Aufgaben: Galvanische Zellen, Potenziale und Freiwilligkeit
Es liegt ein galvanisches Daniell-Element vor, bestehend aus einer Zinkelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{ZnSO_4}$ und einer Kupferelektrode in…
Es liegt ein galvanisches Daniell-Element vor, bestehend aus einer Zinkelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{ZnSO_4}$ und einer Kupferelektrode in einer $1{,}0\text{ M}$-Lösung von $\mathrm{CuSO_4}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$. Die Standardreduktionspotenziale betragen $E^\circ(\mathrm{Zn}^{2+}/\mathrm{Zn}) = -0{,}76\text{ V}$ und $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.
- a) Geben Sie die konventionelle Zellnotation bzw. das Zelldiagramm an und kennzeichnen Sie Anode und Kathode.
- b) Geben Sie das Vorzeichen bzw. die Polarität jeder Elektrode an und begründen Sie kurz, welche Teilreaktion an jeder abläuft.
Betrachten Sie eine galvanische Zelle unter Standardbedingungen ($25\text{ }^\circ\mathrm{C}$, Konzentrationen $1{,}0\text{ M}$), der die Gesamtreaktion…
Betrachten Sie eine galvanische Zelle unter Standardbedingungen ($25\text{ }^\circ\mathrm{C}$, Konzentrationen $1{,}0\text{ M}$), der die Gesamtreaktion $\mathrm{Cu(s)} + 2\,\mathrm{Ag^+}(\text{aq}) \rightarrow \mathrm{Cu}^{2+}(\text{aq}) + 2\,\mathrm{Ag(s)}$ zugrunde liegt. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}) = +0{,}80\text{ V}$ und $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.
- a) Berechnen Sie die Standard-Zellspannung (elektromotorische Kraft) der Zelle, $E^\circ_{\text{Zelle}}$.
- b) Begründen Sie ausführlich, warum das Standardreduktionspotenzial des Paares $\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}$ bei der Berechnung der Zellspannung nicht mit dem stöchiometrischen Koeffizienten 2 multipliziert werden darf.
Für eine Zelle aus den Paaren $\mathrm{Ni}^{2+}/\mathrm{Ni}$ und $\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ lautet die freiwillige Gesamtreaktion…
Für eine Zelle aus den Paaren $\mathrm{Ni}^{2+}/\mathrm{Ni}$ und $\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ lautet die freiwillige Gesamtreaktion unter Standardbedingungen $\mathrm{Cd(s)} + \mathrm{Ni}^{2+}(\text{aq}) \rightarrow \mathrm{Cd}^{2+}(\text{aq}) + \mathrm{Ni(s)}$, wobei die Standard-Zellspannung $E^\circ_{\text{Zelle}} = +0{,}15\text{ V}$ beträgt. Gegeben: Faraday-Konstante $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- a) Bestimmen Sie den Wert der Standard-Gibbs-Energie-Änderung, $\Delta G^\circ$, in $\text{kJ}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- b) Leiten Sie das Kriterium der Freiwilligkeit aus dem Vorzeichen von $\Delta G^\circ$ und $E^\circ_{\text{Zelle}}$ her.
Im Labor wird bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ eine galvanische Daniell-Zelle aufgebaut, mit Elektroden aus metallischem Zink und Kupfer, die in $1{,}0\text{ M}$…
Im Labor wird bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ eine galvanische Daniell-Zelle aufgebaut, mit Elektroden aus metallischem Zink und Kupfer, die in $1{,}0\text{ M}$ wässrige Lösungen ihrer jeweiligen Kationen tauchen und über eine Salzbrücke aus $\mathrm{KNO_3}$ verbunden sind. Das Schema des Versuchsaufbaus ist im Folgenden dargestellt:
Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Zn}^{2+}/\mathrm{Zn}) = -0{,}76\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cu}^{2+}/\mathrm{Cu}) = +0{,}34\text{ V}$.
- a) Bestimmen Sie die Standard-Zellspannung der Zelle und geben Sie die richtige Richtung des Elektronenflusses im äußeren metallischen Leiter an.
- b) Erklären Sie, welches Teilchen die Ladung durch die Salzbrücke transportiert und in welches Becherglas jeweils die $\mathrm{K^+}$- und die $\mathrm{NO_3^-}$-Ionen wandern, und geben Sie an, warum keine Elektronen durch die Lösung fließen.
