Ressourcen und Klimaschutz
Auf dem Schulweg in Dortmund fällt dir auf: Die Straßenlaternen sind jetzt LED, auf dem Dach der Turnhalle liegen Solarmodule und im Bus hängt ein Plakat zum Deutschlandticket. Warum setzen Schule, Stadt und Verkehrsbetriebe plötzlich auf so etwas? Und was bringt es, wenn du selbst etwas änderst? Das klären wir in diesem Kapitel.
Nachhaltigkeit und ihre drei Dimensionen
Nachhaltig handeln heißt: Wir nutzen heute nur so viel, dass auch spätere Generationen noch genug zum Leben haben.
Ein Beispiel: Eine Bäckerei in Münster stellt auf Ökostrom um. Ökologisch spart das CO₂. Ökonomisch muss sich der Betrieb die Umstellung leisten können. Sozial gilt: Die Beschäftigten behalten ihre Arbeitsplätze, und der Brötchenpreis bleibt für alle bezahlbar. Nur wenn alle drei Dimensionen zusammenpassen, ist es wirklich nachhaltig.
Erkläre den Begriff Nachhaltigkeit und nenne die drei Dimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial).
Erkläre den Begriff Nachhaltigkeit und nenne die drei Dimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial).
Erneuerbare und nicht erneuerbare Ressourcen
Ressourcen sind Rohstoffe und Energiequellen, die wir für Produktion und Konsum nutzen. Sie sind knapp, aber nicht alle gleich: Manche wachsen nach oder sind unerschöpflich, andere nicht.
| erneuerbar | nicht erneuerbar | |
|---|---|---|
| Merkmal | regenerieren sich oder sind unerschöpflich | Vorrat ist begrenzt, Bildung dauert Millionen Jahre |
| Beispiele | Sonne, Wind, Wasserkraft, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft | Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran, Metallerze |
Auch erneuerbare Ressourcen können übernutzt werden: Wird mehr Holz geschlagen, als nachwächst, ist der Wald nicht mehr nachhaltig bewirtschaftet. Im Ruhrgebiet war die Steinkohle lange der wichtigste Energieträger. Sie ist nicht erneuerbar, deshalb ist der Bergbau dort beendet worden.
Ordne zu, ob es sich um erneuerbare oder nicht erneuerbare Ressourcen handelt: Sonne, Erdöl, Wind, Kohle, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Erdgas.
Ordne zu, ob es sich um erneuerbare oder nicht erneuerbare Ressourcen handelt: Sonne, Erdöl, Wind, Kohle, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Erdgas.
Verfügbarkeit, Effizienz und Energiesparen
Zwei Begriffe musst du unterscheiden:
Beispiel: Ein Kohlevorrat von 100 Mio. Tonnen beschreibt die Verfügbarkeit. Ein Kraftwerk, das aus einer Tonne Kohle mehr Strom erzeugt, arbeitet effizienter.
Energie sparen heißt, bewusst weniger zu verbrauchen: Licht ausschalten, Stand-by vermeiden, kürzer duschen, die Heizung um 1 °C senken. Mehr Effizienz bedeutet, sparsamere Geräte zu nutzen, etwa eine LED statt einer Glühlampe. Viele Maßnahmen sparen auch Geld.
Für Unternehmen lohnt sich Effizienz, wenn sich die Investition nach einiger Zeit bezahlt macht (Amortisation):
Amortisationszeit = Anschaffungskosten : jährliche Einsparung
Beispiel: Neue Pumpen kosten 12.000 € und sparen 3.000 € Stromkosten im Jahr. Dann gilt $12.000 : 3.000 = 4$, nach 4 Jahren haben sie sich amortisiert.
Nenne drei Maßnahmen, mit denen man im Alltag Energie sparen kann, Erkläre bei einer davon kurz, wie du damit zusätzlich Geld sparst.
Nenne drei Maßnahmen, mit denen man im Alltag Energie sparen kann, Erkläre bei einer davon kurz, wie du damit zusätzlich Geld sparst.
Erkläre den Unterschied zwischen Ressourcenverfügbarkeit und Ressourceneffizienz. Nenne je ein Beispiel.
Erkläre den Unterschied zwischen Ressourcenverfügbarkeit und Ressourceneffizienz. Nenne je ein Beispiel.
Eine Glühlampe verbraucht 60 W, eine LED-Lampe mit gleicher Helligkeit 8 W. Beide leuchten 1.000 Stunden im Jahr. Eine Kilowattstunde kostet 0,35 €. a) Berechne den…
Eine Glühlampe verbraucht 60 W, eine LED-Lampe mit gleicher Helligkeit 8 W. Beide leuchten 1.000 Stunden im Jahr. Eine Kilowattstunde kostet 0,35 €.
