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Lernunterlagen

Aufgaben: Einkommens- und Vermögensverteilung

Üben★☆☆
Material: Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Haushaltsnettoeinkommen in einem Land (fiktive, gerundete Werte). Die Haushalte sind nach ihrem Einkommen in fünf…

Material: Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Haushaltsnettoeinkommen in einem Land (fiktive, gerundete Werte). Die Haushalte sind nach ihrem Einkommen in fünf gleich große Gruppen (Quintile) eingeteilt.

Quintil 1. (untere 20 %) 2. 3. 4. 5. (obere 20 %)
Anteil am Gesamteinkommen 8 % 12 % 16 % 22 % 42 %
  1. a) Beschreiben Sie die Einkommensverteilung anhand der Tabelle.
  1. b) Berechnen Sie das Quintilsverhältnis $S80/S20$ und erläutern Sie, was dieser Indikator aussagt.
  1. c) Nennen Sie zwei weitere Indikatoren, mit denen soziale Ungleichheit im Bereich Einkommen erfasst wird.
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Üben★☆☆
Material: Das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen (Median) beträgt in einer Region 2.200 € im Monat. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 % des Medians zur…

Material: Das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen (Median) beträgt in einer Region 2.200 € im Monat. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 % des Medians zur Verfügung hat. Hannah lebt allein und hat ein Nettoeinkommen von 1.250 € im Monat.

  1. a) Berechnen Sie die Armutsrisikoschwelle.
  1. b) Bestimmen Sie, ob Hannah nach dieser Definition als armutsgefährdet gilt.
  1. c) Erläutern Sie, warum die Armutsrisikoquote ein Maß für relative und nicht für absolute Armut ist.
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Üben★☆☆
Material: Der Gini-Koeffizient der Einkommen eines Landes beträgt vor Steuern und Sozialtransfers (Primärverteilung) 0,50 und nach Steuern und Sozialtransfers…

Material: Der Gini-Koeffizient der Einkommen eines Landes beträgt vor Steuern und Sozialtransfers (Primärverteilung) 0,50 und nach Steuern und Sozialtransfers (Sekundärverteilung) 0,30.

  1. a) Erläutern Sie die Begriffe Primärverteilung und Sekundärverteilung.
  1. b) Berechnen Sie die prozentuale Veränderung des Gini-Koeffizienten durch Steuern und Sozialtransfers.
  1. c) Nennen Sie zwei Instrumente staatlicher Umverteilung.
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Üben★★☆
Material: Die Lorenzkurve der Einkommensverteilung eines Landes verläuft geradlinig durch die Punkte $(0|0)$, $(0{,}4|0{,}1)$, $(0{,}8|0{,}45)$ und $(1|1)$. Dabei ist…

Material: Die Lorenzkurve der Einkommensverteilung eines Landes verläuft geradlinig durch die Punkte $(0|0)$, $(0{,}4|0{,}1)$, $(0{,}8|0{,}45)$ und $(1|1)$. Dabei ist die x-Achse der kumulierte Anteil der Haushalte und die y-Achse der kumulierte Einkommensanteil. Der Gini-Koeffizient ist $G=\dfrac{A}{A+B}$. Dabei ist $A$ die Fläche zwischen der Diagonalen und der Lorenzkurve, $B$ die Fläche unter der Lorenzkurve und $A+B=0{,}5$.

Die Vermögensverteilung desselben Landes hat einen Gini-Koeffizienten von 0,75.

  1. a) Bestimmen Sie den Gini-Koeffizienten der Einkommensverteilung, indem Sie die Fläche unter der Lorenzkurve in Teilflächen zerlegen.
  1. b) Vergleichen Sie die Einkommens- und die Vermögensverteilung des Landes.
  1. c) Erläutern Sie zwei Gründe, warum Vermögen ungleicher verteilt ist als Einkommen.
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Üben★★☆
Material: In einer Volkswirtschaft betrug das Volkseinkommen im Jahr 1 insgesamt 2.400 Mrd. €, davon Arbeitnehmerentgelt 1.680 Mrd. €. Im Jahr 2 betrug das…

Material: In einer Volkswirtschaft betrug das Volkseinkommen im Jahr 1 insgesamt 2.400 Mrd. €, davon Arbeitnehmerentgelt 1.680 Mrd. €. Im Jahr 2 betrug das Volkseinkommen 2.500 Mrd. €, davon Arbeitnehmerentgelt 1.700 Mrd. €. Der Rest sind Unternehmens- und Vermögenseinkommen.