Eine galvanische Zelle wird aufgebaut, indem eine Halbzelle mit einem Chromstab in $\mathrm{Cr(NO_3)3}\text{ }1{,}0\text{ M}$ und eine weitere mit einem Bleistab in…
Eine galvanische Zelle wird aufgebaut, indem eine Halbzelle mit einem Chromstab in $\mathrm{Cr(NO_3)_3}\text{ }1{,}0\text{ M}$ und eine weitere mit einem Bleistab in $\mathrm{Pb(NO_3)_2}\text{ }1{,}0\text{ M}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ verbunden werden, wobei eine mit $\mathrm{NH_4NO_3}$ gesättigte Salzbrücke verwendet wird. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Cr}^{3+}/\mathrm{Cr}) = -0{,}74\text{ V}$, $E^\circ(\mathrm{Pb}^{2+}/\mathrm{Pb}) = -0{,}13\text{ V}$, $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- a) Stellen Sie die Teilgleichungen von Anode und Kathode sowie die ausgeglichene Gesamtionengleichung auf und berechnen Sie das Standardpotenzial der Zelle.
- b) Erklären Sie, wie in jeder Halbzelle die Elektroneutralität aufrechterhalten wird, indem Sie die Bewegung der Ionen der Salzbrücke beschreiben, und berechnen Sie den Wert von $\Delta G^\circ$ für die Gesamtreaktion.
Die Durchführbarkeit einer Zelle auf Grundlage der Standardpaare $\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}$ und $\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$…
Die Durchführbarkeit einer Zelle auf Grundlage der Standardpaare $\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}$ und $\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}$ bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ wird untersucht, wobei die Reaktanden unter Standardbedingungen vorliegen. Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}) = +0{,}77\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}) = +0{,}54\text{ V}$; $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- a) Stellen Sie die ausgeglichene Gleichung der unter Standardbedingungen freiwillig ablaufenden Redoxreaktion auf, benennen Sie das Oxidationsmittel und das Reduktionsmittel und berechnen Sie $E^\circ_{\text{Zelle}}$ und $\Delta G^\circ$.
- b) Ein Schüler behauptet, die Reaktion sei wegen $\Delta G^\circ < 0$ bei jeder Konzentration und in jedem experimentellen Zusammenhang immer freiwillig. Begründen Sie, warum diese Aussage falsch ist, indem Sie den Unterschied zwischen $\Delta G^\circ$ und $\Delta G$ analysieren.
Es liegen wässrige Lösungen vor, die Chlorid-Ionen ($\mathrm{Cl^-}$), Bromid-Ionen ($\mathrm{Br^-}$) und Iodid-Ionen ($\mathrm{I^-}$) enthalten, alle mit der…
Es liegen wässrige Lösungen vor, die Chlorid-Ionen ($\mathrm{Cl^-}$), Bromid-Ionen ($\mathrm{Br^-}$) und Iodid-Ionen ($\mathrm{I^-}$) enthalten, alle mit der Konzentration $1{,}0\text{ M}$ und bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$. Es soll ein Oxidationsmittel im Standardzustand ausgewählt werden, das Iodid-Ionen spontan zu molekularem Iod ($\mathrm{I_2}$) und Bromid-Ionen zu flüssigem Brom ($\mathrm{Br_2}$) oxidieren kann, Chlorid-Ionen aber nicht zu gasförmigem Chlor ($\mathrm{Cl_2}$) oxidiert.
Standardreduktionspotenziale bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$:
$E^\circ(\mathrm{I_2}/\mathrm{I^-}) = +0{,}54\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Br_2}/\mathrm{Br^-}) = +1{,}07\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cl_2}/\mathrm{Cl^-}) = +1{,}36\text{ V}$.
Kandidaten für das Oxidationsmittel: $\mathrm{Fe}^{3+}(\text{aq})$ mit $E^\circ(\mathrm{Fe}^{3+}/\mathrm{Fe}^{2+}) = +0{,}77\text{ V}$; $\mathrm{IO_3^-}(\text{aq})/\mathrm{I_2(s)}$ in saurer Lösung mit $E^\circ = +1{,}20\text{ V}$; $\mathrm{MnO_4^-}(\text{aq})/\mathrm{Mn}^{2+}(\text{aq})$ in saurer Lösung mit $E^\circ = +1{,}51\text{ V}$.
