolle…

Beschreibe den Weg des Wassers vom Boden bis zu einem Blatt einer Buche. Verwende die Begriffe Wurzelhaare, Wurzel, Spross, Blatt, Spaltöffnung. Erkläre, welche Rolle die Wurzelhaare spielen.

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Versuche zur Wasserversorgung planen

Bei einem Versuch mit Variablenkontrolle änderst du nur einen Faktor. Alles andere bleibt gleich.

Auch Verdunstung lässt sich messen: Stellst du Zweige mit und ohne Blätter in Wasser mit einer Ölschicht (sie verhindert Verdunstung aus dem Gefäß), verschwindet das Wasser nur durch den Zweig. Zweig mit Blättern: viel Verlust, ohne Blätter: wenig. Daraus folgt: Die Blätter geben deutlich mehr Wasser ab als der Stängel.

Üben★★☆Nicht begonnen
Zwei Bohnenpflanzen stehen auf der Fensterbank. Pflanze A wird täglich gegossen, Pflanze B nicht gegossen. Beide haben gleich viel Licht und gleiche Erde. a) Nenne die…

Zwei Bohnenpflanzen stehen auf der Fensterbank. Pflanze A wird täglich gegossen, Pflanze B nicht gegossen. Beide haben gleich viel Licht und gleiche Erde.

  1. a) Nenne die Variable, die verändert wird, und mindestens zwei, die gleich bleiben.
  1. b) Beschreibe, was du bei B nach zwei Wochen erwartest.
  1. c) Erkläre, warum Pflanzen Wasser brauchen.
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Üben★★★Nicht begonnen
Zwei gleich große Zweige einer Pflanze werden in je einen Messzylinder mit 100 mL Wasser gestellt. Bei Zweig A bleiben alle Blätter, bei Zweig B werden alle Blätter…

Zwei gleich große Zweige einer Pflanze werden in je einen Messzylinder mit 100 mL Wasser gestellt. Bei Zweig A bleiben alle Blätter, bei Zweig B werden alle Blätter entfernt. Auf das Wasser gibt man eine dünne Ölschicht. Nach 24 Stunden sind in Zylinder A 80 mL, in Zylinder B 96 mL Wasser übrig.

  1. a) Berechne, wie viel Wasser jeweils aufgenommen wurde.
  1. b) Erkläre, wozu die Ölschicht dient.
  1. c) Deute das Ergebnis im Hinblick auf die Funktion der Blätter.
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Üben★★★Nicht begonnen
Ein Gärtner in Düsseldorf düngt Tomaten mit Mineralstoffdünger. Er behauptet: „Je mehr ich dünge, desto besser wachsen die Pflanzen.“ a) Entwirf einen Versuch mit…

Ein Gärtner in Düsseldorf düngt Tomaten mit Mineralstoffdünger. Er behauptet: „Je mehr ich dünge, desto besser wachsen die Pflanzen.“

  1. a) Entwirf einen Versuch mit mindestens drei Gruppen, um die Behauptung zu prüfen. Nenne Variable, Kontrollen und Messgröße.
  1. b) Erkläre, wie Mineralstoffe in die Pflanze gelangen.
  1. c) Nenne einen möglichen Schaden durch Überdüngung.
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Angepasstheit an den Standort

Der Bauplan ist gleich, aber die Organe sind an den Lebensraum angepasst.

Kaktus (Wüste) Huflattich (feuchtes Bachufer)
Wurzel flach, weit verzweigt, nimmt Regen schnell auf kurz, genug Wasser vorhanden
Spross dick, speichert Wasser normaler, dünner Stängel
Blätter zu Dornen umgewandelt, kleine Oberfläche große, dünne Blätter
Verdunstung sehr gering hoch

Große, dünne Blätter haben viele Spaltöffnungen und eine große Fläche: Sie verdunsten viel Wasser. In trockener Umgebung reicht der Nachschub nicht aus, und die Pflanze welkt schnell.

Üben★★★Nicht begonnen
Ein Kaktus wächst in der Wüste, ein Huflattich an einem feuchten Bachufer. a) Vergleiche die Bauweise von Wurzel und Spross/Blatt bei beiden Pflanzen. b) Erkläre, wie…

Ein Kaktus wächst in der Wüste, ein Huflattich an einem feuchten Bachufer.

  1. a) Vergleiche die Bauweise von Wurzel und Spross/Blatt bei beiden Pflanzen.
  1. b) Erkläre, wie die Bauweise des Kaktus Wasserverlust verringert.
  1. c) Erkläre, warum Pflanzen mit großen, dünnen Blättern in trockener Umgebung schnell welken.
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Zurück zum Anfang: Die Sonnenblume welkt, weil ihre Wurzeln kein Wasser mehr finden, während die Blätter weiter verdunsten. Der Wasserstrom von der Wurzel durch die Leitbündel hält die Zellen prall (Turgor) und liefert Wasser und Mineralstoffe.

Auf einen Blick

  • Samenpflanzen haben vier Grundorgane: Wurzel, Sprossachse, Blatt, Blüte. Sprossachse, Blätter und Blüten bilden den Spross.

  • Die Blüte besteht aus Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt (Pollen) und Fruchtblatt (Samenanlagen).

  • Wasserweg: Wurzelhaare → Wurzel → Leitbündel der Sprossachse → Blatt → Spaltöffnung.

  • Beim Versuch mit Variablenkontrolle wird nur ein Faktor verändert.

  • Der Bau der Organe ist an den Standort angepasst (Kaktus, Huflattich).

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