- a) Berechne den Stromverbrauch beider Lampen in kWh.
- b) Berechne die jährlichen Kosten.
- c) Berechne die Ersparnis pro Jahr.
Ein Unternehmen in Duisburg verbraucht jährlich 480.000 kWh Strom. Durch neue Maschinen sinkt der Verbrauch um 18 %. Der Strompreis beträgt 0,22 €/kWh, die Maschinen…
Ein Unternehmen in Duisburg verbraucht jährlich 480.000 kWh Strom. Durch neue Maschinen sinkt der Verbrauch um 18 %. Der Strompreis beträgt 0,22 €/kWh, die Maschinen kosten 60.000 €.
- a) Berechne die Einsparung in kWh und Euro pro Jahr.
- b) Nach wie vielen Jahren haben sich die Maschinen amortisiert (nur Stromkosten)?
- c) Nenne ökonomische und ökologische Argumente für die Investition.
Klimaschutz: Wer kann was tun?
Beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas entsteht CO₂. Es verstärkt den Treibhauseffekt und erwärmt das Klima. Klimaschutz soll diese Emissionen senken. Dafür gibt es drei Gruppen von Handelnden:
| Handelnde | Beispiele |
|---|---|
| individuell (Privatpersonen) | Fahrrad oder Bahn statt Auto, Ökostromtarif, weniger Fleisch, Geräte reparieren |
| unternehmerisch | Solaranlage auf der Fabrikhalle, sparsamere Maschinen, Recycling, Kantine mit mehr vegetarischem Essen |
| staatlich | CO₂-Preis, Förderprogramme (zum Beispiel für Wärmepumpen), Gesetze zu Grenzwerten, Ausbau von Bus und Bahn |
Der Staat setzt den Rahmen: Er kann etwas verteuern, fördern oder verbieten. Einzelne und Unternehmen entscheiden innerhalb dieses Rahmens. Je einfacher und günstiger klimafreundliches Verhalten ist, desto mehr Menschen machen mit.
Bei der Beurteilung von Maßnahmen wägst du Chancen und Risiken ab. Beispiel Elektroauto: Chancen sind keine Abgase vor Ort und weniger Lärm. Risiken sind hohe Anschaffungskosten, fehlende Ladesäulen und der Ressourcenverbrauch bei der Batterieherstellung. Ein begründetes Urteil nennt Argumente für beide Seiten und endet mit einer klaren Entscheidung („Insgesamt halte ich … für sinnvoll, weil …“).
Ordne die Klimaschutzmaßnahmen den Handelnden zu (individuell, unternehmerisch, staatlich): CO₂-Steuer, Fahrrad statt Auto, Solaranlage auf der Fabrikhalle,…
Ordne die Klimaschutzmaßnahmen den Handelnden zu (individuell, unternehmerisch, staatlich): CO₂-Steuer, Fahrrad statt Auto, Solaranlage auf der Fabrikhalle, Förderprogramm für Wärmepumpen, vegetarisches Angebot in der Betriebskantine, Ökostromtarif im Haushalt.
Ein Haushalt verursacht durch Autofahren 2.400 kg CO₂ pro Jahr. Er steigt auf Bahn und Fahrrad um und reduziert die Emissionen um 65 %. a) Berechne die neuen Emissionen.…
Ein Haushalt verursacht durch Autofahren 2.400 kg CO₂ pro Jahr. Er steigt auf Bahn und Fahrrad um und reduziert die Emissionen um 65 %.
- a) Berechne die neuen Emissionen.
- b) Beurteile, wie wirksam individuelles Handeln im Vergleich zu staatlichen Maßnahmen ist.
- c) Entwickle zwei staatliche Maßnahmen, die Umstiege erleichtern, und nenne mögliche Nachteile.
Eine Stadt plant, 20 % ihrer Dienstwagen durch Elektroautos zu ersetzen. Sie besitzt 150 Fahrzeuge. a) Berechne die Anzahl der Elektroautos. b) Nenne Chancen und Risiken…
Eine Stadt plant, 20 % ihrer Dienstwagen durch Elektroautos zu ersetzen. Sie besitzt 150 Fahrzeuge.
- a) Berechne die Anzahl der Elektroautos.
- b) Nenne Chancen und Risiken (Kosten, Ladeinfrastruktur, Herstellung der Batterien).
- c) Bewerte die Entscheidung in einem begründeten Urteil.
Zurück zum Anfang: Schule, Stadt und Verkehrsbetriebe setzen auf LED, Solarmodule und Deutschlandticket, weil sie Ressourcen sparen, Kosten senken und CO₂ vermeiden wollen. Dein eigenes Handeln zählt dabei mit, es wirkt aber am stärksten zusammen mit Unternehmen und Staat.