  1. a) Berechnen Sie für beide Jahre die Lohnquote und die Gewinnquote.
  1. b) Beschreiben Sie die Veränderung in Prozentpunkten.
  1. c) Erläutern Sie, warum die Lohnquote als Indikator der funktionalen Einkommensverteilung nur eingeschränkt Aussagen über die personelle Verteilung zulässt.
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Üben★★☆
Material: In einer Pressemitteilung fordert ein Gewerkschaftsbund die Einführung einer Vermögensteuer mit einem Freibetrag von 2 Mio. € je Person. Er begründet dies mit…

Material: In einer Pressemitteilung fordert ein Gewerkschaftsbund die Einführung einer Vermögensteuer mit einem Freibetrag von 2 Mio. € je Person. Er begründet dies mit der hohen Vermögenskonzentration und mit Investitionsbedarf bei Schulen und Kitas. Ein Arbeitgeberverband lehnt die Steuer ab. Er verweist auf mögliche Belastungen für Familienunternehmen im Mittelstand, auf die Gefahr von Kapitalabwanderung und auf den hohen Verwaltungsaufwand.

  1. a) Geben Sie die beiden Positionen mit eigenen Worten wieder.
  1. b) Analysieren Sie die Positionen im Hinblick auf ihre Interessengebundenheit.
  1. c) Erläutern Sie, welche Grundprinzipien staatlicher Sozialpolitik in der Forderung der Gewerkschaft zum Ausdruck kommen.
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Üben★★★
Material: In einem Land hat sich über zehn Jahre Folgendes verändert: | Indikator | Jahr 1 | Jahr 11 | |---|---|---| | $S80/S20$ | 4,4 | 5,0 | | Armutsrisikoquote | 14,0…

Material: In einem Land hat sich über zehn Jahre Folgendes verändert:

Indikator Jahr 1 Jahr 11
$S80/S20$ 4,4 5,0
Armutsrisikoquote 14,0 % 16,0 %
Anteil der obersten 10 % der Haushalte am Nettovermögen 52 % 56 %
  1. a) Berechnen Sie die Veränderung der Armutsrisikoquote in Prozentpunkten und in Prozent.
  1. b) Beurteilen Sie, ob eine solche Entwicklung die gesellschaftliche Integration gefährdet. Berücksichtigen Sie dabei Einkommens- und Vermögensverteilung.
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Üben★★★
Material: Zwei Länder A und B haben denselben Gini-Koeffizienten der Einkommen von 0,30. In Land A erhalten die ärmsten 20 % der Haushalte 6 % des Einkommens und die…

Material: Zwei Länder A und B haben denselben Gini-Koeffizienten der Einkommen von 0,30. In Land A erhalten die ärmsten 20 % der Haushalte 6 % des Einkommens und die reichsten 10 % erhalten 30 %. In Land B erhalten die ärmsten 20 % der Haushalte 9 % des Einkommens und die reichsten 10 % erhalten 22 %. (Die Daten sind fiktiv; Angaben zu den mittleren Einkommensgruppen liegen nicht vor.)

  1. a) Erläutern Sie, wie trotz gleichen Gini-Koeffizienten unterschiedliche Lorenzkurven möglich sind.
  1. b) Beurteilen Sie die Aussagekraft des Gini-Koeffizienten als alleiniger Indikator für soziale Ungleichheit. Entwickeln Sie dazu Kriterien und beziehen Sie die Angaben zu den Ländern A und B ein.
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Üben★★★
Material: Von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten nehmen 79 ein Studium auf. Von 100 Kindern aus Nichtakademikerhaushalten sind es 27. Die Hochschulen eines Landes…

Material: Von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten nehmen 79 ein Studium auf. Von 100 Kindern aus Nichtakademikerhaushalten sind es 27. Die Hochschulen eines Landes verweisen auf Studiengebühren, Wohnkosten und Informationsmängel als Hürden. Politisch diskutiert werden eine Ausweitung des BAföG, der Ausbau der Ganztagsschulen und Studienberatung an Schulen.

  1. a) Berechnen Sie, um welchen Faktor die Studierquote der Kinder aus Akademikerhaushalten höher ist.
  1. b) Erörtern Sie die politischen Maßnahmen vor dem Hintergrund des Sozialstaatsgebots (Art. 20 Abs. 1 GG) und des Gebots zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Berücksichtigen Sie Effizienz und Legitimität.
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