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Realschule 6 · Wirtschaft
Geld, Taschengeld, Verbraucherrechte und Werbung · Geld und Taschengeld

Taschengeld und Budget

Mia bekommt 15 € Taschengeld im Monat. Am dritten Tag ist schon die Hälfte weg: ein Eis, ein Sticker-Heft, ein Getränk am Kiosk. Am Monatsende will sie aber mit ihrer Klasse ins Freibad. Reicht das Geld dann noch? Mit einem Plan für dein Geld kannst du solche Fragen vorher beantworten.

Einnahmen, Ausgaben und Budget

Alles Geld, das du bekommst, nennt man Einnahmen. Das sind zum Beispiel Taschengeld, Geldgeschenke zum Geburtstag oder Geld vom Flohmarkt.

Alles Geld, das du bezahlst, nennt man Ausgaben. Das sind zum Beispiel Süßigkeiten, ein Kinoticket oder ein Heft.

Ein Budget (auch Haushaltsplan) ist ein Plan: Du legst vorher fest, wie viel Geld du in einer bestimmten Zeit einnimmst und wofür du es ausgeben willst. So behältst du den Überblick.

Einnahmen fließen in die Kasse, Ausgaben fließen aus der Kasse heraus Mein Geld (Kassenstand) Einnahmen Taschengeld, Geschenke Ausgaben Eis, Heft, Kino

Den Betrag, der nach den Ausgaben übrig bleibt, berechnest du so:

$$\text{Rest} = \text{Einnahmen} - \text{Ausgaben}$$
Üben★☆☆Nicht begonnen
Jonas bekommt 20 € Taschengeld im Monat. Er gibt 6 € für Süßigkeiten, 8 € für ein Kinoticket und 4 € für ein Heft aus. a) Berechne, wie viel Geld er insgesamt ausgibt.…

Jonas bekommt 20 € Taschengeld im Monat. Er gibt 6 € für Süßigkeiten, 8 € für ein Kinoticket und 4 € für ein Heft aus.

  1. a) Berechne, wie viel Geld er insgesamt ausgibt.
  1. b) Berechne, wie viel Geld ihm am Monatsende übrig bleibt.
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Üben★☆☆Nicht begonnen
Erkläre, was ein Budget (Haushaltsplan) ist, und nenne den Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben. Gib je zwei Beispiele aus dem Alltag eines Kindes.

Erkläre, was ein Budget (Haushaltsplan) ist, und nenne den Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben. Gib je zwei Beispiele aus dem Alltag eines Kindes.

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Einen Monatsplan aufstellen

Ein guter Monatsplan hat drei Schritte: Erst schreibst du deine Einnahmen auf. Dann legst du feste Ausgaben fest, zum Beispiel Handyguthaben. Zum Schluss teilst du den Rest auf: Sparen, Freizeit, Snacks.

Die Summe aller geplanten Ausgaben (einschließlich Sparen) darf nie größer sein als die Einnahmen. Sonst passt der Plan nicht.

Den Anteil eines Postens berechnest du als Bruch und rechnest in Prozent um:

$$\text{Anteil} = \frac{\text{Posten}}{\text{Einnahmen}}$$
Üben★★☆Nicht begonnen
Lukas (12) erhält 25 € Taschengeld im Monat. Er erstellt diesen Plan: Sparen: 8 € Handyguthaben: 5 € Essen und Trinken unterwegs: 7 € Freizeit: 6 € a) Prüfe durch…

Lukas (12) erhält 25 € Taschengeld im Monat. Er erstellt diesen Plan:

  • Sparen: 8 €

  • Handyguthaben: 5 €

  • Essen und Trinken unterwegs: 7 €

  • Freizeit: 6 €

  1. a) Prüfe durch Rechnung, ob der Plan zu seinem Taschengeld passt.
  1. b) Berechne den Anteil des Sparens am Taschengeld in Prozent.
  1. c) Ab dem nächsten Monat möchte er auf ein Spiel für 30 € sparen. Berechne, wie viele Monate er bei gleichem Sparbetrag (8 € pro Monat) braucht, bis er genug Geld hat.
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Üben★★☆Nicht begonnen
Sara hat 18 € Taschengeld im Monat. Ihre festen Ausgaben sind 5 € für das Handy und 3 € für den Schwimmverein-Snack. Sie möchte im Jahr mindestens 60 € sparen. a)…

Sara hat 18 € Taschengeld im Monat. Ihre festen Ausgaben sind 5 € für das Handy und 3 € für den Schwimmverein-Snack. Sie möchte im Jahr mindestens 60 € sparen.

