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Aufgaben: Modelle sozialer Ungleichheit, Entstrukturierung und Sozialstaat

Üben★☆☆
Material: Ein Schichtenmodell unterscheidet Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht nach beruflicher Stellung, Einkommen und Bildungsabschluss. Ein Lagenmodell…

Material: Ein Schichtenmodell unterscheidet Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht nach beruflicher Stellung, Einkommen und Bildungsabschluss. Ein Lagenmodell berücksichtigt zusätzlich Merkmale wie Geschlecht, Alter, Region und Migrationshintergrund.

  1. a) Nennen Sie die Merkmale, die in einem Schichtenmodell zur Einordnung herangezogen werden.
  1. b) Unterscheiden Sie vertikale und horizontale Ungleichheit und ordnen Sie dem jeweiligen Typ ein Beispiel zu.
  1. c) Beschreiben Sie, worin sich das Lagenmodell vom Schichtenmodell unterscheidet.
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Üben★☆☆
Material: Ein Arbeitnehmer verdient 3.000 € brutto im Monat. Der Gesamtbeitragssatz zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt gerundet 40 % des…

Material: Ein Arbeitnehmer verdient 3.000 € brutto im Monat. Der Gesamtbeitragssatz zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt gerundet 40 % des Bruttoentgelts und wird vereinfachend paritätisch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen (die Unfallversicherung zahlt allein der Arbeitgeber; sie bleibt hier unberücksichtigt).

  1. a) Nennen Sie die fünf Zweige der gesetzlichen Sozialversicherung.
  1. b) Berechnen Sie den Beitrag des Arbeitnehmers und den des Arbeitgebers in Euro pro Monat.
  1. c) Erläutern Sie das Solidarprinzip an einem Beispiel aus der Sozialversicherung.
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Üben★☆☆
Material (gerundete Werte nach Destatis): Der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten lag im Jahr 1991 bei 34 % und im Jahr 2023 bei 41 %. Soziologen…

Material (gerundete Werte nach Destatis): Der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten lag im Jahr 1991 bei 34 % und im Jahr 2023 bei 41 %. Soziologen sprechen von einer zunehmenden Pluralisierung der Lebensformen.

  1. a) Beschreiben Sie die Entwicklung und berechnen Sie die Veränderung in Prozentpunkten.
  1. b) Nennen Sie zwei Merkmale von Individualisierung und Entstrukturierung.
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Üben★★☆
Material: Eine Marketingagentur in Köln nutzt ein Milieumodell, um die Einführung eines Produkts zu planen. Aus dem Modell liegt ein Auszug vor (Anteile an der…

Material: Eine Marketingagentur in Köln nutzt ein Milieumodell, um die Einführung eines Produkts zu planen. Aus dem Modell liegt ein Auszug vor (Anteile an der Bevölkerung):

Milieu Anteil
Traditionelle 11 %
Bürgerliche Mitte 14 %
Prekäre 9 %
Expeditive 10 %
Performer 8 %
Adaptiv-Pragmatische 11 %

Die übrigen Milieus sind im Auszug nicht aufgeführt.

  1. a) Berechnen Sie den Anteil der nicht aufgeführten Milieus.
  1. b) Analysieren Sie, wie die Agentur milieutheoretische Forschung ökonomisch verwenden kann.
  1. c) Vergleichen Sie das Milieumodell mit einem Schichtenmodell im Hinblick auf Kriterien und Aussagekraft.
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Üben★★☆
Material: Ein Gewerkschaftsbund fordert eine Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen, sowie ein höheres Rentenniveau. Ein Arbeitgeberverband fordert,…

Material: Ein Gewerkschaftsbund fordert eine Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen, sowie ein höheres Rentenniveau. Ein Arbeitgeberverband fordert, die Sozialversicherungsbeiträge zu begrenzen, damit die Lohnnebenkosten nicht steigen. Ein Betrieb hat 250 Beschäftigte mit einem durchschnittlichen Bruttoentgelt von 4.000 € im Monat. Der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen sinkt um 1 Prozentpunkt.

