Einfache Wetterkarten lesen und Langzeitbeobachtung
Am Wochenende plant die Klasse 6b einen Ausflug an den Rhein bei Köln. Ben schaut abends die Wetterkarte an: Sonnen, Wolken, Zahlen und seltsame Linien. Kann man daraus wirklich ablesen, ob man den Regenschirm braucht? In dieser Seite lernst du, Wetterkarten zu lesen, und wie man das Wetter über längere Zeit untersucht.
Wetterelemente und Messgeräte
Das Wetter ist der Zustand der Luft an einem Ort zu einer bestimmten Zeit. Man beschreibt es mit mehreren Größen, den Wetterelementen. Jedes hat sein Messgerät.
| Wetterelement | Messgerät | Einheit |
|---|---|---|
| Temperatur | Thermometer | °C |
| Luftfeuchtigkeit | Hygrometer | % |
| Luftdruck | Barometer | hPa |
| Niederschlag | Regenmesser | mm |
| Windgeschwindigkeit | Windmesser (Anemometer) | km/h oder m/s |
Dazu kommen Bewölkung und Sonnenscheindauer, die man oft schätzt oder mit einem Sensor misst.
Nenne zu jedem Messgerät die Größe, die es misst: Thermometer, Hygrometer, Barometer, Regenmesser, Windmesser (Anemometer).
Nenne zu jedem Messgerät die Größe, die es misst: Thermometer, Hygrometer, Barometer, Regenmesser, Windmesser (Anemometer).
Die Wetterkarte lesen
Auf einer einfachen Wetterkarte stehen Symbole und Zahlen für jeden Ort:
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Sonne: sonnig, wolkenlos
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Sonne mit Wolke: heiter bis wolkig
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Wolke: bewölkt
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Wolke mit Tropfen: Regen
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Schneeflocke: Schneefall
-
Blitz: Gewitter
Die Zahlen sind meist Temperaturen in °C. Pfeile zeigen die Windrichtung, oft steht auch die Windstärke dabei.
Auf einer einfachen Wetterkarte stehen die Symbole Sonne, Wolke, Regentropfen, Schneeflocke und Blitz. a) Beschreibe, welches Wetter jedes Symbol anzeigt. b) Nenne zwei…
Auf einer einfachen Wetterkarte stehen die Symbole Sonne, Wolke, Regentropfen, Schneeflocke und Blitz.
- a) Beschreibe, welches Wetter jedes Symbol anzeigt.
- b) Nenne zwei weitere Angaben, die auf einer Wetterkarte stehen können.
Eine Wetterkarte zeigt für Münster 18 °C, für Köln 21 °C, für Essen 19 °C und für Bielefeld 16 °C. a) Nenne die wärmste und die kälteste Stadt. b) Berechne den…
Eine Wetterkarte zeigt für Münster 18 °C, für Köln 21 °C, für Essen 19 °C und für Bielefeld 16 °C.
- a) Nenne die wärmste und die kälteste Stadt.
- b) Berechne den Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten Temperatur.
Hoch, Tief und Wind
Die Luft hat ein Gewicht und drückt auf die Erde. Das ist der Luftdruck. Er ist nicht überall gleich.
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Hochdruckgebiet (H): hoher Luftdruck. Die Luft sinkt ab und erwärmt sich, Wolken lösen sich auf. Meist trocken, sonnig oder heiter.
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Tiefdruckgebiet (T): niedriger Luftdruck. Die Luft steigt auf, Wolken entstehen. Meist wolkig, Regen, Wind.
Wind ist bewegte Luft. Sie strömt vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet, so wie Wasser bergab fließt. Je größer der Druckunterschied, desto stärker der Wind.
Auf einer Wetterkarte ist ein Hochdruckgebiet (H) über Süddeutschland und ein Tiefdruckgebiet (T) über der Nordsee eingezeichnet. a) Gib an, welches Wetter man…
Auf einer Wetterkarte ist ein Hochdruckgebiet (H) über Süddeutschland und ein Tiefdruckgebiet (T) über der Nordsee eingezeichnet.
- a) Gib an, welches Wetter man typischerweise in einem Hochdruckgebiet und welches in einem Tiefdruckgebiet erwartet.
- b) Erkläre, was Wind ist, und zwischen welchen Gebieten er weht.
- c) Sage für Nordrhein-Westfalen mit Begründung ein mögliches Wetter voraus.
Wolken, Fronten und Vorhersage
Wie entstehen Wolken? Warme Luft steigt auf, weil sie leichter ist als kalte Luft. Beim Aufsteigen kühlt sie ab. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf halten, deshalb kondensiert der Dampf zu winzigen Tröpfchen. Viele Tröpfchen bilden eine Wolke. Werden sie groß und schwer, fallen sie als Regen.
Ein Tief bringt oft Fronten. Eine Kaltfront ist die Grenze, an der kalte Luft warme Luft verdrängt. Dahinter wird es kühler, oft gibt es Schauer und Böen, danach klart es auf. Der Wind dreht dabei, zum Beispiel auf Nordwest.
Der Wetterbericht meldet: „Morgen zieht von Westen ein Tiefdruckgebiet mit einer Kaltfront nach NRW. Der Wind dreht auf Nordwest.“ a) Beschreibe, welche Änderungen von…
Der Wetterbericht meldet: „Morgen zieht von Westen ein Tiefdruckgebiet mit einer Kaltfront nach NRW. Der Wind dreht auf Nordwest.“
- a) Beschreibe, welche Änderungen von Temperatur, Bewölkung und Niederschlag zu erwarten sind.