  1. a) Berechne, wie viel sie monatlich sparen muss.
  1. b) Berechne, wie viel ihr dann monatlich zum freien Ausgeben bleibt.
  1. c) Schlage vor, wie sie Ausgaben verringern könnte, wenn sie plötzlich 10 € für ein Geschenk braucht.
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Das Haushaltsbuch

In einem Haushaltsbuch schreibst du auf, was wirklich passiert: jede Einnahme und jede Ausgabe mit Datum oder Woche. Ein Budget ist der Plan, das Haushaltsbuch ist die Kontrolle.

Woche Einnahmen Ausgaben Kassenstand
Start 5 €
1 10 € 6 € 9 €
2 0 € 3 € 6 €

Den neuen Kassenstand berechnest du so:

$$\text{neuer Kassenstand} = \text{alter Kassenstand} + \text{Einnahmen} - \text{Ausgaben}$$

Insgesamt gilt: Anfangsbestand plus alle Einnahmen minus alle Ausgaben ergibt den Endbestand.

Üben★★☆Nicht begonnen
Ein Kind führt vier Wochen lang ein Haushaltsbuch: Woche 1: Einnahmen 10 €, Ausgaben 7 € Woche 2: Einnahmen 0 €, Ausgaben 4 € Woche 3: Einnahmen 10 € (Taschengeld) plus…

Ein Kind führt vier Wochen lang ein Haushaltsbuch:

Woche 1: Einnahmen 10 €, Ausgaben 7 €

Woche 2: Einnahmen 0 €, Ausgaben 4 €

Woche 3: Einnahmen 10 € (Taschengeld) plus 5 € (Geschenk), Ausgaben 9 €

Woche 4: Einnahmen 0 €, Ausgaben 6 €

  1. a) Berechne die gesamten Einnahmen und Ausgaben.
  1. b) Berechne den Kassenstand am Ende, wenn zu Beginn 3 € in der Kasse waren.
  1. c) Erkläre, warum ein Haushaltsbuch hilfreich ist.
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Sparen auf ein Ziel

Manche Wünsche kosten mehr, als dein Taschengeld in einem Monat hergibt. Dann hilfst du dir mit Sparen: Du legst jeden Monat einen Teil beiseite, bis genug Geld da ist. Das Ziel heißt Sparziel.

Die Anzahl der Monate berechnest du mit einer Division:

$$\text{Monate} = \frac{\text{Preis}}{\text{Sparbetrag pro Monat}}$$

Umgekehrt: Willst du das Ziel in einer bestimmten Zeit erreichen, teilst du den Preis durch die Monate.

Kurzfristige Wünsche und langfristige Ziele

Ein kurzfristiger Wunsch soll sofort erfüllt werden, zum Beispiel ein Eis. Ein langfristiges Ziel braucht Zeit und Verzicht, zum Beispiel ein Tablet oder eine Klassenfahrt. Wer spart, verzichtet heute auf etwas und hat dafür später mehr Möglichkeiten. Dieser Verzicht auf die beste Alternative heißt Opportunitätskosten: Wenn Emma 15 € im Monat für das Tablet spart, kann sie diese 15 € nicht für Kino oder Süßigkeiten nutzen.

Üben★☆☆Nicht begonnen
Ayşe spart jeden Monat 5 € von ihrem Taschengeld. Sie möchte sich Kopfhörer für 40 € kaufen. a) Berechne, nach wie vielen Monaten sie genug Geld hat. b) Nenne einen…

Ayşe spart jeden Monat 5 € von ihrem Taschengeld. Sie möchte sich Kopfhörer für 40 € kaufen.

  1. a) Berechne, nach wie vielen Monaten sie genug Geld hat.
  1. b) Nenne einen Grund, warum Sparen sinnvoll sein kann.
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Üben★★★Nicht begonnen
Emma bekommt 30 € Taschengeld im Monat und möchte nach einem Jahr ein Tablet für 240 € kaufen. Sie möchte dafür nicht mehr als die Hälfte ihres Taschengelds sparen. a)…

Emma bekommt 30 € Taschengeld im Monat und möchte nach einem Jahr ein Tablet für 240 € kaufen. Sie möchte dafür nicht mehr als die Hälfte ihres Taschengelds sparen.