- a) Wählen Sie das geeignete Oxidationsmittel aus und begründen Sie Ihre Wahl durch einen Vergleich der Potenziale der Kandidaten. Berechnen Sie $E^\circ$ und $\Delta G^\circ$ der Reaktion des gewählten Oxidationsmittels mit jedem Halogenid, mit kleinstmöglichen ganzzahligen Koeffizienten.
- b) Stellen Sie die ausgeglichene Gesamtreaktion zwischen dem gewählten Oxidationsmittel und dem Bromid-Ion in saurer Lösung auf. Gegeben: $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
Ein Metallblech, das ein Gemisch aus Cadmium, Silber und Eisen enthält, wird in Säure- und Salzlösungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ getaucht, um…
Ein Metallblech, das ein Gemisch aus Cadmium, Silber und Eisen enthält, wird in Säure- und Salzlösungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ getaucht, um Verdrängungsreaktionen zu untersuchen.
Gegeben: $E^\circ(\mathrm{Ag}^+/\mathrm{Ag}) = +0{,}80\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{H}^+/\mathrm{H_2}) = 0{,}00\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Pb}^{2+}/\mathrm{Pb}) = -0{,}13\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Cd}^{2+}/\mathrm{Cd}) = -0{,}40\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{Fe}^{2+}/\mathrm{Fe}) = -0{,}44\text{ V}$. Konstante $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- a) Bestimmen Sie, welche Metalle des Blechs sich in einer wässrigen $1{,}0\text{ M}$ Salzsäure ($\mathrm{HCl}$) unter Standardbedingungen spontan auflösen und dabei Wasserstoffgas freisetzen, und stellen Sie die entsprechenden Reaktionsgleichungen auf.
- b) Ein Stück reines metallisches Eisen wird in eine Lösung getaucht, die $\mathrm{Pb}^{2+}$- und $\mathrm{Cd}^{2+}$-Ionen enthält, beide mit der Standardkonzentration $1{,}0\text{ M}$. Begründen Sie quantitativ, ob das Eisen eines, beide oder keines dieser Kationen aus der Lösung verdrängt, und berechnen Sie dazu die Standard-EMK und $\Delta G^\circ$ der spontan ablaufenden Vorgänge. Verwenden Sie das thermodynamische Modell der Standardpotenziale ohne gelösten Sauerstoff, Komplexbildung oder Passivierung; die Vorhersage sagt nichts über die tatsächliche Geschwindigkeit aus.
Bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ werden die Stabilität des Peroxids und die Oxidation des Kations $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung untersucht. Zur Verfügung stehen…
Bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ werden die Stabilität des Peroxids und die Oxidation des Kations $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung untersucht. Zur Verfügung stehen zwei Reagenzien: Kaliumpermanganat ($\mathrm{KMnO_4}$) und Wasserstoffperoxid ($\mathrm{H_2O_2}$). Die Standardreduktionspotenziale sind bekannt:
$E^\circ(\mathrm{Sn}^{4+}/\mathrm{Sn}^{2+}) = +0{,}15\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{MnO_4^-}/\mathrm{Mn}^{2+}) = +1{,}51\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{O_2}/\mathrm{H_2O_2}) = +0{,}68\text{ V}$; $E^\circ(\mathrm{H_2O_2}/\mathrm{H_2O}) = +1{,}78\text{ V}$. Gegeben: $F = 96485\text{ C}\cdot\text{mol}^{-1}$.
- a) Zeigen Sie anhand der Werte von $E^\circ$ und $\Delta G^\circ$ begründet, ob $\mathrm{H_2O_2}$ unter Standardbedingungen bei $25\text{ }^\circ\mathrm{C}$ thermodynamisch stabil gegenüber der Disproportionierung zu Wasser und Sauerstoff ist.
- b) Begründen Sie, ob das Ion $\mathrm{Sn}^{2+}$ in saurer Lösung durch $\mathrm{MnO_4^-}$ zu $\mathrm{Sn}^{4+}$ oxidiert werden kann, und bestimmen Sie das minimale Volumen in $\text{mL}$ an Lösung von $\mathrm{KMnO_4}\text{ }0{,}020\text{ M}$, das nötig ist, um $25{,}0\text{ mL}$ von $\mathrm{Sn}^{2+}\text{ }0{,}050\text{ M}$ vollständig zu oxidieren. Nehmen Sie für die Titration in b) eine quantitative Reduktion des Permanganats zu Mangan(II), überschüssige Schwefelsäure und das Fehlen von Nebenreaktionen an.