- b) Erkläre, warum warme Luft aufsteigt und dabei Wolken entstehen können (Abkühlung, Kondensation).
- c) Beurteile, wie sicher eine solche Vorhersage ist, und begründe.
Langzeitbeobachtung des Wetters
Ein einzelner Tag sagt wenig. Erst viele Messungen zeigen Muster. Dafür braucht man eine Messreihe: Man misst über längere Zeit regelmäßig mit gleichen Geräten am gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit.
Planung:
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Größen: Temperatur, Niederschlag, Wind, Bewölkung, Luftdruck.
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Messzeitpunkte: z. B. täglich um 12 Uhr, immer gleich, damit die Werte vergleichbar sind.
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Messort: Das Thermometer hängt in einer Wetterhütte, also im Schatten, aber gut belüftet, damit die Luft frei hindurchströmen kann. Es hängt nicht an einer Hauswand und nicht in der prallen Sonne, sonst ist der Wert verfälscht. Der Regenmesser steht dagegen unter freiem Himmel, nicht unter einem Baum oder Dach, damit der Regen ungehindert hineinfallen kann.
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Darstellung: Tabelle, dann Liniendiagramm (Zeit auf der x-Achse, Messwert auf der y-Achse, Punkte durch eine Messkurve verbinden).
Den Mittelwert berechnet man, indem man alle Werte addiert und durch die Anzahl teilt.
Jana beobachtet eine Woche lang um 12 Uhr die Temperatur in Dortmund: Mo 12 °C, Di 14 °C, Mi 13 °C, Do 11 °C, Fr 15 °C, Sa 16 °C, So 13 °C. a) Berechne die mittlere…
Jana beobachtet eine Woche lang um 12 Uhr die Temperatur in Dortmund: Mo 12 °C, Di 14 °C, Mi 13 °C, Do 11 °C, Fr 15 °C, Sa 16 °C, So 13 °C.
- a) Berechne die mittlere Temperatur dieser Woche. Runde auf eine Nachkommastelle.
- b) Gib den wärmsten und den kältesten Tag an.
- c) Erkläre, warum man für eine verlässliche Aussage nicht nur einen Tag, sondern mehrere Tage beobachtet.
Eine Schulklasse misst einen Monat lang täglich die Niederschlagsmenge in einem Regenmesser. Am Ende ergeben sich 62 mm. Im Vorjahr waren es im selben Monat 48 mm. a)…
Eine Schulklasse misst einen Monat lang täglich die Niederschlagsmenge in einem Regenmesser. Am Ende ergeben sich 62 mm. Im Vorjahr waren es im selben Monat 48 mm.
- a) Berechne die Differenz.
- b) Erkläre, was 1 mm Niederschlag bedeutet (Liter pro Quadratmeter).
- c) Berechne, wie viel Wasser in diesem Monat auf eine Fläche von 20 m² gefallen ist.
Eine Klasse plant eine Langzeitbeobachtung des Wetters am Schulhof über ein halbes Jahr. a) Lege fest, welche Größen gemessen werden sollen, und nenne Messgeräte. b)…
Eine Klasse plant eine Langzeitbeobachtung des Wetters am Schulhof über ein halbes Jahr.
- a) Lege fest, welche Größen gemessen werden sollen, und nenne Messgeräte.
- b) Lege Messzeitpunkte fest und begründe sie.
- c) Erkläre, wie die Daten in einer Tabelle und einem Diagramm dargestellt werden können.
- d) Begründe, warum der Messort (z. B. Schatten, Hauswand) die Messung beeinflusst.
Die Monatsmittel der Temperatur in Aachen betragen: Jan 2 °C, Apr 9 °C, Jul 18 °C, Okt 10 °C. a) Beschreibe mit Worten, wie das Liniendiagramm verläuft, und nenne den…
Die Monatsmittel der Temperatur in Aachen betragen: Jan 2 °C, Apr 9 °C, Jul 18 °C, Okt 10 °C.
- a) Beschreibe mit Worten, wie das Liniendiagramm verläuft, und nenne den Monat mit dem Höchstwert.
- b) Berechne den Unterschied zwischen Höchst- und Tiefstwert.
- c) Erkläre den Verlauf mit den Jahreszeiten.
- d) Erkläre, warum man aus dem Verlauf eines einzigen Jahres noch keine Klimaaussage ableiten kann.
Zurück zum Anfang: Ben kann an der Wetterkarte ablesen, wo Hoch und Tief liegen, in welche Richtung der Wind weht und ob der Rheinausflug trocken bleibt. Sicher ist die Vorhersage aber nur für die nächsten Tage.
Auf einen Blick
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Wetterelemente: Temperatur (Thermometer), Luftfeuchtigkeit (Hygrometer), Luftdruck (Barometer), Niederschlag (Regenmesser), Wind (Anemometer).
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Eine Wetterkarte zeigt mit Symbolen und Zahlen das Wetter zu einem bestimmten Zeitpunkt.
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Hoch (H): absinkende Luft, meist trocken. Tief (T): aufsteigende Luft, Wolken und Regen. Wind weht vom Hoch zum Tief.
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Warme Luft steigt auf, kühlt ab, Wasserdampf kondensiert: Wolken entstehen. Eine Kaltfront bringt Abkühlung und Schauer.
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Langzeitbeobachtung: gleiche Geräte, gleicher Ort, gleiche Zeit; Tabelle, Liniendiagramm, Mittelwert.
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1 mm Niederschlag = 1 Liter pro m². Ein Jahr allein ergibt keine Klimaaussage.