  1. a) Berechnen Sie die jährliche Entlastung des Betriebs in Euro.
  1. b) Analysieren Sie die beiden sozialpolitischen Konzeptionen im Hinblick auf ihre Interessengebundenheit.
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Üben★★☆
Material (fiktive, gerundete Werte): Die Zahl der Eheschließungen je 1.000 Einwohner lag im Jahr 1960 bei 9,5 und im Jahr 2022 bei 4,3. Nach der Theorie der…

Material (fiktive, gerundete Werte): Die Zahl der Eheschließungen je 1.000 Einwohner lag im Jahr 1960 bei 9,5 und im Jahr 2022 bei 4,3. Nach der Theorie der Individualisierung lösen sich traditionelle Bindungen an Klasse, Familie und Geschlechterrollen auf. Biografien werden wählbarer, aber auch riskanter.

  1. a) Berechnen Sie den prozentualen Rückgang der Eheschließungsrate.
  1. b) Erläutern Sie Grundzüge und Kriterien eines Modells sozialer Entstrukturierung.
  1. c) Erläutern Sie, welche Auswirkungen Entstrukturierung auf die Anforderungen an den Sozialstaat haben kann.
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Üben★★★
Material: Zwei Haushalte in Bochum haben jeweils ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 2.800 €. Haushalt A (Familie mit zwei Kindern, Eigentümer einer Wohnung,…

Material: Zwei Haushalte in Bochum haben jeweils ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 2.800 €. Haushalt A (Familie mit zwei Kindern, Eigentümer einer Wohnung, Eltern mit Lehrabschluss) lebt traditionell, ist stark in Vereinen engagiert und wählt konservativ. Haushalt B (zwei Berufstätige ohne Kinder, Mieter, beide mit Hochschulabschluss) ist urban und international orientiert und häufig beruflich mobil.

  1. a) Analysieren Sie beide Haushalte jeweils mit einem Schichtenmodell, einem Lagenmodell und einem Milieumodell.
  1. b) Beurteilen Sie die Reichweite dieser Modelle sozialer Ungleichheit und deren Aussagekraft für den Wandel zu individualisierten Lebensstilen.
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Üben★★★
Material (fiktive Werte): Als Mittelschicht gilt, wer zwischen 60 % und 150 % des Medianeinkommens verdient. Im Jahr 1 lebten 68 % der Bevölkerung in der Mittelschicht,…

Material (fiktive Werte): Als Mittelschicht gilt, wer zwischen 60 % und 150 % des Medianeinkommens verdient. Im Jahr 1 lebten 68 % der Bevölkerung in der Mittelschicht, im Jahr 26 noch 64 %. Ein vom Arbeitgeberverband finanziertes Institut schließt daraus, die Mittelschicht sei „im Kern stabil“. Eine gewerkschaftsnahe Stiftung warnt vor einer „erodierenden Mitte“, weil sich der Rückgang bei Berufsgruppen mit geringer Qualifikation konzentriert.

  1. a) Berechnen Sie den Rückgang des Mittelschichtanteils in Prozentpunkten und in Prozent.
  1. b) Beurteilen Sie die politische und ökonomische Verwertung dieser Ergebnisse der Ungleichheitsforschung. Berücksichtigen Sie Datenbasis, Definition der Mittelschicht und Interessen der Auftraggeber.
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Üben★★★
Material (fiktive Werte): Die Arbeitslosenquote liegt in einem Kreis des Ruhrgebiets bei 12 % und in einem Kreis im Münsterland bei 3,5 %. Politische Vorschläge sind:…

Material (fiktive Werte): Die Arbeitslosenquote liegt in einem Kreis des Ruhrgebiets bei 12 % und in einem Kreis im Münsterland bei 3,5 %. Politische Vorschläge sind: mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik in strukturschwachen Regionen, Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und Breitband sowie ein stärkerer kommunaler Finanzausgleich. Kritiker verweisen auf Mitnahmeeffekte und auf die Belastung der wirtschaftsstarken Regionen.

  1. a) Berechnen Sie die Differenz in Prozentpunkten und das Verhältnis der beiden Arbeitslosenquoten.
  1. b) Erörtern Sie die Vorschläge vor dem Hintergrund des Sozialstaatsgebots und des Gebots zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Berücksichtigen Sie unterschiedliche Zugangschancen zu Ressourcen.
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