  1. a) Prüfe durch Rechnung, ob sie ihr Ziel erreichen kann.
  1. b) Entwickle zwei Möglichkeiten, wie sie das Ziel trotzdem erreichen könnte (z. B. zusätzliche Einnahmen, späterer Kauf), und berechne eine davon.
  1. c) Beurteile, ob das Ziel sinnvoll ist, und begründe mit Bezug auf Verzicht (Opportunitätskosten).
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Üben★★★Nicht begonnen
Zwei Freunde, Karim und Finn, erhalten je 20 € im Monat. Karim gibt alles sofort aus. Finn spart jeden Monat 5 €. Nach 6 Monaten brauchen beide 45 € für eine…

Zwei Freunde, Karim und Finn, erhalten je 20 € im Monat. Karim gibt alles sofort aus. Finn spart jeden Monat 5 €. Nach 6 Monaten brauchen beide 45 € für eine Klassenfahrt.

  1. a) Berechne, wie viel Finn gespart hat und ob es reicht.
  1. b) Karim hat bisher nichts gespart. Berechne, wie viel er in den nächsten 3 Monaten pro Monat sparen müsste, um die 45 € für die Fahrt zu haben.
  1. c) Erkläre den Unterschied zwischen kurzfristigen Wünschen und langfristigen Zielen.
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Wie viel Taschengeld ist angemessen?

Wie viel Taschengeld Kinder bekommen, entscheiden die Eltern. Als Orientierung gibt es Faustregeln. Ein Beispiel für eine solche Regel, wie sie in der Aufgabe vorgegeben ist: Ab 10 Jahren etwa 1 € pro Woche für jedes Lebensjahr. Das ist nur eine Rechenvorgabe für Übungen, in echten Familien sind die Beträge oft kleiner. Jede Familie entscheidet selbst, ob sie sich an eine Regel hält. Eine Faustregel ist keine Vorschrift, sondern nur ein Vergleichswert.

Um sie mit einem Monatsbetrag zu vergleichen, rechnest du mit 4 Wochen pro Monat: $\text{Betrag pro Monat} = \text{Betrag pro Woche} \cdot 4$.

Wenn du mehr Taschengeld möchtest, brauchst du Argumente. Gute Argumente nennen konkrete Gründe, zum Beispiel: „Ich bezahle mein Handyguthaben selbst und plane mit einem Haushaltsbuch.“ Die Eltern können ein Gegenargument nennen, zum Beispiel: „Wir bezahlen schon deine Kleidung und das Essen.“

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Eine Familie in Dortmund empfiehlt für Kinder als Faustregel: Taschengeld je Lebensjahr etwa 0,50 € pro Woche (ab 10 Jahren). Nora ist 11 Jahre alt und bekommt 12 € pro…

Eine Familie in Dortmund empfiehlt für Kinder als Faustregel: Taschengeld je Lebensjahr etwa 0,50 € pro Woche (ab 10 Jahren). Nora ist 11 Jahre alt und bekommt 12 € pro Monat.

  1. a) Vergleiche ihr Taschengeld mit der Faustregel (rechne mit 4 Wochen pro Monat).
  1. b) Nora möchte mehr Taschengeld. Formuliere zwei Argumente, die sie ihren Eltern gegenüber nutzen könnte, und ein Gegenargument der Eltern.
  1. c) Erstelle einen Vorschlag für einen Monatsplan mit dem Betrag der Faustregel.
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Zurück zum Anfang: Mia kann vor dem Freibad-Ausflug planen. Die Hälfte ihres Taschengelds, also 7,50 €, ist schon weg; es bleiben 7,50 €. Davon legt sie 4 € für den Eintritt fest: $7{,}50\,€ - 4\,€ = 3{,}50\,€$. Die übrigen 3,50 € teilt sie auf die Tage bis zum Monatsende auf.

Auf einen Blick

  • Einnahmen sind Geld, das du bekommst. Ausgaben sind Geld, das du bezahlst.

  • Ein Budget (Haushaltsplan) legt vorher fest, wofür du dein Geld nutzt. Die Summe der Posten darf nicht größer sein als die Einnahmen.

  • Im Haushaltsbuch schreibst du auf, was wirklich passiert: Endbestand = Anfangsbestand + Einnahmen − Ausgaben.

  • Für ein Sparziel gilt: Monate = Preis : Sparbetrag pro Monat.

  • Sparen heißt verzichten: Das Geld, das du für ein Ziel zurücklegst, kannst du nicht anderweitig ausgeben (Opportunitätskosten).

  • Eine Faustregel für das Taschengeld ist eine Orientierung. Eigene Wünsche begründest du mit Argumenten.

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